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Ausstellung

11.04.2019

Zwei Künstler überwinden Grenzen

Die Organisatoren und Künstler der Vernissage im Günzburger Vermessungsamt: Markus Landherr (Dominikus-Ringeisen-Werk), Ingrid Schmitt (Wohngruppenleiterin, die Künstler Alois Langenstein und Werner Soyer, Peter Lauber (Leiter Vermessungsamt) und Josef Liebl (Vorstandsmitglied Ringeisen-Werk) vor dem Werk „Kuba“ (von links).
Bild: Manfred Bader/Vermessungsamt

Warum die Werke gehörloser Maler gut ins Günzburger Vermessungsamt passen

Mit Werken von Werner Soyer, 68 und Alois Langenstein, 72, hat das Amt für Digitalisierung Breitband und Vermessung Günzburg (Vermessungsamt) unter dem Titel „Grenzen überwinden“ seine inzwischen elfte Kunstausstellung eröffnet. Die beiden Künstler, die in einer Wohngemeinschaft im Dominikus-Ringeisen-Werk in Ursberg leben, sind gehörlos und gestalten Kartendarstellungen von jedem erdenklichen Land der Erde. Die Ausstellung wird bis Ende Juli 2019 zu besichtigen sein.

Amtsleiter Peter Lauber brachte es auf den Punkt: „Gäbe es einen besseren Ort, Landkarten auszustellen, als ein Vermessungsamt?“ Die Antwort überließ er den zahlreich erschienenen Besuchern. Diese konnten sich ein umfassendes Bild von den rund 25 ausgestellten Werken machen. Diese reichen von kleinformatigen Darstellungen einzelner Inseln im Pazifik bis zum überlebensgroß dargestellten Bundesland Bayern, das extra für die Ausstellung angefertigt wurde.

Im Vermessungswesen gehe es darum, jedes Gebäudeeck, jeden Grenzstein und jedes Gewässer zentimetergenau zu erfassen und mithilfe hochmoderner Programme daraus Landkarten zu erzeugen. Die Künstler Werner Soyer und Alois Langenstein hingegen ließen bei der Erstellung ihrer Karten ihrer Fantasie freien Lauf. Jede ihrer Karten sei ein Einzelstück, ein Kunstwerk.

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Für Werner Soyer und Alois Langenstein ist es die erste größere Ausstellung. Zur Eröffnung zeigten die beiden ihr Werk „Chile“, das rund fünf Meter lang ist. Dafür habe man keinen passenden Bilderrahmen gefunden, erzählte die Wohngruppenleiterin Ingrid Schmitt schmunzelnd. Mittels Gebärdensprache interviewte sie die beiden Künstler, die sich dann den Besuchern vorstellten. Doris Steppich vom Gebärden- und Kommunikationsteam des Dominikus-Ringeisen-Werks übersetzte deren Ausführungen für die Besucher.

Werner Soyer gab zu verstehen, dass er am liebsten in jedes der Länder, die er bereits gezeichnet hat, reisen würde. Ganz oben auf der Wunschliste stehe China. Für Alois Langenstein haben Farben eine tiefe Bedeutung. Seine Leidenschaft ist es, zu dem Land die passende Farbgebung zu kombinieren. Beide freuten sich sehr über die Möglichkeit, die Werke einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren und hatten zum Dank für Peter Lauber das Bild „Günzburg und Umgebung“ angefertigt, das sie ihm als Geschenk überreichten. (zg)

kann während der Öffnungszeiten des Vermessungsamts (Montag bis Donnerstag 8 bis 16 Uhr, Freitag 8 bis 12.30 Uhr sowie nach Vereinbarung) besichtigt werden. Gegen eine Spende für die beiden Künstler, die damit ihr Hobby finanzieren, sind die Werke zu erwerben.

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