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Gemeinderat

23.11.2017

Wünsche gibt es auch schon vor Weihnachten

Für den Kleinkötzer Kindergarten sind jetzt zwei Varianten in der engen Wahl

Vor Weihnachten wächst die Spannung. Allerdings nicht nur, weil das Kleinkötzer Kindergartenteam um Leiterin Klaudia Schwarz sich mit den Kindern auf Weihnachten und das Christkind freut, sondern weil der Kötzer Gemeinderat in der Dezember-Sitzung sich dann endgültig auf eine Gebäudevariante für den Neubau festlegen will. Architekt Hermann Spiegler versprach in der jüngsten Sitzung, dass man im Dezember „mit Sicherheit einen großen Schritt weiter“ sein werde. Das hörten Vertreterinnen des Kindergartens St. Nikolaus gerne, denn ihr Favorit steht schon fest.

Zwei Entwürfe für den Neubau sind in der engeren Wahl, und für beide gilt: Es werden eigenständige Gebäude auf dem bisherigen Kindergartenareal. Die Wohnung, die Pfarrzentrum und Kindergarten bisher verbindet, wird ersatzlos abgerissen. Einem großen V ähnelt die Form von Variante Eins, die separate Eingänge für den Kindergarten und die künftige Krippe vorsieht. Das Gebäude folgt der Geländeform, ist zweigeschossig und im Inneren um ein Halbgeschoss versetzt. Fraglich ist laut Bastian Schmitt vom Pfaffenhofer Architekturbüro Spiegler, ob man bei dieser Variante tatsächlich auf einen Aufzug verzichten könnte, denn der im Obergeschoss liegende Mehrzweckraum soll auch von der im Untergeschoss untergebrachten Krippe genutzt werden können. Insgesamt bezeichnete er diesen Entwurf als „etwas komplizierter“ wegen der versetzen Geschosse.

Variante Zwei ist ähnlich, kommt aber im Unterschied zu Nummer Eins ohne versetzte Stockwerke aus. Um Barrierefreiheit zu gewähren, muss also auf jeden Fall ein Aufzug eingebaut werden. Die Architekten sehen hier nur einen Zugang vor, der in einem vorgelagerten Windfang ungefähr auf Höhe des Pfarrheims positioniert sein soll. Ein separater Zugang für die im Untergeschoss Richtung Süden vorgesehene Kinderkrippe sei aber auch hier denkbar, sagte Schmitt auf die Frage von Drittem Bürgermeister Valentin Christel, der getrennte Eingänge „ganz praktisch“ finden würde.

Wie sich der Alltag im Kindergarten und in der Kinderkrippe möglichst reibungslos gestalten lässt, das hatten die Architekten vorab in Gesprächen mit der Kindergartenleitung, dem Bistum – Träger des Kindergartens ist die katholische Kirche – und der Gemeinde ausgelotet. „Ganz klar“ habe sich Kindergartenleiterin Schwarz für Variante Zwei ausgesprochen, berichtete Spiegler im Gemeinderat.

Den Bürgervertretern gefällt an dieser Variante auch der große Mehrzweckraum, der mit mobilen Wänden ausgestattet werden soll, sodass auch der Flur mit einbezogen werden kann und ein großer, zentral im Gebäude liegender Veranstaltungsraum entsteht. Sogar an einen direkten Zugang vom Mehrzweckraum zum Garten haben die Planer gedacht. Der Nachteil bei Variante Zwei: Im Garten würden umfangreichere Erdarbeiten notwendig, um das zweistöckige Gebäude gut in das abfallende Hanggrundstück einzupassen. Beide Varianten sollen teilunterkellert werden, unter anderem für Technik-und Lagerräume. Und obendrauf soll ein flaches Satteldach oder ein Pultdach kommen, „auf jeden Fall kein Flachdach“, versprachen die Planer. Bei den in der vorangegangenen Sitzung grob auf 2,2 Millionen Euro geschätzten Kosten gibt es laut Spiegler keine Änderung. Er will in der Sitzung am 19. Dezember so weit sein, dass der Bauantrag gestellt werden kann. Und dann kann es Weihnachten werden.

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