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Wie Alltagsprobleme mit Corona aussehen können

Wie Alltagsprobleme mit Corona aussehen können
Kommentar Von Michael Lindner
21.03.2020

Vieles ist ungewohnt in dieser ungewöhnlichen Zeit. Sei es das Homeoffice oder fehlende Sozialkontakte. Aber das ist vernachlässigbar. Es kann schlimmer sein.

Die Corona-Pandemie schränkt unser Leben stark ein. Geschäfte müssen schließen, Kinder dürfen nicht mehr zur Schule und Berufstätige müssen von zu Hause aus arbeiten. Das ist bei Redakteuren nicht anders. Dabei ist es ein Beruf, der davon lebt, vor Ort zu sein und Menschen zu treffen – unmöglich in Zeiten von Corona. Was bleibt, sind Gespräche per Telefon oder per Mail aus dem Homeoffice – dort arbeite auch ich. Und damit beginnen die kleinen Probleme des derzeitigen Alltags.

Unsere Zwei-Zimmer-Wohnung ist dafür nicht ausgelegt. Denn auch meine Frau – ebenfalls Redakteurin – arbeitet von zu Hause aus. Während in unseren Büros für jeden zwei Schreibtische samt zweier Bildschirme bereitstehen, teilen wir uns nun den kleinen Esstisch, der mit den beiden Laptops und unzähligen beruflichen Unterlagen bedeckt ist. Zum Mittagessen muss alles weggeräumt und dann wieder aufgebaut werden. Nervig ist es, aber es funktioniert. Auch wenn die Internetverbindung nicht die beste ist, wir können arbeiten – zwar langsamer, aber es geht.

Viele Probleme sind vernachlässigbar

Doch das ist nicht alles. Soziale Kontakte sollen aufs Nötigste beschränkt werden. Wie gerne würde ich mich mit Freunden oder meinen Eltern treffen. Aber zum Wohle der Allgemeinheit sollte man dies schon länger nicht mehr machen – und ab heute ist es sogar verboten. Schön ist das nicht, aber notwendig. Auch wenn niemand weiß, wie lange diese Ausnahmesituation am Ende dauern wird. Auch ob mein geplanter Umzug in den nächsten Wochen stattfinden kann, weiß ich nicht. Aber das sind kleine, vernachlässigbare Probleme. Menschen sterben, viele Kleinselbstständige fürchten um ihre Existenz. Und es gibt Hunderttausende Familien, die arbeiten, während sie sich um ihre Kinder, die nicht zur Schule gehen dürfen, kümmern.

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Einen eindringlichen Appell richtet nun Günzburgs Oberbürgermeister Gerhard Jauernig an die Bürger. Er ruft dazu an, sich an die Verhaltensregeln, die unser Ministerpräsident und zahlreiche Experten uns nahe legen, zu halten. Das Gebot der nächsten Tage lautet: Solidarität. Jeder – das gilt nicht nur für Günzburg – kann älteren Nachbarn anbieten, Besorgungen zu übernehmen. „An alle unsere Ärzte, Pfleger, Verkäufer, Mitarbeiter der Rettungsdienste, Behörden und Hilfsdienste: Danke für euren Einsatz. Ihr seid die wahren Helden der Gegenwart. Wenn wir alle mitmachen, dann werden wir auch zu Helden“, sagt Jauernig.

Unser Leben mit Corona Was sind Ihre Erfahrungen im Homeoffice? Was erleben Sie im Alltag, den mehr und mehr Einschränkungen begleiten? Wie läuft es mit den Kindern, die fünf Wochen zu Hause sind? Schreiben Sie uns Ihre Eindrücke, gerne mit einem Bild, und schicken diese an: redaktion@guenzburger-zeitung.de und bitte geben Sie unbedingt Ihre Telefonnummer und Ihren Namen an.

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