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Jettingen

27.11.2018

Winterzauber bringt 80 Musiker auf die Bühne

Beim Konzert des Blasmusikvereins Jettingen präsentierten sich mit dem Generationenorchester knapp 80 Musikerinnen und Musiker dem Publikum. Bei der „Großen Weihnachtspartita“, der kompletten Weihnachtsgeschichte von Alfred Bösendorfer, wirkten Jana Linzmeier und Leopold Brenner als Gesangssolisten mit.
Bild: Peter Wieser

Beim Blasmusikverein Jettingen machen alle Generationen gemeinsam Musik. Und die Bläserschule feiert ein Jubiläum.

Sicherlich hatte sich der eine oder andere gefragt, warum denn da ein großer Ohrensessel auf der Bühne stand. So ein Ruhesessel würde eigentlich eher dem Bürgermeister zustehen, bemerkte Jettingens Bürgermeister Hans Reichhart scherzend, nachdem sich Dirigent Christian Weng entspannt darin niedergelassen hatte – offensichtlich, um sich noch auf das Konzert zu konzentrieren. Reichhart sprach aber auch von einer Erfolgsgeschichte zweier Marktgemeinden: Seit 25 Jahren gibt es die Bläserschule Mindeltal. Das Konzert „Winterzauber“ des Blasmusikvereins Jettingen am Sonntag in der voll besetzten und fast schon zu engen Turn- und Festhalle Jettingen bildete das Abschlusskonzert zum Jubiläumsjahr. Aber es werde ja bald eine neue Halle geben, gab Dirigent Weng gelassen aus seinem Sessel heraus kund.

Mit der Bezeichnung „Erfolgsgeschichte“ hatte Bürgermeister Reichhart recht: Rund 50 junge Musikerinnen und Musiker unter der Leitung von Sarah Weng, allein zwölf davon am Schlagwerk, eröffneten mit dem „Little Drummer Boy“ das Konzert und gaben mit einer Weihnachtssuite in drei Sätzen und einem fröhlichen „Jingle Bells“ einen Vorgeschmack auf die Adventszeit.

Weihnachtliches Karibik-Feeling

Beschwingt, peppig und im Calypso-Style ließen im Anschluss die ebenfalls fast 50 Musiker des Blasmusikvereins Jettingen mit Philip Sparke’s „Mary’s Boychild“ ihren Instrumenten freien Lauf – weihnachtliches Karibik-Feeling in Jettingen. Mit spannenden Akkorden, außergewöhnlichen Klangteppichen und schneebedeckten Winterlandschaften auf der Leinwand im Hintergrund luden sie das Publikum mit dem Konzertwerk „Him“ von Stephen Melillo ein, sich auf ein kurzes Gedankenexperiment einzulassen. Erst „Polish Christmas Music“ des Komponisten Johan de Meij, einer archaisch anmutenden bis hin zu zierlich filigraner Zusammenstellung polnischer Weihnachtslieder, erlaubte es den Gästen, sich nach diesem anspruchsvollen Klangerlebnis wieder zurücklehnen zu dürfen.

Nach der Pause wurde es auch auf der Bühne voll: Jetzt hatten sich knapp 80 Musikerinnen und Musiker aus Jugendkapelle und Blasmusikverein zu einem großen symphonischen Blasorchester um Dirigent Christian Weng formiert. Mit Stephen Melillo’s „Triumph at Cho Sin“ wurde deutlich, mit welcher Kraft sich das Generationenorchester aus allen Altersklassen nun präsentierte.

Diese galt es allerdings auch für den Höhepunkt etwas zu bändigen: nämlich für die „Große Weihnachtspartita“, die komplette Weihnachtsgeschichte in zehn Sätzen von Alfred Bösendorfer, vertont für große Blasorchester. Den Ohrensessel hatte nun Martin Weng in der Rolle des Erzählers eingenommen und Jana Linzmeier und Leopold Brenner verkündeten mit faszinierender gesanglicher Perfektion die frohe Botschaft von dem neugeborenen König und was in dem Stall in Bethlehem in der Heiligen Nacht geschah.

Kaum ein anderes Stück hätte diesem großen Konzert einen noch größeren Abschluss bereiten können: „Gabriellas’s Song“, die Filmmusik von Stefan Nielsson zu dem schwedischen Kinofilm „Wie im Himmel“ und nach dem Arrangement von Kurt Gäble. Und weil es schön war, präsentierte das Generationenorchester einen Teil des berührenden Stückes und mit Alina Vogel als weitere Gesangssolistin gleich ein zweites Mal.

„Sagenhaft und einfach toll in der bevorstehenden Weihnachtszeit“, meinte eine Besucherin. Und die hatte recht: ein großes Konzert, ein großer Beifall für ein großartiges Miteinander in einem gewaltigen Orchester.

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