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Tierdrama bei Familie im Kreis Günzburg

10.11.2011

Zwei vergiftete Hunde in sechs Monaten

Da war die Welt noch in Ordnung: Tierheilpraktikerin Nicole Redler-Carius aus Reisensburg mit „Ecki“, einem zwölf Jahre alten Pudel-Schnauzer-Mix auf dem Schoß, „Urmel“, einem sechsjährigen Labrador Retriever und einsatzfähigen Rettungshund (vorne links), sowie „Oskar“, einem sechs Jahre alten Bullmastiff. Ecki wurde offensichtlich im April vergiftet, Urmel am vergangenen Montag. Die Familie hat jetzt nur noch Oskar. Das Bild ist am Katschberg in Österreich entstanden.
Bild:  Familie Carius

Eine Familie aus Reisensburg (Kreis Günzburg) hat zwei Hunde auf mysteriöse Weise verloren. Sie hat Anzeige erstattet und setzt nun eine Belohnung von 1000 Euro aus.

Reisensburg Treibt im Raum Günzburg ein Hundehasser sein Unwesen? Oder will jemand ganz gezielt einer Familie im Stadtteil Reisensburg Schaden zufügen? Dort ist am Montag ein ausgebildeter Rettungshund der Ulmer Rettungshundestaffel offensichtlich an massiven Vergiftungserscheinungen grausam verendet. Im Frühjahr hat dieselbe Familie einen Hund auf die gleiche Weise verloren. Sie erstattete am Dienstag bei der Polizeiinspektion Günzburg Anzeige gegen Unbekannt und setzte eine Belohnung von 1000 Euro aus. Polizeichef Ernst Maguhn bestätigte die Anzeige. „Uns ist aktuell kein weiterer Fall bekannt“, sagte er.

Innerhalb von 45 Minuten war der Labrador Retriever tot

Für Alexander Carius und seine Frau Nicole Redler-Carius ist der Tod ihres zweiten Hundes ein Schock. „Urmel kam schon als Welpe zu uns. Der sechs Jahre alte Labrador Retriever war kerngesund und ein ausgebildeter Rettungshund“, berichtet der 41-Jährige ergriffen. Urmel befand sich nach Aussage seines Herrchens die Tage zuvor ausschließlich auf dem heimischen Grundstück. Als es ihm plötzlich schlecht ging, wurde er Montag noch in eine Günzburger Tierklinik gebracht, doch da konnte man ihm nicht mehr helfen. Binnen 45 Minuten war er tot – Atemstillstand. Beim ersten Hund Ecki – ein Schnauzermix – vor einem halben Jahr sei es genauso gewesen. „Aufgrund der Umstände, unter denen beide Tiere gestorben sind, und dem Befund des hinzugezogenen Tierarztes müssen wir davon ausgehen, dass beide Hunde durch ein sehr schnell wirkendes Gift auf unserem Grundstück vergiftet wurden“, glaubt Carius.

Die tierliebende Familie hat nun Angst um ihren dritten Hund Oskar. „Den lassen wir nicht mehr allein aufs Grundstück.“ Im Bereich der Ringstraße, wo die Carius’ wohnen, gäbe es sehr viele Hundehalter. „Wir haben einen sehr guten Draht zu unseren Nachbarn. Hier hat fast jeder einen Hund.“ Die Familie ist der Ansicht, dass Hundebesitzer im Kreis Günzburg auf den Fall aufmerksam gemacht werden und sehr wachsam sein sollten. Deshalb wagten sie den Schritt in die Öffentlichkeit. Für sachdienliche Hinweise haben Alexander Carius und seine Frau Nicole – eine Tierheilpraktikerin – eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro ausgesetzt. Hinweise nehmen sie unter Telefon (08221) 20 46 92 oder unter Handy (0172) 74 85 553 entgegen.

Polizeichef Maguhn und seine Kollegen haben Ermittlungen in der Sache aufgenommen. „Es steht der Verdacht im Raum, dass die Tiere vergiftet worden sind.“ Ein weiterer Fall sei ihm nicht aktuell bekannt.

Anderer Fall betrifft die Rettungshundestaffel Günzburg

Gerüchte, dass parallel ein Drohbrief gegen die Rettungshundestaffel kursiere, widerspricht Maguhn. „Das ist eine ganz andere Sache. Hier geht es um eine Beleidigung und Verleumdung – also eine persönliche Sache. Der Fall hat mit dem anderen nichts zu tun“, teilte der Polizeichef mit. Gleichwohl sei von einem Mitglied der Rettungshundestaffel Günzburg deswegen Anzeige gegen Unbekannt erstattet worden.

 

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