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04.06.2019

Zwei defekte Brennelemente in Akw

Castorbehälter mit verbrauchten Brennelementen.

Bei Revision in Gundremmingen

Block C des Kernkraftwerks Gundremmingen ist nach Wechsel der Brennelemente und Revision wieder in Betrieb gegangen. Bei der Revision wurden nach Angaben der Betreiber zwei defekte Brennelemente entdeckt, außerdem musste ein Vorsteuerventil ausgetauscht werden. Nachdem diese Mängel behoben worden waren, sei der Block C mit Zustimmung der Aufsichtsbehörde nach Abschluss des Brennelementwechsels und aller Revisionsarbeiten und Prüfungen wieder ans Netz gegangen, heißt es in einer Mitteilung des Betreibers. Aktuell werde die Leistung der Anlage auf Volllast angehoben. Die Revision mit Brennelementwechsel habe am 21. April begonnen. Dabei sei Block C einem intensiven Wartungs- und Prüfprogramm unterzogen worden, um die Anlage für den kommenden Produktionszyklus vorzubereiten. Unterstützt von gut 1000 externen Fachkräften habe die Stammbelegschaft des Standorts Gundremmingen während der vergangenen Wochen mehr als 4000 einzelne Arbeitsaufträge umgesetzt. Unter Aufsicht des TÜV Süd als Gutachter im Auftrag des Bayerischen Umweltministeriums seien rund 400 wiederkehrende Prüfungen erfolgreich durchgeführt worden. Der finanzielle Aufwand für Wartung und Prüfung von Block C belief sich nach Unternehmensangaben auf rund 20 Millionen Euro.

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Zu Beginn der Revision seien die bisher im Reaktor eingesetzten Brennelemente mit einem sogenannten Sipping-Verfahren überprüft worden. Hierbei seien zwei defekte Brennelemente lokalisiert worden. Diese Brennelemente wurden laut Betreiber aus dem Reaktor entladen und werden nach der Revision durch Experten inspiziert. Im Zuge des Brennelementwechsels sei der Reaktor mit 112 frischen Brennelementen beladen worden.

Während des Anfahrens zum Abschluss der Revision seien außerdem planmäßig wiederkehrende Prüfungen an Sicherheits- und Entlastungsventilen vorgenommen worden. Dabei habe sich eines der magnetisch betätigten Vorsteuerventile nach dem sicherheitsgerichteten Öffnen nicht mehr geschlossen. Das angesteuerte Hauptventil sei dadurch ebenfalls in Offenstellung verblieben. „Der Block wurde daraufhin, wie für diesen Fall vorgesehen, durch die Betriebsmannschaft abgeschaltet“, berichtet das Unternehmen weiter. Das betroffene Vorsteuerventil sei ausgetauscht worden. Die Prüfung der Sicherheits- und Entlastungsventile sei erfolgreich abgeschlossen worden. Das Vorkommnis sei als meldepflichtiges Ereignis in die Kategorie N (Normal) einzustufen, teilt der Kraftwerksbetreiber mit. Nach der internationalen Skala zur Bewertung von Vorkommnissen (INES) sei es der Stufe 0 zuzuordnen (keine oder sehr geringe sicherheitstechnische Bedeutung). Eine Gefährdung des Personals, der Umgebung oder der Anlage sei damit nicht verbunden gewesen. (zg)

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