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Bubesheim

12.06.2020

Wie Turnerin Janine Berger die Corona-Zeit erlebt

Freut sich auf kommende Wettkämpfe: Janine Berger.
Bild: Flowvision Media

Sieben Wochen durfte Turnerin Janine Berger keine Turnhalle betreten. Das nagte an ihr. Jetzt hofft sie auf Wettkämpfe im Herbst.

Turnerinnen auf ihrem Niveau haben normalerweise zwei Wochen im Jahr frei. Allein aus diesen Worten lässt sich ein Stück weit erahnen, was die Corona-Pandemie und die mit ihr verwobene Phase der erzwungenen Untätigkeit mit Spitzenathletinnen wie Janine Berger anstellt. Sieben Wochen lang hatte die Bubesheimerin keine Turnhalle von innen gesehen. Form und Laune sanken gleichermaßen, sportliche Ziele waren urplötzlich weg, gewohnte soziale Kontakte fehlten und die mentale Stärke ging flöten. „Die ersten Tage war es ätzend; das war schon ein Motivationstief“, räumt Berger ein.

Inzwischen aber sieht die 24-Jährige Lichtblicke. Seit einigen Wochen trainiert sie wieder. Zu den Einschränkungen für sie und die anderen Turnerinnen aus dem Bundesliga-Kader des SSV Ulm 1846 zählt, dass jeweils fünf Sportlerinnen in zwei räumlich getrennten Hallen üben müssen. Abstandsregeln sind einzuhalten, die Umkleiden sind geschlossen. Lästig, ja, aber auf jeden Fall viel besser, als nichts tun zu dürfen.

Turn-Europameisterschaften werden nachgeholt

Und auch in Sachen Wettkampfsport tut sich etwas. Die für April geplanten und damals abgesagten Europameisterschaften werden nachgeholt. Die Titelkämpfe finden nun im Dezember in Baku/Aserbaidschan statt. Daraus ergeben sich Terminzwänge für den deutschen Turnsport. Inzwischen hat die Deutsche Turnliga offiziell angekündigt, die Bundesliga-Saison im Herbst fortsetzen zu wollen – in verkürzter Form, ohne Absteiger, womöglich ohne Zuschauer und selbstverständlich unter der Einschränkung, dass die Gesundheit aller Beteiligten nach menschlichem Ermessen gewährleistet ist.

Wie Turnerin Janine Berger die Corona-Zeit erlebt

Berger saugt die unverhoffte Gelegenheit begierig auf und kommentiert: „Ich hätte nicht gedacht, dass das überhaupt in Erwägung gezogen wird. Aber für mich wäre das natürlich gut.“ Bestätigte Termine gibt es vorerst nicht, dem Vernehmen nach könnte es am 10. Oktober weitergehen. Diese Aussicht allein ist schon ein kräftiger Motivationsschub für Berger.

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