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Schießen

22.08.2019

Zwei zielsichere Mädels mit Spaß am Sport

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Die Begeisterung für den Schießsport liegt in der Familie: Für Alpenrose Roßhaupten schießt die 14-jährige Sandra Bayr.
Bild: Martin Bader

Junge Schützinnen aus Roßhaupten und Haupeltshofen könnten bei den deutschen Meisterschaften weit kommen. Unter Druck setzen sie sich aber nicht. Auch Teams aus der Region tragen Medaillenhoffnungen.

Wenn an diesem Freitag, 23. August, die deutschen Meisterschaften der Sportschützen beginnen, machen sich auch einige Sportler aus dem Landkreis Günzburg Hoffnungen auf großartige Platzierungen. Die Titelkämpfe finden auf der Olympia-Schießanlage in München-Hochbrück statt.

Maximilian Herzig hat einen tollen Lauf

Zu den aussichtsreichen Startern des Gaues Günzburg-Land gehört Maximilian Herzig. Der 14-jährige Schüler des Dossenberger-Gymnasiums hatte dieses Jahr bei überregionalen Turnieren einen tollen Lauf. Bei den schwäbischen Titelkämpfen wurde er in der Schülerklasse Meister mit der Sportpistole und Vizemeister mit der Luftpistole. Bei der bayerischen Meisterschaft belegte er ebenfalls den zweiten Platz mit der Luftpistole. Zudem gewann er den Bayernpokal.

Das Schießen hat Herzig bei seinem Heimatverein, den Kaiserlichen Günzburg, „durch Zufall einmal ausprobiert“ – und blieb dabei. An diesem Sport gefällt ihm, dass man ständig an seiner Leistung arbeiten und sich verbessern kann. Außerdem schätzt der Jugendliche die ständige Konkurrenz.

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Bei der deutschen Meisterschaft tritt er in der Luftpistole-Schülerklasse an; die Qualifikation mit der Sportpistole hat er verpasst. Zu seinen Aussichten sagt der 14-Jährige, der erst seit zwei Jahren schießt: „Natürlich will jeder gerne Meister werden, aber als realistisches Ziel habe ich eine gute Platzierung.“

Einen ähnlich guten Lauf hat die Mannschaft des Günzburger Schützengaues im Kleinkaliber-Liegendkampf. Das Team fand erst in diesem Jahr zusammen. Bei der Gaumeisterschaft und der schwäbischen Meisterschaft holten die Günzburger den Titel, auf bayerischer Ebene belegten sie den vierten Platz. Das war bis dato auch ihr größter sportlicher Erfolg.

Jedes der drei Mitglieder trainiert für sich; die Brüder Stefan und Michael Hausner in Leipheim, Lukas Glöckler im Ulmer Raum. Für die deutsche Meisterschaft nennen sie als konkretes Ziel, unter die besten fünf Mannschaften zu kommen.

Sandra Bayr begann als Zehnjährige

Eine aussichtsreiche Starterin für den Gau Burgau ist Sandra Bayr von Alpenrose Roßhaupten. Sie ist 14 Jahre alt und Schülerin der Markgrafen-Realschule Burgau. Vor vier Jahren begann sie mit dem Schießsport. Die Begeisterung dafür wurde ihr in die Wiege gelegt. Die Mama und der Onkel sind aktive Schützen, der Opa war es auch. Ihre ältere Schwester Karina wurde dieses Jahr Burgauer Gaukönigin.

Doch auch Sandra Bayr selbst hat schon sportliche Erfolge erreicht. Dieses Jahr wurde sie schwäbische Vizemeisterin im Luftgewehr-Dreistellungskampf und holte den dritten Platz im Luftgewehr-Stehendkampf. Bei den deutschen Meisterschaften tritt sie in diesen beiden Disziplinen an. Für die Titelkämpfe nennt sie kein konkretes Ziel: „Im Vordergrund steht die Freude am Sport. Ich gehe mit einem positiven Gefühl an den Stand und versuche, das Beste aus mir rauszuholen.“

Regulär schießt Sandra Bayr in der A-Klasse, sie ist aber auch Ersatzschützin in der Gauoberliga. Wie ihre Schwester sieht sie den Schießsport als gute Methode zum Entspannen.

Zu den erfolgversprechenden Mannschaften aus dem Gau Burgau gehört das Luftpistole-Juniorenteam in der Besetzung Sebastian Schulz, Maximilian Kentner und Jan-David Kreiser. Die drei sind in dieser Formation erst seit wenigen Monaten zusammen. Schon bei den bayerischen Meisterschaften holten sie den Titel. Dennoch gehen sie mit dem olympischen Gedanken in das größte Turnier auf Bundesebene.

Schulz und Kentner trainieren zusammen am Bezirksstützpunkt in Waldkirch, Kreiser überwiegend in Vöhringen. Gelegentlich stößt er aber auch in Waldkirch zu seinen Kollegen.

Die Hoffnungen des Schützengaues Krumbach ruhen unter anderem auf Hannah Senser von den Hubertusschützen Haupeltshofen. Sie ist 16 Jahre alt und hat im vergangenen Monat die Realschule mit der Mittleren Reife abgeschlossen. Im September wird sie ein freiwilliges soziales Jahr im Krankenhaus Krumbach beginnen. Zum Schießsport kam sie 2013 durch ihren Onkel, der Jugendtrainer bei den Haupeltshofer Schützen ist. Außerdem war ihr Bruder damals auch aktiver Schütze. Hannah Senser schießt den Rundenwettkampf in der Jugendklasse, hilft aber auch schon ab und zu in der Schützenklasse aus.

Hannah Senser schätzt beide Wettkampfformen der Sportschützen. Am Rundenwettkampf gefällt ihr der Mannschaftsgeist, bei den Meisterschaften, wo jeder Schütze alleine antritt, die besondere Atmosphäre zwischen Anspannung und Konzentration.

Persönliche Bestmarke als Maßstab

Bei den deutschen Titelkämpfen geht sie in der Luftgewehr-Jugendklasse an den Stand. Als Qualifikation bringt sie Erfolge auf Gauebene mit. Sie ist amtierende Krumbacher Gaumeisterin in ihrer Klasse. Außerdem stand sie im Finale des Gauschießens und war bis zum vorletzten Schuss ringgleich mit ihrer Konkurrentin. Auch Erfahrungen mit Wettkämpfen gegen andere Gaue hat Hannah Senser bereits gesammelt, nämlich als Mitglied im Bezirkskader bei Begegnungen im Dreistellungskampf Luftgewehr. Ihr Ziel für die Titelkämpfe ist, ihre persönliche Bestleistung zu übertreffen und viel Spaß am Schießen zu haben.

Mannschaften aus dem Gau Krumbach konnten sich nicht für die deutsche Meisterschaft qualifizieren.

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