1. Startseite
  2. Lokales (Günzburg)
  3. Wohnen im Grünen statt Blumen im Laden

Bauen

19.11.2018

Wohnen im Grünen statt Blumen im Laden

Richtfest bei der „Alten Gärtnerei“ in Günzburg: Auf dem Areal, auf dem sich früher die Firma Osterlehner befand, entsteht derzeit eine Anlage mit 15 Wohn- und zwei Gewerbeeinheiten und Tiefgarage.
Bild: Peter Wieser

Wo früher die Gärtnerei Osterlehner in Günzburg war, entstehen jetzt Häuser

Dort, wo man früher Blumen kaufen konnte, entstehen derzeit drei Häuser mit 15 Wohnungen, zwei Gewerbeeinheiten und Tiefgarage. In eine derer wird eine Physiopraxis einziehen. Investor ist die Arcasa Wohnbau GmbH, vermarktet werden die Einheiten durch die VR-Bank Donau-Mindel. Beheizt wird das Gebäude über ein Blockheizkraftwerk im Haus eins, welches in Kombination mit einer Gasheizung alle Gebäude mit Wärme versorgt.

Mehr als 50 Gäste waren am Freitag zum Richtfest gekommen – neben den Vertretern der am Bau beteiligten Unternehmen und Handwerksbetriebe befanden sich auch einige der künftigen Wohnungseigentümer darunter. „Ungefähr 70 Prozent der Einheiten sind verkauft“, erklärte Wolfgang Scholz, mit Joachim Heinisch und Michael Drexl einer der drei Geschäftsführer von Arcasa. Auch wenn der Name „Osterlehner“ an der Maria-Theresia-Straße inzwischen verschwunden ist, wird dennoch Verschiedenes an das frühere Blumengeschäft erinnern: Mit den Bezeichnungen „Alte Gärtnerei“ und dem „urbanen Wohnen im Grünen“ soll in der künftigen Wohnanlage das Erbe der Gärtnerei Osterlehner aufrecht erhalten werden. Dazu tragen nicht nur die großzügig gestalteten Balkone bei. Der Abstand zwischen den Gebäuden ist ungewöhnlich breiträumig konzipiert – dort soll viel Grünfläche dominieren.

Beim Spatenstich am 4. April habe man gesagt, es müsse das Ziel sein, bis zum Jahresende den Rohbau fertiggestellt zu haben. Dies sei gelungen und er sei davon überzeugt, dass man mit der Firma Abenstein aus Ichenhausen einen hervorragenden Baupartner gefunden habe, so Wolfgang Scholz. Gleichzeitig betonte er, dass es auf der Baustelle keine Unfälle gegeben habe. „Der Deckel ist drauf“, bezog er sich auf das flach geneigte Satteldach des einen und die flach geneigten Pultdächer der beiden anderen Gebäude. Damit könne, nachdem bereits die ersten Fenster gesetzt sind, nun im Winter weitergearbeitet werden, um bis Ende nächsten Jahres die Anlage fertigzustellen.

Es sei immer schade, wenn ein alteingesessener Betrieb verschwinde, doch dies sei der Lauf der Geschichte, sagte dritte Bürgermeisterin Ruth Niemetz. Umso schöner sei es, wenn auf dem Grund etwas Neues entstehe, das den Menschen Freude bereite. In diesem Fall sei es Wohnraum, den Günzburg benötige, und der Bau werde die Stadt bereichern. Den Richtspruch sprach Zimmermeister Steffen Mack von Holzbau Mack aus Niederstotzingen: „Ein solches Werk kann nur gelingen, wenn alle fest zusammenstehen.“ (wpet)

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren