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Projekt

09.02.2018

Wie „Fee“ Familien unterstützen kann

Manuel Bögner sucht nach ehrenamtlichen Mitarbeitern.
Bild: Till Hofmann

Ehrenamtliche sollen Kinder aushilfsweise betreuen. Aber noch gibt es die Mitarbeiter nicht

Eine Fee ist ein fabelhaftes Wesen – eine Schicksalsgöttin mit höheren Kräften. Vielleicht nennt die Lebenshilfe Donau-Iller deshalb ihr jüngstes Projekt „Fee“, was eine schöne Abkürzung für „Familienentlastendes und -ergänzendes Betreuungsangebot für Kinder“ ist. Denn oft sind Eltern oder alleinerziehende Mütter und Väter mit ihren Kräften am Ende, wenn der Alltag mit seinen eingespielten Abläufen durcheinander gerät.

Ein typisches Beispiel ist folgendes: Der vierjährige Jens hat zwar kein Fieber mehr. Aber er schnieft und hustet noch. Seine Mutter hat einen wichtigen Termin in der Firma, der bereits zweimal wegen ihr verschoben worden ist. Die alleinerziehende Frau weiß sich nicht anders zu helfen und bringt den Sohn in den Kindergarten, obwohl er dort noch gar nicht sein sollte.

Das Angebot von „Fee“ kann hier Entlastung schaffen. Ehrenamtliche passen auf das Kind stundenweise auf – und die Eltern können Dringendes erledigen.

Der 37-jährige Manuel Bögner von der Lebenshilfe baut diesen Dienst gerade auf. Eltern sollen unterstützt werden, in bestimmten Situationen Kind und Beruf besser vereinbaren zu können. Das Projekt wird vom Landratsamt Günzburg und den „Lokalen Bündnissen für Familie“ im Landkreis Günzburg unterstützt.

„Fee“ will auch dann helfen, wenn eine andere Person, die das Kind betreuen sollte, erkrankt oder aus anderen Gründen verhindert ist. Und dann geht es noch um die, wie es Bögner nennt, „Randzeitenbetreuung“: Das Kind ist von der Schule bereits zu Hause, aber der Schichtdienst der Mutter ist erst in einigen Stunden zu Ende. Das Angebot steht allen Familien im Kreis Günzburg mit Kindern bis zum Ende des zwölften Lebensjahres offen – unabhängig vom sozialen Status oder der jeweiligen Familiensituation. Es ist auch kostenpflichtig. Der Eigenanteil beträgt 2,50 Euro pro Stunde für bis zu vier Stunden. Jede weitere Stunde kostet dann drei Euro. Möglichkeiten der Kostenerstattung gibt es teilweise. Sie müssen individuell überprüft werden.

Bögner steht derzeit vor einer anderen Herausforderung. Der ausgebildete Krankenpfleger, der zwölf Jahre im Bezirkskrankenhaus Günzburg gearbeitet hat, ist noch auf der Suche nach ehrenamtlichen Mitarbeitern. „Mein Ziel ist es, fünf Leute dafür zu gewinnen.“ Zum Anforderungsprofil gehört eine gewisse zeitliche Flexibilität der Interessierten. Aufgeschlossenheit und die Bereitschaft zur Fortbildung müssen ebenfalls vorhanden sein, sagt Bögner. Ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis und ein Vorstellungsgespräch bei Manuel Bögner sind Instrumente, um die geeigneten Personen für diese Tätigkeit herauszufiltern. Die Aufwandsentschädigung der „Feen“ beträgt sieben Euro in der Stunde, pro gefahrenen Kilometer gibt es 30 Cent. Das Geld dürfe aber niemals ausschlaggebend dafür sein, sich für die Aufgabe zur Verfügung zu stellen.

für Ehrenamtliche und Familien ist Manuel Bögner, Telefon 08221/9304025, Mail: fee@lebenshilfe-donau-iller.de

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