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Versorgung

10.07.2020

Wie sieht es mit Landensbergs Wasserversorgung aus?

Der Gemeinderat Landensberg informierte sich über den Stand der Wasserversorgung, speziell hinsichtlich der beiden Brunnen.
Bild: Peter Wieser

Gemeinderat informiert sich über die beiden Brunnen und deren Probleme. Mit welchen Themen sich das Gremium auf der jüngsten Sitzung noch beschäftigt hat

Zur Sicherstellung einer ausreichenden Wasserversorgung hatte der Landensberger Gemeinderat den Wunsch nach Informationen hinsichtlich der beiden Brunnen geäußert. In der Sitzung am Mittwoch informierte Ulrich Kwasnitschka vom Augsburger Ingenieurbüro Ingeo, welches die Gemeinde in der Vergangenheit betreut hat, zur aktuellen Situation und den Problemen.

Im Oktober 2019 war der in den 1960er-Jahren errichtete Brunnen einst chemisch regeneriert worden, nachdem festgestellt worden war, dass dieser aufgrund der hohen Eisen- und Mangangehalte stark verockert war. Nicht diese Ablagerungen seien die Problematik, sondern ihr Alter, welches diese mit der Zeit immer härter werden ließen, so Kwasnitschka.

Das fortschreitende Altern des Brunnens werde ebenfalls einen Leistungsrückgang mit sich bringen. Je weniger man ihn nutze, um so länger werde er demnach zur Verfügung stehen. Auch wenn in den vergangenen Jahren ein Rückgang zu verzeichnen ist, weist Brunnen Nummer zwei hohe Nitratwerte auf. Durch das Mischen des Trinkwassers mit dem aus Brunnen eins liege man weit unter dem Grenzwert. Das Entscheidende jedoch sei, zu wissen, wo die Nitratzutritte herkämen.

Mit Zuflussuntersuchungen würden sich Hinweise darauf ableiten lassen und in welchen Schichten diese geschehen. Eine kurzzeitige Leistungserhöhung von Brunnen eins zur Überbrückung während dieser Zeit würde kein Problem darstellen, auch könne dieser den Trinkwasserbedarf abdecken. Gleichzeitig empfahl Kwasnitschka kürzere Reinigungsintervalle, um Veränderungen ermitteln zu können und Werte für weitere Entscheidungen zu erhalten. Kwasnitschka informierte auch über die Erkundungsbohrung für einen neuen Brunnenstandort im Bereich des Freyberger Hofs. Dazu gibt es eine Zweckvereinbarung zwischen den Gemeinden Haldenwang, Landensberg und dem Zweckverband zur Wasserversorgung der Gemeinden Röfingen und Haldenwang. Das Ganze werde jedoch noch Jahre in Anspruch nehmen.

Hinsichtlich der bayerischen Gigabitrichtlinie wurde auch in Landensberg beschlossen, die Firma Corwese für eine Markterkundung und, falls erforderlich, weitergehend mit einer Durchführung des Auswahl- und Förderverfahrens zu beauftragen. Für den Zeitraum vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2022 wird die Gemeinde Landensberg mit den Lechwerken einen neuen Energieliefervertrag abschließen. Es sei eine deutlich einfachere Kommunikation und die Preisunterschiede gegenüber anderen Anbietern seien äußerst gering, betonte Bürgermeister Johannes Böse.

Die Beschaffung zweier weiterer Hundetoiletten wurde ebenfalls beschlossen. Nachdem die bisherigen sehr gut angenommen würden, sollte dies auch weiter ausgebaut werden. Eine der Hundetoiletten soll sich am Ortsausgang in Glöttweng in Richtung Roßhaupten befinden, nachdem in der Vergangenheit die Hundebeutel immer wieder im Abfallbehälter bei der Bushaltestelle entsorgt wurden.

Der Krankenpflegeverein Burgau sowie die katholischen Dorfhelferinnen und Betriebshelfer erhalten dieselben Zuschüsse wie bisher auch. Über den Antrag des katholischen Pfarramts Heilig Kreuz in Landensberg auf Bezuschussung der Kosten für die Erneuerung der Glockenanlage in der Kirche in Höhe von etwa 9200 Euro wurde noch nicht entschieden. Die Gemeinde hatte bereits die Kosten für das Hammerwerk, circa 2100 Euro, komplett übernommen, mehr als der sonst übliche Zuschuss von zehn Prozent.

Dabei stellte sich die Frage: Ist das Hammerwerk Teil der Glockenanlage oder der Kirchturmuhr? In letzterem Fall wäre die Gemeinde ohnehin für das Hammerwerk zuständig gewesen und könnte damit auch den Zuschuss für die Glockenanlage gewähren.

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