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Landkreis Günzburg 

01.06.2018

Zum Geburtstag gibt es im Turniergarten eine Parkbank

Vorsitzende Reyhan Karabulut freut sich darüber, dass der deutsch-türkische Freundschaftsverein Mozaik seit mittlerweile 20 Jahren besteht.
Bild: Helmut Kircher

20 Jahre nach seiner Gründung beschenkt der deutsch-türkische Freundschaftsverein Mozaik die Öffentlichkeit.

„Wenn man bei der Gründung von Mozaik ein zwanzig Jahre währendes Bestehen des Vereins vorhergesagt hätte“, bekundet deren Vorsitzende Reyhan Karabulut, „wir hätten es nicht für möglich gehalten“. Doch es wurde möglich. Dem 15. April 1998 folgten in der Tat 20 Jahre des gegenseitigen kulturellen Austauschs, mit dem Ziel, bestehende Vorurteile zu überwinden und beidseitig die Bereitschaft zu wecken, einander kennenzulernen und im gemeinsamen Dialog das deutsch-türkische Verhältnis auf einen gemeinsam annehmbaren Nenner zu bringen. „Schlicht und einfach miteinander ratschen“ bringt es Manfred Büchele als Mann der ersten Stunde, auf den Punkt.

Allein dadurch sei schon sehr viel erreicht worden. Maßgeblich aber seien die daraus entstandenen und gemeinsam durchgeführten Aktivitäten und Aktionen gewesen, vornehmlich die kultureller Natur: Kleinkunst, Kabarett und Theater könne man aufführen, Kulturabende türkischer Literatur, Lyrik und Lieder, Fotoausstellungen wie „Das Licht Anatoliens“ des Künstlers Cem Dogan, der dafür extra aus der Türkei angereist war. Aber auch Podiumsdiskussionen wie „Das Verhältnis von Deutschen und Türken in Günzburg“ wurden veranstaltet, an Friedensdemonstrationen und Fastenbrechen teilgenommen.

Ein schwieriger Dialog

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Zweiter Vorsitzender Hans-Christian Niemetz erinnert an zwei gemeinsame Reisen: 2013 nach Istanbul, als am Tag der Heimreise der Aufstand am Taksimplatz begann, aber man als Tourist von alldem nichts mitbekam, und 2015 nach Berlin mit Besuch des Jüdischen Museums und des Bundestags. Niemetz allerdings sieht das Verhältnis der türkischen Bevölkerung Günzburgs und insbesondere deren Vereine nicht ohne gewisse Skepsis. Die Mehrzahl der türkischen Landsleute und nahezu alle Vereine, stelle er fest, würden, wegen der offen zutage tretenden säkularen Bestrebungen des Mozaik-Vereins, jeglichen Kontakt mit ihm meiden. Ein Dialog sei extrem schwierig. „Die kochen ihren eigenen Saft“, lautet seine Einschätzung. Doch genau aus diesem Grund, betont er, sei es dringend nötig, den Weg integrativer Bemühungen weiter zu gehen.

Deshalb auch die Jubiläumsfeier, zu der alle Schulen, Kindergärten, Vereine, Institutionen, die islamische wie christliche Geistlichkeit und natürlich die gesamte Bürgerschaft eingeladen sei. Nach dem Empfang im Rokokosaal des Heimatmuseums wird Oberbürgermeister Gerhard Jauernig im Turniergarten (hinter dem Museum) das Geschenk des Vereins, eine Parkbank für die Öffentlichkeit, feierlich seiner Bestimmung übergeben. Beginn der Veranstaltung ist am Sonntag, 3. Juni, um 14 Uhr.

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