Seit Tagen hört man immer wieder ein lautes Donnergrollen über der Region. Mehrere Leserinnen und Leser berichten unserer Redaktion, dass der militärische Flugbetrieb im gesamten Landkreis zugenommen habe. Manch einer ist angesichts der weltpolitischen Lage auch verunsichert.
„Ja, jeden Tag, und es nervt brutal. Das teure Kerosin zahlen ja auch wir Bürger“, schreibt uns eine Nutzerin auf Social Media auf die Frage, ob Überflüge der Bundeswehr im Landkreis zuletzt zugenommen hätten. Viele Leserinnen und Leser haben den Eindruck, dass das der Fall ist. Sowohl im südlichen Landkreis in Städten wie Krumbach, als auch im nördlichen Landkreis in Städten und Gemeinden wie Leipheim, Burgau und Offingen gebe es vermehrten militärischen Flugbetrieb. Eine Frau aus dem Landkreis schreibt der Redaktion, dass sie abends nicht mehr mit offenem Fenster schlafen könne, da der Fluglärm einfach zu laut sei. Eine andere sagt, dass sogar die Kinder nachfragten, was da am Himmel passiere.
Tiefflüge über Krumbach und Offingen sorgen für Unruhe am Abend
Besonders irritierend empfinden es einige Anwohnerinnen und Anwohner in den betroffenen Gebieten, dass die Tiefflüge teils spätabends stattfinden. So auch Sabrina Wullich aus Krumbach. „Die letzten zwei Abende gab es Tiefflüge ab ca. 22 Uhr bis ca. 24 Uhr“, sagt sie. Sie störe sich an dem Flugbetrieb zu dieser Uhrzeit, weil es „sehr verunsichernd in so einer Zeit“ sei. Eine Anwohnerin aus Offingen hat sich bei unserer Redaktion mit einer ähnlichen Beobachtung gemeldet. Sie schildert, dass sie die Tiefflüge über der Marktgemeinde bis 23 Uhr hören könne. „Nicht nur wegen des Lärms nervig, sondern auch besorgniserregend in den heutigen Zeiten“, schreibt sie per Mail.
Bei anderen Menschen aus der Region stoßen die Flüge der Luftwaffe auf Verständnis. Man müsse halt „irgendwo“ die Übungsflüge durchführen, schreibt ein Nutzer auf den Aufruf der Redaktion bei Instagram. Ein anderer kommentiert: „Sie sind nicht unbedingt nervig, aber halt extrem laut.“
Kampf- und Tankflugzeuge bei Übungsflügen involviert
Unsere Redaktion hat beim Luftfahrtamt der Bundeswehr nachgefragt, was es mit dem Flugbetrieb im Landkreis auf sich hat. Ein Sprecher bestätigt, dass es im TRA (Temporary Reserved Airspace) Allgäu, zu dem der Kreis Günzburg gehört, vom 13. bis 15. April zu Nachtflügen bis 23.40 Uhr kam. Daran beteiligt waren über die drei Tage verteilt ca. zwei Dutzend Kampfflugzeuge wie Eurofighter oder A-4 Skyhawk. Am 14. April war auch ein „Tanker“, die A400M, in die Übungsflüge involviert.
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