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27.06.2009

Werbung soll Ortsbild nicht verschandeln

Günzburg Die Stadt Günzburg ist offenbar für die Werbewelt ein interessantes Pflaster. Überall sind in der jüngsten Zeit großflächige Plakatwände aus dem Boden geschossen. Zum Teil stehen sie auf öffentlichem Grund, zum Teil auch in privaten Gärten oder sie hängen an Hauswänden.

Die gestiegene Attraktivität Günzburgs gefällt nicht jedem. Manche Bürger sprechen schon von einer Verschandelung des Ortsbildes. Auch die Stadtverwaltung hat mit immer mehr Fällen zu kämpfen, in denen sich die Werbewirtschaft nicht an geltendes Recht oder an ein vernünftiges Erscheinungsbild hält. Es sind einige Verfahren am laufen, erfuhr die GZ aus dem Rathaus. Dagegen vorzugehen, sei bisweilen jedoch recht schwierig.

Beschluss des Stadtrates

Nun hat der Stadtrat auf Vorschlag der Verwaltung die Zügel etwas angezogen und den Geltungsbereich der städtischen Werbeanlagen-Satzung erweitert. Das bedeutet: In zusätzlichen Teilen der Stadt gilt ab sofort diese Satzung, die verhindern soll, dass Hauswände oder Grünflächen mit großflächigen, überdimensionierten Plakatwänden zugepflastert werden oder dass an Fassaden allzu große, "krachige" Ausleger prangen.

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Folgende Bereiche wurden neu aufgenommen:

l der Spitz Krankenhaus-/Ichenhauser Straße im Süden der Altstadt

l die Augsburger Straße über die Kreuzung Sedanstraße hinaus bis zur Belvederestraße

l der Spitz bei der Volksbank, Dillinger und Siemensstraße

l die Heidenheimer Straße vom Pfarrhofplatz bis zur Zankerstraße

l sowie die Ecke Weißenhorner/ Ulmer Straße bis zum Friedhof.

Der Bereich südlich der Schöblstraße und "Auf dem Gries" wurde dagegen gestrichen.

Was gestalterische Vorhaben betrifft, so hat Günzburg in seiner Innenstadt einiges durch Bebauungspläne geregelt. Diese Anforderungen werden durch die Werbeanlagen-Satzung, die es seit 1996 gibt, ergänzt. Diese Satzung, so SPD-Stadtrat Heinrich Pirschle, habe sich bewährt und zu einem ordentlichen Erscheinungsbild geführt. "Vor allem an den Ausfallstraßen ist jedoch immer mehr Großflächenwerbung auf privatem Grund zu sehen. Es ist an der Zeit, etwas zu korrigieren", so Pirschle. Der Bedarf an Werbeflächen in Günzburg sei ausreichend, meinte er.

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