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08.02.2018

Zwischen Purimfest und Fasnacht

Forscher tagen in Ichenhausen

Die Tagung „Purim-shpiln und Fastnachtspiel“ widmet sich der bislang vernachlässigten Interferenz zwischen jüdischem Purimfest und christlicher Fastnacht. Zu diesem Zweck treffen sich in Ichenhausen unter Federführung des Judaisten Prof. Andreas Lehnardt (Universität Mainz) und des Dramenforschers Prof. Klaus Wolf (Universität Augsburg) internationale Experten zu beiden Gattungen, um die wechselseitigen Anspielungen auszuloten.

Die Tagung findet am Donnerstag, 15., und Freitag, 16. Februar in der ehemaligen Synagoge in Ichenhausen statt. Tatsächlich folgen Purimspiele mitunter karnevalesken Gesetzmäßigkeiten. Und ebenso thematisieren Fastnachtspiele durchaus die jüdische Minderheit. In vielen Reichsstädten begegneten sich Juden und Christen ohnehin auf vielfältige Weise im Alltag. Zu den einzelnen Programmpunkten ist die Öffentlichkeit eingeladen, der Eintritt ist kostenlos. Das Programm:

Donnerstag, 15.02.2018: 14 Uhr Eröffnung und Grußwort von Landrat Hubert Hafner. 14.15 Uhr Klaus Wolf – Einführung in das Tagungsthema. 14.30 Uhr Jürgen Küster – Zu Geschichte und Wandel des „Jüdischen“ im traditionellen Fastnachtsspiel. 15 Uhr Cornelia Herberichs – Das Judenbild in den Fastnachtspielen und Bibeldramen von Hans Sachs. 16 Uhr Cora Dietl – Der Jude im Dorn – oder in Frankfurt: Zweierlei Umgang mit Juden in Jakob Ayrers Fastnachtspielen. 16.30 Uhr Benigna Schönhagen – Purim in Schwaben. 20 Uhr Andreas Lehnardt – Purimshpil – die Megillat Ester auf der Bühne. Freitag, 16. Februar: 9 Uhr Diana Matut – Der Narrenkappen hat er viel … Interferenzen von Purim- und Fastnacht in der Liedperformanz. 9.30 Uhr Heidy Greco – Die Anhänger des Antichrist: Juden und konfessionelle Gegner in Schweizer Fastnachtspielen. 10 Uhr Klaus Amann – Vom Salbenkrämer über den Quacksalber bis Andreas von Rinn: Antijudaismus in der tirolischen und österreichischen Spieltradition. (zg)

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