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Gemeinderat III

20.05.2015

Wundern über RWE

Das geplante Gasturbinenkraftwerk beim Atomkraftwerk war jetzt Thema in Dürrlauingen

Es sei „scho lustig“, dass der Energiekonzern RWE nun doch Pläne für ein neues Gasturbinenkraftwerk östlich des Atomkraftwerks Gundremmingen beim Landratsamt vorgestellt habe, wunderte sich Bürgermeister Edgar Ilg jetzt bei der Gemeinderatssitzung in Dürrlauingen. Zwei Wochen vorher habe der Konzern dieses Vorhaben schließlich noch vehement verneint, da es sich wohl nicht rechne. „Das tut es zwar immer noch nicht, aber scheinbar hat jetzt doch ein Scopingtermin dazu stattgefunden“, berichtete der Bürgermeister.

Scoping findet in sehr vielen Planungs-, Management- und Handlungsprozessen statt. Bei bestimmten Bauvorhaben sind im Planungsverlauf verschiedene Untersuchungen über die Auswirkungen des Projekts auf die Umwelt gesetzlich vorgeschrieben. Wichtig ist bereits der Scopingtermin. Dabei treffen sich die Vertreter verschiedener Behörden mit den nach dem Bundesnaturschutzgesetz anerkannten Naturschutzverbänden und den entsprechenden Experten.

Ilg weiter: „Unsere Gemeinde ist von den Planungen nur peripher betroffen.“ RWE plane, eine durch Dürrlauingen führende Gasleitung nur als Notversorgung zu nutzen. Die Hauptversorgung solle über Wertingen laufen, informierte Ilg. Da die Gemeinde in sämtliche Planungsprozesse eingebunden werde, hielten sich die Räte mit weiteren Diskussionen zurück. Abwarten lautete die Devise, auch wenn Gemeinderat Herbert Riehr betonte, er sehe das Vorhaben insgesamt als positiv für die ganze Region. „Es kommt halt auf das ‚Wie‘ an. Es muss als Ganzes beantwortet werden, wie genau die Trasse verlaufen soll“, betonte Riehr.

Ebenfalls abwarten und weitere Informationen einholen hieß es auch bei einer Unterstützung der Seniorengemeinschaft des Landkreises Günzburg. Der im vergangenen Jahr gegründete Verein unterstützt die gegenseitige Hilfe von und für Senioren. „Gemeinsam statt einsam“ ist das Motto des Vereins (wir berichteten). Die Mitgliedschaft für Gemeinden betrage rund 100 Euro pro Jahr. Ilg schlug vor, einen Termin mit einem Ansprechpartner des Vereins zu machen, der den Räten mehr über das Konzept und die Möglichkeiten als Helfer erklären soll. „Es ist wichtig, dass ihr darüber Bescheid wisst. Letztlich seid ihr die Multiplikatoren, die die Hilfestellungen dann an unsere Bürger und Senioren weitergeben“, sagte der Bürgermeister. Grundsätzlich wolle er die Initiative jedoch wohlwollend unterstützen. (krij)

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