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Kreisversammlung

25.02.2015

Wieder mehr Bienenvölker und Imker im Landkreis

Bei der Kreisversammlung des Imker-Kreisverbandes wurden Sebastian Rupprecht (links) und Wilfried Baerlecken geehrt. 3. von links: Kreisverbandsvorsitzender Wolfgang Heininger, rechts daneben: Referent Guido Eich vom Institut für Bienenkunde in Celle.
Bild: Peter Wieser

Krankheiten und richtiges Auswintern beschäftigen Verbandsmitglieder. Tipps vom Bienenexperten

Wenig bekannt ist, dass die Biene als das drittwichtigste Nutztier gilt. Sie stand bei der Versammlung des Imker-Kreisverbandes im vollen Adler-Saal in Oberwiesenbach thematisch im Mittelpunkt.

Kreisvorsitzender Wolfgang Heininger sprach zunächst über die vielfach angebotenen Imkerkurse und Fortbildungen. Denn: Man lerne nie aus. Erfreut zeigte er sich über die Zahl der Bienenvölker im Landkreis. Mit 2917 waren es 2014 um 152 mehr als im Vorjahr. Auch die Zahl der Imker ist wieder gestiegen: Es sind 391 – 36 Imker mehr als im Jahr 2013. Sehr gut angenommen würden die beiden Stockwaagen. Der Kreisverband überlege sich sogar die Anschaffung einer dritten, die im südlichen Landkreis bei Ziemetshausen platziert werden könnte. Großer Beliebtheit erfreut sich auch die Belegstelle Scheppacher Forst. Daneben ging Heininger auf die Neuerungen bei der Imker-Global-Versicherung ein: Nicht mehr mit eingeschlossen seien Inventar, wie Bienenhäuser und Vorräte. Diese müssten über separate Versicherungen abgedeckt werden.

Wiesenbachs Bürgermeisterin Ilse Thanopoulos lobte das Engagement von Wolfgang Heininger, der erst vor Kurzem die Nachfolge des bisherigen langjährigen Vorsitzenden Wilfried Baerlecken übernommen hatte.

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Man könne zwar auf ein Jahr Seuchenfreiheit zurückschauen, doch müsse man trotzdem auch für die Zukunft gewappnet sein, sagte Dr. Franz Schmid vom Staatlichen Veterinäramt in Günzburg. Daneben wies er auf die Meldepflicht der Bienenvölker hin. „Wer Bienen in die Flur stellt, muss sie mit seinem Namen und seiner Adresse kennzeichnen.“ Ebenso seien die Anwendungen, wie die Völker behandelt wurden, im Bestandsbuch zu notieren. Ein Dorn im Auge seien ihm Altglascontainer als Infektionsquellen der Krankheit Faulbrut. Nicht ausgespülte Honiggläser können Erreger verbergen, mit denen Bienen in Kontakt kommen und die dann mit in den Bienenstock gelangen können.

Humorvoll doch nicht weniger informativ gab Guido Eich, Diplombiologe am Institut für Bienenkunde in Celle, wichtige Ratschläge über die Auswinterung von Bienenvölkern, einen Gesundheitscheck und eine erste Erweiterung der Honigfreigabe. Ebenso ging der Bienenzuchtberater, der in Niedersachsen rund 5500 Imker betreut, auf Themen wie Vorbereitung auf die Saison, erste Völkerdurchsicht aber auch auf die Vorbeugung gegen Bienenkrankheiten wie Nosemainfektion, Amöbenruhr oder Maikrankheit ein. Dass die Varroamilbe im toten Bienenvolk noch gut zwei Wochen weiterlebe und das Hauptproblem dabei die Viren im Futter seien, war unter anderem eine der Antworten auf die Fragen der Besucher der Veranstaltung.

Der Frühling kommt – das zeigte schon die Dekoration mit den vielen bunten Primeln auf den Tischen – und es gibt einiges zu tun. Eine gute Honigernte, das wünschte Vorsitzender Heininger allen Imkern. (wpet)

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