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Burtenbach

14.11.2018

Wenn es wie Lava im Glas brodelt

Achtung, Schutzbrille auf! Zeitungsente Paula Print macht im Burtenbacher „Haus der kleinen Hände“ zusammen mit Vorschulkindern und Kinderpflegerin Vivien Güneloksayan in spannendes Experiment. In den Trinkgläsern brodelt es plötzlich wie Lava in einem Vulkan.
Bild: Heike Schreiber

Zeitungsente Paula Print erforscht mit Burtenbacher Kindern das Thema Vulkane und macht ein ganz besonderes Experiment.

Da hat Paula Print neulich große Augen gemacht: Steht doch da in einem Schaufenster ein komisches Gefäß, das aussieht wie eine Flasche und in der ganz viele merkwürdige, leuchtende Blasen hin- und herwabern. Die Verkäuferin hat die Zeitungsente aufgeklärt, dass das Ding weder gefährlich ist, noch explodieren kann, sondern dass es eine ganze normale Lavalampe ist. Lava? In einer Lampe?

Paula staunt, sie wusste bisher nur, dass aus einem Vulkan Lava herausschießt. Aber wie kommen die roten Blubberblasen in ein Glas hinein? Fragen, die ihr vielleicht die kleinen Forscher im Kindergarten „Haus der kleinen Hände“ in Burtenbach beantworten können. Die haben die Zeitungsente nämlich eingeladen, mit ihnen zu experimentieren.

Dass Paula hier goldrichtig ist, sieht die Zeitungsente auf den ersten Blick. Voller Ehrfurcht liest sie auf dem Schild: „Haus der kleinen Forscher“. Diesen Namen darf nicht jeder Kindergarten einfach tragen, der in Burtenbach seit kurzem schon, erzählt die Leiterin Michaela Mengele. „Es gibt ein ganz besonderes Bildungsprogramm. Wir dürfen da mitmachen, weil wir so viel forschen – und zwar nicht einfach planlos. Es muss mit Naturphänomenen zu tun haben, zum Beispiel Blitz, Donner, Regenbogen.“

Alles unter einem weißen Laken versteckt

Heute sind also Vulkane dran und ein Experiment dazu. Das hat aber die Oberforscherin Vivien Güneloksayan noch gut unter einem weißen Bettlaken versteckt. Unter einem schwarzen Tuch ist noch etwas verborgen, Paula ist schon wahnsinnig neugierig. Die sieben Kinder, ein Mädchen und sechs Jungs, fünf und sechs Jahre alt, die mit der Zeitungsente forschen wollen, müssen ihr dezent auf die Watschelfüße klopfen. Sie darf das Tuch nicht zu früh wegziehen.

Sie erzählen ihr stolz, was sie schon alles wissen, dass die Lava rot ist, dass sie tief aus der Erde kommt und dass sie wahnsinnig warm ist. Vivien ergänzt, dass die heiße Masse – „ganz unten sind es 3000 Grad“ – eigentlich Magma heißt und erst zur Lava wird, wenn sie aus dem Vulkan rauskommt. Die fließt dann den Berg runter, wird irgendwann wieder kalt und zu schwarzem Stein. Und dann darf Paula endlich das erste Geheimnis lüften: Da taucht doch tatsächlich so eine Lavalampe auf, die munter vor sich hin blubbert.

Fünf Reagenzgläser mit bunten Farben

Und so etwas Ähnliches dürfen die Kinder und Paula jetzt selbst herstellen. Eigentlich hat Paula unter dem weißen Tuch, das sie alle gemeinsam hochheben, irgendetwas Gefährliches erwartet, aber da stehen lauter einfache Dinge: Trinkgläser, eine Kanne mit Wasser, zwei Flaschen Sonnenblumenöl und fünf Reagenzgläser mit bunten Farben drin. Paula staunt, dass die Kinder sofort erraten, was sie nacheinander machen müssen. Semich teilt Gläser aus – Paula bekommt ein besonders großes –, Yannis schenkt vorsichtig Wasser ein, „aber nur halbvoll“, erklärt ihm Vivien.

Als die Gefäße danach mit Öl aufgefüllt werden, ruft Sophia laut auf: „Da kommen Blubberblasen!“ Tatsächlich, im gelben Öl blubbert es. Komisch, wundert sich Paula. Warum das Wasser unten bleibt und das Öl oben? Die zwei scheinen sich nicht zu mögen. Semich weiß es besser: „Das Wasser hat so viel Kraft, dass es das Öl nach oben drückt.“

Schnell eine Schutzbrille über die Augen

Die kleinen Forscher dürfen dann aus den Reagenzgläsern einen Schuss Farbe, mit der man auch Ostereier färben kann, in die Flüssigkeit kippen. „Jetzt wird’s gefährlich“, warnt Vivien, und Paula zieht sich schnell die Schutzbrille über die Augen. Die kleine Multivitamin-Brausetablette ist noch harmlos. Paula schleckt schnell daran, schmeckt lecker und prickelt, und wirft sie ins Glas.

Es fängt leise an zu rauschen, brodelt immer mehr. Und da ist er, der kleine Vulkan im Glas. Die Zeitungsente und die Kinder jubeln, und schmeißen noch mehr Tabletten rein. Da blubbert die Masse über die Gläser und läuft wie Lava runter. Paula weiß jetzt schon: Sie macht sich jetzt jeden Tag so eine Lavalampe. Oder Lavagetränk.

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