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Blasmusik

31.03.2015

Wie ein Abend im Kino

Die für langjähriges aktives Musizieren geehrten jungen Musiker nahmen Hans Spörer, der seit 65 Jahren musiziert und den Verein aktiv mitgestaltet, in ihre Mitte.
Bild: Emil Neuhäusler

Beim Konzert der Musikvereine Hochwang und Oxenbronn dreht sich nicht nur das Programm ums Filmthema

Als Aufbruch in das neue Jahr und in die neue Saison wertete Hans Klement, Vorstand des Musikvereins Hochwang, in seiner Begrüßung das gemeinsame Frühjahrskonzert der Musikvereine aus Hochwang und Oxenbronn am Sonntagabend. Am Ende des Konzertes stand die Erkenntnis: Es war ein gelungener Auftakt. Unter dem Motto „Movies, Musicals… and more“ weckten die über 40 Musiker Erinnerungen an unvergessene Szenen mit populären Schauspielern aus vielen weltberühmten Filmen und Musicals. Das Publikum im voll besetzten Musikheim Hochwang war begeistert.

Schon beim Betreten des Saales merkte der Zuhörer, dass etwas Besonderes auf ihn wartet. Werbeplakate für Filme und Filmrollen schmückten die Wände, Scheinwerfer strahlten von der Decke und das Licht war gedimmt. Sogar auf eine Bewirtung während des Konzerts wurde verzichtet, um das Ambiente eines Kinosaals zu verwirklichen. Punkt 20 Uhr ging das Licht ganz aus und Spots richteten sich auf die einmarschierenden Musiker, die vom Publikum mit herzlichem Applaus begrüßt wurden. Noch einmal schwoll der Beifall an, als Dirigent Thomas Engel ins Rampenlicht trat und mit seinem Dirigentenstab das Startzeichen für „Mission Impossible“ gab. In erster Linie erhielt hier die Bassgruppe Gelegenheit musikalischen Spürsinn zu beweisen. In blitzsauberen Stakkatis rückten die Blechinstrumente, in Takt und Ansatz wie aus einem Guss, an und empfahlen sich als Geheimagenten im Stile von Tom Cruise.

Dann kündigte Moderator Herbert Wirth, Vorsitzender des Musikvereins Oxenbronn, das Eintauchen in die Welt der Vampire an. Das Schlagwerk einschließlich der Becken und Kleinpercussion bildete mit den Posaunen einen gespenstischen Hintergrund, vor dem Klarinetten, Flöten und Saxofone den „Tanz der Vampire“ aufführten. Es folgte „Gabriel‘s Oboe“ von Ennio Morricone aus dem Film „Mission“. Ganz still wurde es im Saal, als Jörg Miller mit dem warmen Klang seines Tenorhorns die innige, zu Herzen gehende Melodie interpretierte.

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In „Highlights from Robin Hood“ unterstützten die Musiker den englischen Helden in seinem erbitterten Kampf gegen den Sheriff von Nottingham, dessen Gefährlichkeit und Rastlosigkeit in kurzen Tonansätzen und gegenläufigen Tonformationen Ausdruck fanden. Mit Fanfaren begann im Mittelteil der Übergang zu harmonischen Legati, bevor noch einmal das hektische Anfangsmotiv aufgegriffen wurde. Mit großer Hingabe bereiteten die melodieführenden Tenorhörner in „I will follow him“, dem Titelsong aus „Sister Act“, dem Publikum echte Gänsehaut.

Kurz und schwungvoll begann der zweite Teil mit der Titelmelodie der Krimiserie „Hawaii Five-O“. Beim Ausflug in den afrikanischen Urwald durften die Zuhörer in „König der Löwen“ aus den Melodien die Kluft zwischen Gut und Böse oder Simba und Scar miterleben. Mit Dissonanzen und feinen Zungenstößen eröffnen die Klarinetten die Filmmusik zu „Skyfall“. Saxofone spielen die Melodie hinein, das Schlagzeug rollt die anderen Register auf und es entwickelt sich die von Spannung geladene James-Bond-Atmosphäre.

Der Konzertmarsch „Neues Leben“ und die böhmische Polka „Am Puls der Zeit“ sowie die beiden von den Zuhörern begeistert herbeigeklatschten Zugaben, darunter eine Polka und ein Dixie, waren ein gerne angenommenes Angebot an die Liebhaber der traditionellen Blasmusik.

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