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Interview

27.10.2018

Wie aus Ettenbeuren und Kleinbeuren eine Mannschaft wird

Torsten Menck ist seit der Saison 2018/19 Trainer der SG Kammeltal.
Bild: Fupa

In der neuen SG Kammeltal spielt nur, wer überzeugt. Trainer Torsten Menck spricht im Interview über das schwierige erste Jahr.

Herr Menck, Anfang des Jahres haben Ettenbeuren und Kleinbeuren beschlossen, die nächste Saison als Spielgemeinschaft unter der Bezeichnung SG Kammeltal und mit Ihnen als neuem Trainer zu bestreiten. Nach 13 Spielen liegt die erste Mannschaft in der Kreisklasse West 1 auf dem dritten und die Reserve in der B-Klasse West 1 auf dem fünften Tabellenplatz. Sind Sie damit zufrieden?

Menck: Definitiv. Unsere Zielsetzung war ein einstelliger Tabellenplatz im oberen Tabellendrittel.

Aber ist das nicht ein bisschen tiefgestapelt?

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Menck: Keineswegs, denn wir sind uns im Klaren darüber, was Maximum ist. Die Zusammenführung der Spieler beider Vereine steht im Vordergrund. Aus zwei Vereinen eine Mannschaft zu formen, geht nicht von heute auf morgen, auch wenn sich das mancher so einfach vorstellt. Noch fehlt es uns zum Beispiel an Konstanz und Stabilität in der Arbeit miteinander.

Abteilungsleiter Christoph Kraus spricht von einem „Zusammenkunftsjahr“. Wie weit hat man sich denn schon zusammengefunden?

Menck: Das ist ein Prozess, der immer noch stattfindet. Und der betrifft nicht nur die Mannschaft, sondern auch die Funktionäre und das Umfeld. Es wird immer wieder Situationen geben, in denen es hakt und der eine oder andere in alte Verhaltensmuster zurückfällt. Es dauert eben, bis der letzte Schalter umgelegt ist und diverse Automatismen greifen.

Wird man dann aber in der nächsten Saison die Ziele höherstecken?

Menck: Das kann man jetzt noch nicht sagen. Aber längerfristig gedacht sollte es schon das Ziel sein, ganz nach oben zu blicken.

Bei der Mannschaftsaufstellung gilt das Leistungsprinzip

Sie als Trainer sind ja für die Aufstellung verantwortlich. Schaut man da, dass jeder der beiden Vereine etwa gleich vertreten ist oder entscheiden Sie rein nach dem Leistungsprinzip?

Menck: Für mich zählt nur das Leistungsprinzip, auch wenn mir bewusst ist, dass es mal Probleme geben könnte, wenn das Verhältnis ungleich sein sollte. Momentan besteht diese Problematik aber nicht. Das Verhältnis Ettenbeuren/Kleinbeuren ist ziemlich ausgeglichen und wir sind bestrebt, zusammen erfolgreich zu sein.

Wie läuft der Spiel- und Trainingsbetrieb. Wie wird finanziell abgerechnet?

Menck: Training und Spiel stehen komplett im wöchentlichen Wechsel, also mal in Ettenbeuren, dann wieder in Kleinbeuren. Und so regelt sich, so viel ich weiß, auch das Finanzielle von selbst.

SG Kammeltal hat Verletzungssorgen

Momentan scheint die SG Kammeltal nicht gerade vom Glück begünstigt. Gleich sieben Mann stehen auf der Verletztenliste. Hat das Auswirkungen auf den Leistungsstand?

Menck: Andreas Paulheim, Simon Grüner, Stefan Fischer und Niklas Schwarz haben sich ihre Verletzungen mit Fremdeinwirkung zugezogen. Dazu kommen noch Christian Fischer, Dominik Weßling und Jannik Müller, alles Spieler, die fest zum Kader gehören und nicht so einfach zu ersetzen sind. Dieser Faktor nimmt natürlich großen Einfluss auf die bereits erwähnte Konstanz und Stabilität der Mannschaft.

Am Sonntag kommt es zum Duell der Tabellennachbarn gegen Eintracht Autenried. Wie geht’s aus?

Menck: Ich hoffe positiv für uns. In der Vorrunde haben wir zu Hause gegen Autenried 1:2 verloren. Das gilt es auszubügeln, auch wenn wir personelle Probleme haben. Ich sehe uns nicht in der Favoritenrolle. Ähnlich ist es bei der Reserve, die auch gegen Autenried spielt, aber zurzeit personell auf dem Zahnfleisch daherkommt. Deshalb werde ich am Sonntag zum Teil auf Spieler zurückgreifen müssen, die noch kein Training absolviert haben.

Vor ihrem Amtsantritt bei der SG Kammeltal waren Sie Trainer beim SC Ichenhausen, SC Bubesheim, FC Silheim, TSV Niederstotzingen, TSV Wasserburg und FC Straß. An welchen dieser Stationen haben sie die besten Erinnerungen?

Menck: Für einen Trainer ist jede Erfahrung, die er in einem Verein sammelt, eine Bereicherung für die weitere Entwicklung. Positiv wie auch negativ.

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