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Burgau

03.01.2019

Wunderkerzen für ein gutes neues Jahr

Neujahrsempfang der Pfarreiengemeinschaft Burgau am 1. Januar auf dem Kirchplatz der Markgrafenstadt: Das Licht einer Wunderkerze, entzündet von Stadtpfarrer Simon Stegmiller, begleitete die Grußworte zum neuen Jahr.
Bild: Peter Wieser

Frieden und Toleranz stehen beim Neujahrsempfang der Pfarreiengemeinschaft Burgau im Mittelpunkt.

Der Neujahrsempfang der Pfarreiengemeinschaft Burgau am 1. Januar, dem immer ein Gottesdienst in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt vorausgeht, findet stets in feierlicher Atmosphäre statt. In der Schale vor dem Portal brannte am Neujahrstag das Feuer, neben der Kirche leuchteten Kerzen und auf dem Kirchplatz luden Stehtische zum Verweilen ein. Mitglieder der Musikvereinigung der Handschuhmacher hatten sich neben dem Eingang eingefunden, um den Neujahrsempfang mit weihnachtlichen Stücken zu den Glückwünschen bei Sekt und Glühwein musikalisch zu begleiten.

Als fast schon traditionell bezeichnete Alfred Hins, der Vorsitzende des Burgauer Pfarrgemeinderats, den Empfang, als er den zahlreichen Gästen auf dem Kirchplatz der Markgrafenstadt ein gutes neues Jahr wünschte. Ein bisschen anders als in den Vorjahren gestaltete sich der Empfang dennoch: mit Wunderkerzen, von denen Burgaus Stadtpfarrer Simon Stegmüller zu jedem Grußwort eine entzündete – wie ein Leuchtfeuer, das den Segen und die Gnade Gottes mitgeben solle, wie er betonte.

Das Zurückblicken auf das alte Jahre zeige, dass manche der Wünsche nicht so in Erfüllung gegangen sei, wie man es vielleicht erwartet habe, wandte sich Burgaus Zweiter Bürgermeister Martin Brenner in seinem Grußwort an die Gäste. Im vergangenen Jahr habe man zahlreiche Projekte angestoßen und auch umgesetzt. Vielen seien oft kontroverse Diskussionen im Stadtrat oder in der Bürgerschaft vorangegangen. Nicht immer sei mancher mit den Entscheidungen einverstanden gewesen oder habe sie gutgeheißen.

Die grundlegenden Bestandteile der Demokratie

Aber: „Demokratie braucht Auseinandersetzungen, Streit um bessere Lösungen und Argumente“, betonte Martin Brenner. Verständigung, Konflikt und Konsens, was aber auch Toleranz verlange, seien grundlegende Bestandteile einer Demokratie. Diese brauche aber auch Zeit und Teilhabe. Die Gesellschaft gebe unzählige Möglichkeiten, sich einzubringen, sie könne ohne Wegschauen und Abwenden funktionieren. „Lassen Sie uns fair und zielorientiert die richtigen Weichen für die Zukunft stellen und dabei nicht Toleranz und Gelassenheit vergessen“, sagte Brenner.

Burgaus evangelischer Pfarrer Peter Gürth sprach klar an, dass es einen Frieden nur mit Verzicht auf den eigenen Nutzen und mit einer Toleranz für die Allgemeinheit geben könne. „Tolerare“ bedeute „tragen“, einer trage die Last des anderen. So habe es Christus auch den Menschen gezeigt: nämlich wie man den Nächsten trägt. Frieden und ein gutes neues Jahr wünschte auch Pfarrer Gürth.

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