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Fußball

30.04.2019

Zekeriya Dinc: „Diese Chance kommt vielleicht nie wieder“

Zekeriya Dinc

Zum Kreis-Finale Donau erwartet Türk GB Günzburg den FC Maihingen. Der Sieger darf auf bayerischer Ebene ran. Nicht nur diese Aussicht motiviert die Gastgeber.

83 Mannschaften sind im vergangenen Sommer in den Toto-Pokal auf Ebene des schwäbischen Fußball-Kreises Donau gestartet. Nach sechs Spielrunden sind die zwei Erfolgreichsten übrig geblieben. Zum Endspiel treffen sich am Maifeiertag Türk GB Günzburg und der FC Maihingen. Anpfiff im Auwaldstadion ist um 16 Uhr.

In der Liga sind beide Finalisten durch

Das Heimrecht für die Günzburger ergab sich aus dem Pokal-Gesetz, nach dem der klassentiefere Verein auf eigenem Platz spielen darf. Türk GB ist souveräner Spitzenreiter der Kreisklasse West 2 und steht bei noch zwei verbleibenden Punktspielen auch schon als Meister fest. Maihingen ist derzeit Siebter der Kreisliga Nord; nach oben wie nach unten wird sich da nicht mehr viel bewegen. Beide Teams können also gleichermaßen fokussiert ins Endspiel starten.

Immerhin geht es am Mittwoch um Ruhm und um gutes Geld. Der namensgebende Hauptsponsor hält für den Kreis-Gewinner 750 Euro bereit, der Verlierer darf immerhin 200 Euro einstreichen. Die beiden Halbfinalisten TSV Ziemetshausen und SpVgg Deiningen hatten jeweils 100 Euro erhalten. Anschließend lockt ein womöglich noch größerer Preis: Alle Kreis-Sieger dürfen in der ersten Hauptrunde antreten und besitzen das Recht, sich dafür einen Wunschgegner auszusuchen. In der Vergangenheit standen für Teams aus der Region unter anderem Mannschaften wie FC Memmingen und FV Illertissen (beide Regionalliga) auf der Liste. Für diese Aussicht allein sollte es sich aus Fußball-Perspektive doch lohnen, im Kreis-Finale wirklich alles zu geben.

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Maihingen kommt mit Respekt und Mut

Die Nordrieser sprechen im Vorfeld der Partie von einer 50:50-Chance. Abteilungsleiter Philipp Stimpfle sagt, man habe Türk GB zwar nicht beobachten können, schätze die Günzburger jedoch als „sehr spielstark“ ein. „Die Gastgeber haben die beste Abwehr in ihrer Liga,“ weiß der Funktionär. Allerdings wisse man auch um die eigenen Stärken. „Falls wir die auf den Platz bringen, sehe ich sehr große Chancen, das Finale zu gewinnen“, sagt Stimpfle weiter. Die Maihinger müssen auf Mittelfeldspieler Raphael Stimpfle verzichten, der sich vor gut einem Monat beim Spiel in Hainsfarth das Schlüsselbein gebrochen hatte.

Günzburg warf schon drei Kreisligisten raus

Zuversicht strahlen auch die Gastgeber aus. Sportleiter Zekeriya Dinc verweist darauf, dass seine Mannschaft im laufenden Wettbewerb bereits drei Kreisligisten bezwungen hat. Ob glücklich (das Halbfinale gegen den TSV Ziemetshausen endete 1:1 und ging ins Elfmeterschießen) oder deutlich (das 4:0 im Viertelfinale gegen den SV Waldstetten deutete früh an, dass Türk GB auch eine Spielebene höher wettbewerbsfähig sein wird), spiele in der Rückschau keine Rolle. Wichtig sei allein, am Mittwoch erneut als Sieger vom Platz zu gehen. Entsprechend spornt der 47-jährige Funktionär seine Fußballer an, indem er sagt: „Wir müssen richtig Gas geben, denn wir wollen diesen Pokal haben. Diese Chance kommt vielleicht nie wieder.“

Sie kommt auch zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte. Entsprechend motiviert dürfte das Stammpublikum der Günzburger sein. Weil jedoch Finale ist, „erwarten wir um die 500 Zuschauer“, sagt Dinc. Unter ihnen werden auch einige Prominente aus Politik, Wirtschaft und Sport sein.

Spielbälle als Belohnung für Pokal-Einsatz

In der Halbzeitpause erhalten alle Vereine aus dem Landkreis Günzburg, die mindestens das Achtelfinale erreicht hatten, einen Spielball. Für ihren Pokal-Einsatz belohnt werden SpVgg Ellzee, FC Grün-Weiß Ichenhausen, VfR Jettingen, Türk GB Günzburg, TSV Offingen, SV Waldstetten, TSG Thannhausen, SG Reisensburg-Leinheim und TSV Ziemetshausen.

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