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Fußball-Landesliga

18.10.2019

Wo ist die Leichtigkeit des SC Ichenhausen geblieben?

Auf der Suche nach dem persönlichen Erfolgserlebnis: SCI-Neuzugang Alexander Sigl.
Bild: Ernst Mayer

Die Mannschaft von Trainer Oliver Unsöld steckt in der Krise. Klappt’s nun im Heimspiel gegen Aufsteiger TSV Jetzendorf?

Der Trend ist kein Freund des SC Ichenhausen, aber die Stimmung bei den Königsblauen spricht gegen den Trend. In diesem Gefühlsmix bereiten sich die Landesliga-Fußballer auf ihr Heimspiel gegen den TSV Jetzendorf vor. Anpfiff im Hindenburgpark ist am Samstag, 19. Oktober, um 14 Uhr.

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Der Unterschied zwischen Schein und Sein

In der Tabelle befindet sich der Tabellendritte der Vorsaison am Rande der Abstiegszone. Der eine oder andere in der Mannschaft tut sich bestimmt schwer, das als Realität anzuerkennen – immerhin schien vor der aktuellen Saison alles auf ein ganz solides Landesliga-Jahr hinzudeuten. Doch Schein und Sein sind verschiedene Ebenen und so zählt es zu den eher undankbaren Aufgaben für Trainer Oliver Unsöld, seinen Jungs genau diesen Sachverhalt klarzumachen und ihnen Wege zu vermitteln, die verlorene spielerische Leichtigkeit wieder zu finden.

Zur Wahrheit über die Ergebniskrise gehört natürlich auch, dass der SCI nicht immer die schwächere Mannschaft war. Als jüngstes Beispiel dient das 0:3 in Sonthofen. Der Auftritt beim Aufstiegsanwärter im Allgäu war wirklich in Ordnung und hätte eigentlich einen Zähler verdient gehabt.

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Abteilungsleiter sieht gute Mentalität

Das Schlechteste wäre sicher, in einer solchen Phase die Köpfe in den Sand zu stecken. Die Gefahr besteht vermutlich auch nicht, denn in den vergangenen Tagen wirkten die Mienen der Spieler wirklich zuversichtlich. Abteilungsleiter Henning Tatje glaubt, die notwendige Jetzt-erst-recht-Mentalität ausgemacht zu haben. „Ich bin davon überzeugt, dass über die wertvollen Tugenden Wille, Leidenschaft, Kampfgeist auch das Glück wieder zurückkehrt“, formuliert er.

Mit seiner fußballerischen Qualität entscheidend zum Richtungswechsel beitragen könnte Yannick Maurer. Seine Trainingsbeteiligung sah gut aus. Ob es nach seiner Verletzung am Fußgelenk für einen Einsatz von Beginn an reicht, ist offen. Und vielleicht wird das anstehende Heimspiel ja zum Erweckungserlebnis für einen Fußballer, der trotz aller Anstrengungen noch nicht auf seinem Wunsch-Niveau angekommen ist. In Sachen Torerfolge steht bei Neuzugang Alexander Sigl immer noch die Null. Anerkannt ist er als Spieler wie als Persönlichkeit hundertprozentig, doch ihm fehlt wie vermutlich keinem anderen im königsblauen Trikot das persönliche Erfolgserlebnis, um sich den entscheidenden Kick zu holen.

Unterdessen hat Trainer Oliver Unsöld einen wertvollen medizinischen Gedankenaustausch mit führenden Ärzten aus der Reha-Fachklinik Ichenhausen gepflegt. Von Vereinsseite wurde das Engagement der Mediziner als „tolles Signal“ der Wertschätzung gewertet.

Der Gegner hat Heim-Schwächen - wie der SCI

Der TSV Jetzendorf wurde in der vergangenen Spielzeit Vizemeister der Bezirksliga Oberbayern und stieg über die Relegation auf. Das Team aus dem Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm steht auf dem 15. Platz. Parallele: Wie auch der SC Ichenhausen hat der TSV zu Hause noch nicht allzu viel gerissen.

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