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Landkreis Günzburg

26.01.2021

Zahlreiche Unfälle auf Schnee halten die Polizei auf Trab

Auf winterlichen Straßen gab es am Montag viele Unfälle.
Foto: Bernhard Weizenegger

Auf der Autobahn kam es am Montag nach starken Schneefällen zu zusätzlichen Gefahren. Das rät die Autobahnpolizei Lastwagenfahrern, dringend zu tun.

Der starke Schneefall und die dadurch glatten Straßen führten am Montag zu etlichen Unfällen, auch auf der Autobahn 8.

Vier Unfälle nahmen die Beamten der Autobahnpolizei Günzburg auf, da Eisplatten von fahrenden Sattelzügen heruntergeschleudert wurden und nachfolgende Wagen beschädigt hatten. Der Sachschaden beträgt jeweils etwa 1000 Euro. In diesem Zusammenhang richtet die Autobahnpolizei eine dringende Bitte an alle Fahrer von Schwerverkehrsfahrzeugen und Transportern: Kontrollieren Sie vor jedem Fahrtbeginn die Dächer und Planenaufbauten ihrer Fahrzeuge und befreien Sie diese von Eis und Schnee. Durch herabfallendes Eis oder Schnee beim Fahren oder Bremsen darf es zu keiner Gefährdung und Schädigung andere Verkehrsteilnehmer kommen.

Hohe Strafen drohen für Lastwagenfahrer

Gemäß der Straßenverkehrsordnung muss jeder Kraftfahrer vor Fahrtantritt dafür sorgen, dass sich sein Fahrzeug in einem verkehrssicheren Zustand befindet. Dazu gehört auch, den Lastwagen von Eisplatten zu befreien. Falls nicht, begeht er eine Ordnungswidrigkeit, die mit 80 Euro Bußgeld und einem Punkt in Flensburg geahndet wird. Verursachen herabfallende Schneereste oder Eisplatte einen Verkehrsunfall, wird ein Bußgeld von mindestens 120 Euro fällig. Wird jemand dabei verletzt oder kommen besondere Umstände hinzu, wird ein Strafverfahren eingeleitet. Alle Autofahrer werden gebeten, zu diesen Fahrzeugen möglichst einen erweiterten Abstand zu halten.

Winterliche Straßenverhältnisse erschweren derzeit die Mobilität.
Foto: Bernhard Weizenegger

Zwei Autofahrer wurden nach einem Unfall auf der A8 zwischen dem Elchinger Kreuz und der Anschlussstelle Leipheim auf Schneematsch am Montagnachmittag ins Krankenhaus gebracht. Den Sachschaden gibt die Autobahnpolizei Günzburg mit etwa 36000 Euro an. Ein 24-Jähriger fuhr mit seinem Wagen auf dem linken von drei Fahrstreifen mit hoher Geschwindigkeit in Richtung München und geriet ins Schleudern. Das Auto schleuderte über alle Fahrstreifen nach rechts und schlug in die dortigen Schutzplanken ein. Letztlich krachte der Wagen gegen ein Auto, das auf dem rechten Fahrstreifen gefahren war. Beide Autos mussten stark beschädigt abgeschleppt werden. Die Feuerwehr aus Leipheim war an der Unfallstelle. Mit leichteren Verletzungen wurde eine 44-Jährige nach einem Unfall am Montagmorgen auf der A8 in ein Krankenhaus gebracht. Die Frau war zwischen den Anschlussstellen Burgau und Günzburg in Richtung Stuttgart gefahren. Aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit auf schneebedeckter Fahrbahn geriet der Wagen auf dem ganz linken Fahrstreifen außer Kontrolle und krachte gegen die Betongleitwand. Der Wagen blieb entgegen der Fahrtrichtung stehen und musste abgeschleppt werden. Die Feuerwehr aus Burgau und die Betreibergesellschaft Pansuevia halfen an der Unfallstelle. Der Schaden liegt nach Angaben der Autobahnpolizei Günzburg bei etwa 4000 Euro.

Es bleibt bei Blechschäden

Mehrere Unfälle auf glatten Straßen gab es im Bereich der Polizeiinspektion Burgau. Kurz nach 9 Uhr kam ein Autofahrer mit seinem Audi auf der Obere Maierhofer Straße in Jettingen aufgrund zu schnellen Fahrens auf Schneefahrbahn ins Schleudern. Er prallte gegen den entgegenkommenden Mercedes einer jungen Frau. Dabei wurden die Stoßstange und der Radlauf ihres Wagens beschädigt. Ebenso wurden beide linken Türen beim Audi eingedrückt. Der Gesamtschaden beträgt zirka 3000 Euro. Verletzt wurde niemand.

Ein 40-Jähriger verlor auf der Kreisstraße GZ 9 in Richtung Riedheim auf der schneeglatten Fahrbahn aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit im Kreisverkehr nahe Weißingen die Kontrolle über sein Fahrzeug. Es rutschte über die Grünfläche einer Verkehrsinsel und kam anschließend von der Fahrbahn ab. Der entstandene Sachschaden beträgt etwa 6000 Euro.

Eine 18-jährige Autofahrerin fuhr in der Blumenstraße in Kötz Richtung Kirchstraße. An der Kreuzung bremste sie ihr Fahrzeug ab, um rechts in die Kirchstraße abzubiegen. Weil sie zu schnell war, geriet der Wagen auf der glatten Fahrbahn ins Rutschen und stieß mit einem entgegenkommenden Auto einer 32-Jährigen zusammen. An beiden Fahrzeugen entstand ein Sachschaden von etwa 4500 Euro.

Ebenfalls in Kötz geriet der 56-jährige Fahrer eines Lastwagens auf einem öffentlich zugänglichen Firmenparkplatz in der Industriestraße auf der winterglatten Fahrbahn ins Rutschen und prallte ins Heck einen geparkten Autos. Der Schaden beträgt zirka 3000 Euro.

Ein 29-Jähriger fuhr auf der Kreisstraße GZ 3 von Anhofen Richtung Schneckenhofen. Die Kreuzung an der Staatsstraße 2023 wollte er geradeaus überqueren. Vermutlich zu schnell rutschte er mit seinem Fahrzeug in ein Wegweiserschild. Es entstand ein Schaden von etwa 2000 Euro. (zg)

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