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Ziel Bayernliga: Die richtige Strategie für den SC Ichenhausen

Kommentar Von Jan Kubica
16.09.2020

Plus Der SC Ichenhausen hat den Bayernliga-Aufstieg als Ziel formuliert. Das ist auch völlig in Ordnung - aber eine Gefahr besteht.

Der SC Ichenhausen will also nach oben, in die Fußball-Bayernliga. Nicht sofort. Und schon gar nicht um jeden Preis. Aber auf Sicht, innerhalb der nächsten drei Jahre. Und das ist genau die richtige Strategie.

2014 stiegen die Königsblauen in die Landesliga auf. Seitdem sind sie fester Bestandteil der sechsthöchsten Spielebene im deutschen Fußball. Einmal, im Frühjahr 2019, schnupperten sie sogar am Aufstieg, wurden am Ende Tabellendritte – ihr größter Teamerfolg aller Zeiten.

Welche Ziele, bitteschön, sollen sich Fußballer und Entscheider eines Vereins in derart solider Lage setzen? Sollen sie den Klassenerhalt für alle Ewigkeit zum Maß aller Dinge erheben?

Andere setzen falsche Signale

Sollen sie dem Beispiel so vieler anderer Vereinsfunktionäre folgen, die selbst nach Spitzenpositionen in Serie für die nächst folgende Saison beständig betonen, sie würden gerne erneut oben mitspielen? Das kann’s ja auch nicht sein – zumal es vor allem jungen Fußballern von vornherein ein Alibi für den Fall des Nichtaufstiegs schenkt.

Der neue Kurs des SC Ichenhausen kommt auch zur rechten Zeit, nämlich unmittelbar nach einer gefühlt ewig währenden Zwangspause, nach Monaten jedenfalls, in denen viele Sportler jegliche Motivation verloren haben. Sich zum Neustart ein derart hohes Ziel zu setzen, verschafft allen Beteiligten Rückenwind.

Saison hält noch Fallstricke bereit

Der darf allerdings nie Übermut erzeugen. Die größte Gefahr für die Ichenhauser besteht nämlich darin, dass sie über ihren hochfliegenden Traum den steinigen Weg dorthin aus den Augen verlieren. Diese corona-bedingt über zwei normale Spielzeiten gestreckte Saison hält noch einige Fallstricke bereit. Und in Stein gemeißelt ist der Ligaerhalt natürlich längst nicht; in der Fußball-Geschichte scheiterten schon unzählige Mannschaften, die eigentlich zu gut waren, um abzusteigen.

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