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Bauausschuss

29.04.2015

Wieder nerven die Werbetafeln

Bald könnten vier Plakatwände innerhalb von 100 Metern an der Günzburger Straße in Ichenhausen stehen

Vielleicht hat die Stadt Ichenhausen diesmal ja mehr Glück. Bisher jedenfalls hat es gar nichts genutzt, wenn sie das gemeindliche Einvernehmen zu großflächigen Plakatwerbetafeln verweigert hat. Das Landratsamt als Baugenehmigungsbehörde hat trotzdem Ja gesagt. Diesmal, so hoffen Bürgermeister Robert Strobel und die Mitglieder des Bauausschusses, könnte die Ablehnung von zwei Bauanträgen für Werbetafeln aber erfolgreich sein.

Auf dem Grundstück unterhalb der Musikschule an der Neuen Bahnhofstraße und an der Günzburger Straße in Ichenhausen ist jeweils eine Baugenehmigung für eine Werbetafel beantragt, die an der Neuen Bahnhofstraße soll sogar beleuchtet werden, „blendfrei angestrahlt“, heißt es dazu in der Sitzungsvorlage.

Stadtrat Hans-Joachim Hofmann meinte dazu: „Das nervt ja schon wieder“ und erkundigte sich nach einer Möglichkeit „endgültig mal Nein zu sagen“ – sonst hätte man an der Günzburger Straße demnächst vier dieser großen Plakattafeln auf einer Strecke von nicht mehr als 100 Metern.

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Mit einer „unzumutbaren Häufung“ solcher Werbeanlagen in der Kernstadt will auch Bürgermeister Strobel die vom Bauausschuss einstimmig geäußerte Ablehnung der beiden Bauanträge gegenüber dem Landratsamt begründen, in der Hoffnung, dass das Kreisbauamt diesmal nicht gegen den Wunsch der Stadt die Werbetafeln doch genehmigt.

Arg viel mehr als ein frommer Wunsch ist das momentan aber nicht, weshalb Stadtrat Reinhold Lindner dringend empfahl, sowohl den Bayerischen Städtetag als auch den Bayerischen Gemeindetag einzuschalten. Diese Verbände, so Lindner, sollten sich dafür stark machen, dass Kommunen in solchen Fragen mehr Einflussmöglichkeit bekommen. Es sei schon „sehr, sehr unbefriedigend“ für eine Kommune, wenn sie ein derartiges Bauvorhaben ablehnt und vom Landratsamt überstimmt wird.

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