Gelebte Gastfreundschaft und eine tiefe Verbundenheit prägten Mitte April den Besuch der Gäste aus der bretonischen Partnerstadt Lannion. Insgesamt 25 Teilnehmer reisten per Bus nach Schwaben, um gemeinsam mit ihren Günzburger Gastgebern die seit 45 Jahren bestehende Städtepartnerschaft zu feiern und neue Impulse für die Zukunft zu setzen.
Die französischen Besucher waren während ihres Aufenthalts ausschließlich privat bei Gastfamilien untergebracht. Die herzliche Aufnahme in den Gastfamilien sorgte dafür, dass aus bloßen Bekanntschaften schnell neue Freundschaften entstanden. Das von den Komitee-Sprecherinnen Nicola Hirner und Carolin Kleinberg vorbereitete Programm bot eine ausgewogene Mischung aus Kultur und Gemeinschaft: Neben Ausflügen nach Füssen und München sowie einem Besuch im Legoland Deutschland Resort stand die Erkundung der Günzburger Innenstadt im Fokus. Ein Highlight war die Stadtführung, die von Schülern des Günzburger Maria-Ward-Gymnasiums im Rahmen ihres Französischunterrichts begleitet wurde.
Oberbürgermeister Jauernig lobt deutsch-französische Freundschaft
Ein zentraler Arbeitspunkt waren gemeinsame Workshops. Zusammen mit Karin Scheuermann, der Geschäftsführerin der Landesgartenschau Günzburg, entwickelten die Gäste und ihre Gastfamilien erste Ideen für ein Partnerschaftsprojekt im Rahmen der Landesgartenschau 2029. Ergänzt wurde dieser Austausch durch kreative Do-it-yourself-Angebote, Naturerlebnisse im Donaumoos und das gemeinsame Kochen schwäbischer Spezialitäten. Die vielfältigen Aktivitäten boten reichlich Gelegenheit für Austausch, gemeinsames Erleben und neue Impulse.
Ein Höhepunkt des Aufenthalts war der offizielle Empfang durch Oberbürgermeister Gerhard Jauernig im Münzkabinett, gefolgt von einem traditionellen Weißwurstfrühstück im Stadtturm. Der Rathauschef betonte dabei die tragende Rolle der Verbindung zwischen Günzburg und Lannion: „In Zeiten globaler Unsicherheiten ist die deutsch-französische Freundschaft das stabile Fundament unseres gemeinsamen Europas. Dass unsere Partnerschaft mit Lannion seit 45 Jahren durch solch intensive persönliche Begegnungen mit Leben gefüllt wird, ist ein unschätzbares Gut. Es sind diese Freundschaften von Mensch zu Mensch, die unsere Städte und unsere Kulturen enger zusammenrücken lassen“, sagte OB Jauernig.
Gäste aus Lannion feiern in Günzburg mit Gastfamilien
Den feierlichen Abschluss der Reise bildete ein gemeinsamer Abend, an dem die Gäste aus Lannion als auch ihre Gastfamilien teilnahmen. Der Abend bot Gelegenheit, die vergangenen Tage Revue passieren zu lassen und die entstandenen Verbindungen zu vertiefen. (AZ)
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