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26.03.2009

"Zuerst wir, dann ich"

Unterknöringen Melli, Sabi, Jana und Andi - hinter diesen vier Namen versteckt sich das Erfolgsquartett der Tischtennis-Abteilung im SV Unterknöringen. Nach dem unangefochtenen Titelgewinn in der Bayernliga Süd (das ist die höchste Spielklasse in dieser Altersstufe) peilen die vier Mädchen jetzt die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft an. Dazu benötigen sie noch einen Sieg: Kontrahent im Spiel um die Bayerische Meisterschaft am 1. Mai ist der Nord-Meister, der höchstwahrscheinlich FC Chamerau heißen wird.

Das Geheimnis des Erfolgs steht den jungen Sportlerinnen beileibe nicht ins Gesicht geschrieben. Die vier jungen, hübschen Mädchen im Alter von 14 bis 17 Jahren kichern und unterhalten sich über die alltäglichen Dinge, die einen Teenager eben so interessieren. Doch sobald sie an der Tischtennis-Platte antreten, stehen Ehrgeiz und der unbedingte Wille zum Sieg im Vordergrund, verrät die in der vergangenen Saison ungeschlagene Mannschaftsführerin Melanie Beurer. "Wir geben einander Tipps, motivieren und ergänzen uns gegenseitig. Da kann man immer noch ein paar Prozent mehr aus sich herausholen", fügt ihre 15-jährige Zwillingsschwester Sabrina hinzu.

Stets gilt bei den Mädchen das Motto: "Zuerst wir, dann ich." Dieses homogene Miteinander ist wohl der ausschlaggebende Faktor für den überregionalen Erfolg. "Natürlich gibt es hier und da kleinere Streitigkeiten", gibt die Jüngste, Andrea Konrad (14), zu. "Aber die sind spätestens am nächsten Tag wieder aus der Welt geschafft." Nicht umsonst sind die beiden Schülerinnen Sabrina und Andrea außerhalb der Halle beste Freundinnen.

Der Erfolg bringt natürlich auch seine Schattenseiten mit sich: Der hohe Zeitaufwand für das Training unter der Woche und vor allem die Auswärtsfahrten am Wochenende belasten die Mädchen neben ihren Aufgaben für die Schule. Die Gymnasiastin Jana Fischer räumt ein: "In der Woche kommen wir manchmal schon auf etwa sieben Trainingsstunden plus die Spieltage, die manchmal einen ganzen Samstag verschlingen. Aber mit meinen Mädels macht es ja auch Spaß und mein Freund versteht das auch, denn er spielt ja selbst auch Tischtennis." Umso mehr freuen sich die Teenies, wenn ihre sportlichen Leistungen von Freunden und Bekannten bemerkt und gewürdigt werden. Die Eltern stehen ohnehin voll und ganz hinter den Mädchen. Nicht zu vergessen ihr Trainer Stephan Meissner und Jugendleiter Michael Fibi, der das Herz der Jugendabteilung ist. "Alle diese Personen haben einen Anteil an unserem Erfolg", resümiert das Team die vergangenen Jahre.

"Zuerst wir, dann ich"

Treue zum Verein

Daher ist es nicht verwunderlich, dass die Mädchen in dieser Zusammensetzung weiter agieren möchten. An einen Vereinswechsel denkt sowieso niemand. "Wenn man etwa seit dem achten Lebensjahr im Verein Tischtennis spielt und mit diesem Team Meistertitel errungen hat, möchte man das auch weiterhin mit derselben Mannschaft tun. Außerdem können wir auch mit den Damen weiter aufsteigen", betont Melanie Beurer.

Allerdings muss demnächst aufgrund der Altersstufen eine Entscheidung fallen, ob das Team im nächsten Jahr komplett als SVU-Damenteam antritt oder nur ein Teil der Mädchen bei den Erwachsenen mitspielt.

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