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Haldenwang

17.10.2017

Zurück zu den Zahlen

Die Verwaltungsgemeinschaft Haldenwang hat eine neue Kämmerin: Manuela Hesse.
Bild: Heike Schreiber

Manuela Hesse, bisher im Bürgerbüro der Verwaltungsgemeinschaft Haldenwang tätig, wird neue Kämmerin. Auf diesem Gebiet ist sie keineswegs ein Neuling.

Die Sucherei in der Verwaltungsgemeinschaft Haldenwang nach einem neuen Kämmerer hat ein überraschend schnelles Ende gefunden. Nachdem die Stelle von November 2016 bis Mai 2017 überhaupt nicht besetzt war, hat der bisherige Chef der Zahlen, Jochen Fischer, noch während der Probezeit gekündigt und die VG Ende September verlassen. Anstatt erneut lange extern nach einem Nachfolger zu suchen, wurde der Posten jetzt kurzfristig hausintern besetzt: Manuela Hesse wechselte Anfang dieses Monats auf eigenen Wunsch vom Bürgerbüro in die Kämmerei. Sie ist damit eine der wenigen Frauen im Landkreis Günzburg auf dem Finanzposten. Für Hesse ist es eine Rückkehr zu den Wurzeln.

Denn nach ihrer Ausbildung hatte die gelernte Verwaltungsfachangestellte 1992 in einer Kämmerei angefangen: in Burgau. Bis 1996 arbeitete sie dort, nach der ersten Elternzeit wechselte sie dann ins Bauamt, nach der zweiten Babypause war sie in der Bücherei tätig. 2008 kehrte die zweifache Mutter, die mit ihrer Familie in Dürrlauingen wohnt, der Markgrafenstadt den Rücken und fing bei der Verwaltungsgemeinschaft Haldenwang im Bürgerbüro an. Bis vor zwei Wochen war sie noch verantwortlich für öffentliche Veranstaltungen und Gewerbean- und -ummeldungen und vertrat die Standesbeamtin. Trauungen zu begleiten, sei eine tolle Sache gewesen.

Dass sie „Knall auf Fall“, wie sie es selbst ausdrückt, zur Kämmerin wurde, hat sie zum großen Teil ihrer Familie zu verdanken. Nur am Rande bekam sie mit, dass Jochen Fischer, der erst im Mai bei der VG als Kämmerer begonnen hatte, auf eigenen Wunsch das Haus vorzeitig verlassen wolle. Sie selbst habe da überhaupt keinen Gedanken daran verschwendet, vielleicht diesen Posten zu übernehmen. Damals sei sie hauptsächlich mit der Bundestagswahl beschäftigt gewesen, „die hat uns alle voll eingenommen“. Erst danach habe sie mal zu Hause erwähnt, dass in der VG schon wieder die Stelle des Kämmerers frei werde. „Warum machst Du das nicht?“, fragten Ehemann und Kinder und Manuela Hesse dachte sich: „Warum eigentlich nicht?“ Die Familie habe weiterhin oberste Priorität, doch da die Kinder mit 21 und 14 Jahren fast selbstständig sind, konnte sie einen Berufswechsel und den Schritt von der Teil- in die Vollzeit durchaus wagen.

„Die beste Lösung“

Einen besseren Vorschlag konnte sie VG-Geschäftsleiter Frank Rupprecht gar nicht machen. „Für uns ist das die beste Lösung“, findet Rupprecht. Manuela  Hesse sei perfekt, da sie mit den hausinternen Strukturen vertraut sei. Noch einmal so lange nach geeigneten Bewerbern zu suchen, wie im vergangenen Jahr, darauf konnte Rupprecht gut und gerne verzichten.

Wie berichtet, waren nach dem Wechsel von Kämmerin Bettina Schön nach Weilheim/Teck einige Monate vergangen, bis die VG mit Jochen Fischer einen neuen Chef der Zahlen bekommen hatte. Zwischen Oktober 2016 und Mai dieses Jahres war die Stelle vakant gewesen, sie musste wiederholt ausgeschrieben werden. „Gelernte Kräfte findet man nur ganz schwierig, auf dem Markt ist so gut wie nichts vorhanden“, musste Rupprecht feststellen. Zum Glück sei „in diesen stürmischen Zeiten“ Friedrich Steinle eingesprungen, der sich nach seinem Ausscheiden aus der Kämmerei in Burgau eigentlich im Ruhestand befand. Der VG-Geschäftsleiter ist froh und dankbar, dass Steinle mit seiner „unschätzbaren Erfahrung“ auch weiterhin zur Verfügung und Manuela Hesse vorerst zur Seite stehen will.

Ein Mammutprogramm wartet

Denn die 46-Jährige muss sich jetzt in kürzester Zeit in ein Mammutprogramm einarbeiten: Nicht nur die Haushalte für fünf Gemeinden wollen vorbereitet werden, sondern auch die Etats für die VG, für zwei Schul- und zwei Abwasserzweckverbände sowie einen Wasserzweckverband müssen erstellt werden. Außerdem wartet lautet Rupprecht „das Alltagsgeschäft“, Projekte wie eine neue Krippe, ein geplanter Radweg und der Bau des Dorfzentrums in Mönstetten bedürfen der Planung. Dinge, mit denen Hesse über Jahrzehnte nichts mehr zu tun hatte, doch sie merkt, „die Schubladen von damals gehen alle wieder auf und ich kann das Wissen von früher wieder abrufen“. Dass eine harte Zeit mit vielen Abendterminen auf sie zukommt, ist Hesse durchaus bewusst, trotzdem bleibt sie gelassen. Immerhin hat sie jetzt ein neues Büro im ersten Stock mit einem traumhaften Blick auf Schloss und Kirche. Zur Entspannung reicht das nicht ganz, die Spaziergänge in der Natur will sie auf keinen Fall missen. „Es ist doch faszinierend, was die Natur für Bilder malt. Das ist bereichernd und entspannend.“

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