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Leipheim

11.12.2017

Wenn aus einer Sporthalle ein Konzertsaal wird

Urgesteine und Nachwuchsspieler der Leipheimer Stadtkapelle erhielten beim brillant gespielten Jahreskonzert Ehrungen für langjähriges aktives Musizieren.
Bild: Sandra Kraus

Die Stadtkapelle Leiphem nahm ihre Besucher mit auf eine „Kult-Tour“ durch die Musikgeschichte.

Auf eine klangvolle „Kult-Tour“ nahm die Stadtkapelle Leipheim ihre knapp 300 Zuhörer beim Jahreskonzert in der Güssenhalle mit. Die Sporthalle wandelte sich zum Konzertsaal als Dirigentin Lisa Mayer ans Pult trat und die Jugendkapelle mit „The Final Countdown“ den langen Abend der konzertanten Blasmusik eröffnete.

Die 28 Nachwuchsspieler in ihren Dirndln und Lederhosen legten mit „The Winner takes it all“ von Abba, „Hello“ von Adele, „Disneys Magical Marches“ mit Supercalifragilisticexpialidocious aus Mary Poppins, der Colonel Hathi´s Elefantenherde aus dem Dschungelbuch und dem Mickey Mouse Marsch weitere hochklassige Kult Hits auf. Immer mit dabei war der Spielernachwuchs der „Flohkiste“. Sie schwenkten Luftballons, hielten Plakate hoch oder tanzten in Kostümen als Mary Poppins, Elefant oder Mickey Mouse im Takt mit. Mit dem Beatle Gassenhauer „Yellow Submarine“ und unzähligen Seifenblasen verabschiedete sich die bravourös spielende Jugendkapelle.

Urkunden auf der Bühne

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Viel Zeit investierten Oliver Holzwarth, Roman Imminger, Marie Mayer, Marek Ocker (bester Leipheimer mit 1,15 im Schnitt), Sarah Schäffler und Leonie Schurr in die D1-Prüfung des Allgäu-Schwäbischen-Musikbundes (ASM). Sie erhielten auf der großen Bühne ihre Urkunden. Lena Fiener fehlt nur noch die praktische Prüfung zur D1-Urkunde. Eine kurze Umbaupause schuf auf der Bühne Platz für die 45 Musiker der Stadtkapelle Leipheim. Zur Ouvertüre gab es mit dem „Vergnügungszug“ von Johann Strauss (Sohn), eine glanzvolle Polka, die schon die Wiener Philharmoniker aufgelegt hatten. Für Liebhaber symphonischer Blasmusik dürfte „Die diebische Elster“, arrangiert nach der Oper des Italieners Rossini, der Höhepunkt der Leipheimer „Kult-Tour“ gewesen ein. Ein schwieriges und langes Stück, das die Musiker forderte und das Publikum berührte. Schwungvoll ging es weiter mit der Strauß´schen „Annenpolka“. Nächster Halt der Tour war „Im weißen Rössl“ am Wolfgangsee und seinen Evergreens rund um den Kellner Leopold.

Intensive Zeit mit Sonderschichten

Nach der Pause mit edlen Lachshäppchen oder klassischen Schmalzbrot wandelte sich die Stadtkapelle musikalisch hin zur Moderne. Die „Kult-Tour“ zeigte mit „A Tribute to Michael Jackson“, „Symphonic Rock – The Music of Queen and Genesis“ und „Santana – a Portrait“ wie breit das Blasmusik Spektrum sein kann. Die Ära der Neuen Deutschen Welle lebte mit dem Medley „80er Kult(tour)“ von Tiemo Kraas wieder auf. „Wir hatten eine intensive Zeit mit vielen Sonderschichten, Registerproben, Gesamtproben, ich danke euch Spielern und allen, die im Hintergrund zum Gelingen des Jahreskonzerts beigetragen haben“, sagte Vorsitzende Simone Kittner-Staib, die mit der Bass-Klarinette mitgespielt hatte.

Anerkennende Worte gab es auch von Rainer Lohner, stellvertretender ASM-Präsident: „Ich hatte große Erwartungen und wurde nicht enttäuscht.“ Im Mittelpunkt der Ehrungen stand Norbert Biefel der für 50 Jahre aktives Musizieren ausgezeichnet wurde. Seit 1967 spielt Biefel in der Stadtkapelle Tenorhorn. Enormen Einsatz leisteten auch Manfred Mayer, der für 45 Jahre geehrt wurde und Flügelhorn und Trompete spielt, und seine Gattin Elisabeth Mayer, die als die „Lisa“ seit 33 Jahren mit fester Hand am Dirigentenpult steht und jetzt für 40 Jahre aktives Musizieren geehrt wurde. 30 Jahre dabei ist Tenorhorn-Spieler Tino Pilharcz, auf 15 Jahre kommt Klarinettistin Patricia Weber. Die ASM-Nadel für das Zehnjährige wurde Oliver Holzwarth (Schlagwerk), Marie Mayer (Saxophon), Sarah Schäffler (Querflöte), Irmgard Schmidt (Saxophon), Leonie Schurr (Saxophon) und Benedikt Suffa-Friedel (Querflöte) angesteckt. Mit der rasanten „Petersburger Schlittenfahrt“ und dem Weihnachtslied „Happy Xmas - War is Over“ spielte die Stadtkapelle mit wie immer strahlenden und doch hochkonzentrierten Gesichtern zwei Zugaben, die perfekt zur Vorweihnachtszeit passten.

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