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Training

11.12.2013

Wenn ein Lkw-Fahrer eingeklemmt wird

Mit einem Lkw-Simulator übte die Freiwillige Feuerwehr Günzburg für den Ernstfall. Im Hintergrund ist das Berufsschulgebäude zu sehen.
Bild: Feuerwehr Günzburg

Günzburger Feuerwehr übt als Erste im Landkreis an einem speziellen Simulator

Günzburg Wie muss die Feuerwehr reagieren, wenn ein Fahrer in seiner Lastwagenkabine bei einem Unfall eingeklemmt wird? Und wie, wenn Gefahrgut geräumt werden muss? Um für den Ernstfall gerüstet zu sein, nahmen 20 Feuerwehrleute der Freiwilligen Feuerwehr Günzburg an einer Schulung zum Thema „Schwere Lkw-Unfälle mit eingeklemmten Personen“ teil. Die Weiterbildungsmaßnahme im Hof der Feuerwache wurde von der Firma Weber Hydraulik angeboten.

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Im theoretischen Teil der Schulung standen der Aufbau der Lastwagen-Fahrgastzelle, Maße und Gewichte sowie die verschiedenen Antriebsarten im Fokus. Außerdem erläuterte Ausbilder Bernd Fetzer die Ordnung des Raumes, also die Organisation der Einsatzstelle. Weitere Themen waren die Erst-, Versorgungs- und Befreiungsöffnung mit Alternativen wie etwa der Öffnung des Fahrerhauses über die Rückwand. Außerdem kamen das Sichern des Führerhauses, Glas- und Batteriemanagement sowie die Beteiligung von Gefahrgut zur Sprache.

Im zweiten Teil der Ausbildung übten die Feuerwehrleute das Gelernte mittels eines Lkw-Simulators. Die Teilnehmer mussten das Fahrerhaus eines Brummis zerlegen, um eine eingeklemmte Person zu befreien. Zum Einsatz kamen neben den hydraulischen Rettungsgeräten auch Lkw-Rettungsbühnen, Schaufeltragen und das sogenannte Spineboard, ein Rettungsbrett. Die Teilnehmer kamen bei der Übung ganz schön ins Schwitzen: Die abzutrennenden Karosserieteile wiegen vier Mal so viel wie bei einem Auto.

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Um die Übung noch zu erschweren, ließ der Ausbilder den eingebauten Dieseltank leckschlagen. Die Teilnehmer hatten alle Hände voll zu tun, um eine Umweltverschmutzung zu verhindern.

Stadtbrandinspektor Christian Eisele dankte am Schluss der fünfstündigen Ausbildung den Teilnehmern für ihren Einsatz zum Wohl der Bürger Günzburgs. Er betonte die Wichtigkeit regelmäßiger Weiterbildungen: „Oftmals sind bei Lkw-Ladungen Gefahrgüter beteiligt, was die Arbeit der Feuerwehr enorm erschwert. Nur, wer gut vorbereitet ist, bleibt Herr der Lage.“ In Günzburg sei die Feuerwehr bestens gewappnet. „Ich freue mich über den hohen Ausbildungsstand der Wehr“, so Eisele.

Die Feuerwehr Günzburg war seinen Angaben zufolge die erste Wehr im Landkreis, die mit dem Lkw-Simulator TRT 7000 für den Ernstfall trainierte. (zg)

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