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Geburtstagsmatinee

08.01.2017

Zwei Altbürgermeister werden gefeiert

Der Eintrag ins Goldene Buch ihrer Gemeinde, gehalten vom amtierenden Bürgermeister Roland Kempfle, gehörte zu den ergreifenden Höhepunkten der Matinee zu Ehren der beiden Altbürgermeisterjubilare Walter Gruber (90, links) und Hans Rößner (80, rechts).
Bild: Gertrud Adlassnig

Zwei ehemalige Burtenbacher Rathauschefs haben fast zeitgleich Geburtstag. Wie Burtenbach ihre Verdienste würdigt.

Es ist eine seltene Begebenheit und deshalb aller Feiern wert. Walter Gruber und Hans Rößner, die beiden Vorgänger von Burtenbachs Roland Kempfle im Bürgermeisteramt, haben fast zeitgleich Geburtstag, sie sind ein Jahrzehnt auseinander, können also immer parallel Jubiläen feiern. Beide waren über lange Zeit im Amt, haben Epochen geprägt und sind heute mit 90 respektive 80 Jahren noch immer körperlich und vor allem auch geistig fit. Für den amtierenden Rathauschef ein Grund, zu einer Bürgermeistermatinée in den Burggrafen zu bitten, zu dessen Höhepunkt der Eintrag der Altbürgermeister in das 2006 angelegte Goldene Buch der Gemeinde gehörte.

Den Versammlungsort hat Walter Gruber als Mehrzweckhalle, Restaurant und Versammlungsstätte initiiert. Es ist nicht das Einzige, was geblieben ist vom langen Wirken Grubers in seiner Heimatgemeinde. Gruber, der nach einer ersten Ausbildung als Handwerker und Kriegseinsatz, der ihn zum Versehrten machte, 1948 in die Verwaltung der Gemeinde wechselte und dank hervorragender Abschlüsse auf dem Weg zu einer Karriere auf Regierungsebene war, wurde von seinem Vorgänger gerade noch rechtzeitig für die Gemeinde verpflichtet. 1970 übernahm Gruber zunächst ehrenamtlich, zwei Jahre später im 20 Jahre ausgeübten Vollzeitberuf das Bürgermeisteramt. Es war die Zeit der großen Entwicklungen und Umbrüche, erinnerte Kempfle an die Ära Gruber, der seine Schaffenskraft insgesamt 42 Jahre im Rathaus zur Verfügung stellte.

Wie der Freistaat vom Agrarland zum Industrie- und Wirtschaftsland wurde, so gestaltete sich auch das Dorfleben in den Nachkriegsjahren und der Zeit des Wirtschaftswunders neu. Vieles, was heute für die Bürger eine Selbstverständlichkeit ist, musste erst als Notwendigkeit erkannt, geplant, politisch durchgesetzt und umgesetzt werden. Walter Gruber, der vielfach für sein Wirken ausgezeichnet wurde, auch mit dem Bundesverdienstkreuz, habe mit Hartnäckigkeit und Fingerspitzengefühl gearbeitet, so auch bei der Gestaltung der Einheitsgemeinde. Doch die innerste Triebfeder des Jubilars sei seine Liebe zur Heimat gewesen, die sich bis heute in den Heimat- und Geschichtsbüchern spiegelt, die Gruber seit seiner Pensionierung herausgibt.

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Hans Rößner, sein Nachfolger im Amt, war wie er selbst, ein Kind der Gemeinde, hatte durch sein 22-jähriges Amt als Gemeinderat und dann als Zweiter Bürgermeister die Kommune schon lange mitgestaltet. Rößner war, als er 1990 übernahm, ein Garant für Kontinuität beim Aus- und Umbau der Gemeinde, wie der Gestaltung des Rathausplatzes und der Erneuerung der Trinkwasserversorgung. Mit einer gezielten Industrieansiedlungspolitik konnte Burtenbach aus der wirtschaftlichen Abhängigkeit von Käßbohrer/Kögel geführt werden. Seine große Liebe aber galt und gilt den Vereinen, erklärte Kempfle. Es sei ganz erstaunlich, dass Rößner nicht nur über viele Jahrzehnte im Gemeindeamt tätig gewesen sei, sondern darüber hinaus auch noch Kraft und Zeit hatte, seit nunmehr 36 Jahren erster Vorsitzender des TSV Burtenbach zu sein, wo er seine Dialogbereitschaft und Integrationsfähigkeit ebenso einsetzen konnte wie in der Kommunalpolitik.

Zu den Gratulanten, die am gestrigen Sonntagvormittag nach Burtenbach gekommen waren, gehörten neben den Pfarrern des Ortes, den Vereinsvertretern und den ehemaligen Weggefährten der Jubilare in der Kommune, auch Landrat Hubert Hafner und Landtagsabgeordneter Alfred Sauter, die ihre Glückwünsche mit großer Hochachtung vor den Lebensleistungen der beiden Bürgermeister von Burtenbach überbrachten.

In ihren Dankesworten verwiesen die Jubilare auf die Leistungen ihrer Mitarbeiter. Walter Gruber wünschte der Gemeinde weiterhin gutes Gedeihen, und Hans Rößner dem amtierenden Bürgermeister eine sichere Hand bei der Führung der Gemeinde.

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