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Auszeichnung

12.10.2011

Wo Bierprüfer Bier genießen können

„Der Verband sucht stets einen Gastgeber, der sich von den üblichen Brauereien unterscheidet.“Stefan Stang, Geschäftsführer der Privaten Brauereien Deutschlands

Juroren des European Beer Star Award treffen sich zum Finale in der Schlossbrauerei Autenried

Autenried Was dem Wein billig, soll dem Bier recht sein. Und so gibt es, außerhalb der Gilde der professionellen Biergenießer weitgehend noch unbeachtet, seit geraumer Zeit eine ganz offizielle Bierverkostung mit der Prämierung: „European Beer Star Award“, die sich nur einem einzigen Grundsatz verschrieben hat: dem Genuss. Initiiert und ausgerichtet vom Verband der Privaten Brauereien Deutschlands hat sich der Preis, seit er 2004 erstmals ausgelobt wurde, zu einem weltweit anerkannten und begehrten Objekt der Begierde für ambitionierte Brauer entwickelt. Die Auszeichnung, so die Initiatoren, würdigt die besten Biere der Welt, die nach der europäischen Brautradition gebraut werden. Zur Abschlussveranstaltung trafen sich die Bierprüfer jetzt in der Schlossbrauerei in Autenried.

In diesem Jahr schickten Brauereien aller Größe und Struktur insgesamt 1113 Biere zur Prüfung ein. 95 anerkannte Bierkenner, überwiegend Brauer, Biersommeliers und Fachjournalisten, aus 25 Ländern nahmen sich in der Kaderschmiede der süddeutschen Brauer, der Brauakademie Doemens in München, die anonymisierten Proben zur Blindverkostung vor. Eingeteilt waren die aus 39 Ländern eingegangenen Biere europäischer Brautradition in 49 Kategorien, in denen jeweils eine Gold-, eine Silber- und eine Bronzemedaille vergeben werden. So exotisch die Herkunft der Prüfer, so exotisch nahmen sich auch die Produktionsländer aus: Thailand und Myanmar waren ebenso vertreten wie Südafrika oder Neuseeland, Biere aus Nord-, Mittel und Südamerika standen zur Verkostung ebenso an wie deutsche und die aus unseren Nachbarländern. Wer schließlich in seiner Kategorie als Sieger hervorgehen wird, erfahren die Brauer erst vor der Brau Beviale in Nürnberg.

In den vergangenen Jahren als Sieger mit dabei war die Schlossbrauerei Autenried, die in diesem Jahr die Ehre hatte, den Abschlusstag des Wettbewerbs zu gestalten. Wie der Geschäftsführer der Privaten Brauereien Deutschland, Stefan Stang gegenüber unserer Zeitung erläuterte, war nicht die Preisträgerschaft das Auswahlkriterium: „Der Verband sucht stets einen Gastgeber, der sich von den üblichen Brauereien unterscheidet.“ Bei den hochkarätigen Jurymitgliedern und deren breit gestreuter Erfahrung eine echte Herausforderung, der Schlossbrauerei-Chef Rudolf Feuchtmayr jederzeit gerecht geworden sei.

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Feuchtmayr erläuterte seinen Gästen das Besondere seines Unternehmens, das das Bier vom Halm bis zum Glas produziere und gestalte. Die vielfach ausgezeichnete Kreislaufwirtschaft und umweltverantwortliche Unternehmensstruktur sei nicht nur eine Forderung, sondern im Denken aller Mitarbeiter verhaftet, ein Denksystem, dem sich die Schlossbrauerei mit all ihren Wirtschaftseinheiten unterworfen habe. Und zu guter Letzt sei es das gelebte Credo: Bier erleben, das mit dem neuen Gasthof und Hotel eine neue Dimension erhalten hätte.

Beim anschießenden Rundgang durch die Betriebsstätten konnten sich die Bierexperten von der Umsetzung des Denksystems überzeugen.

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