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Günzburg: Neue Ärztliche Direktorin leitet psychiatrische Klinik im BKH Günzburg

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Das ist die neue Direktorin der psychiatrischen Klinik in Günzburg

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    Die neue Ärztliche Direktorin der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik am Bezirkskrankenhaus Günzburg, Prof. Irene Neuner, auf der historischen Treppe im Verwaltungsgebäude. Im Hintergrund sind die Bilder ihrer Vorgänger zu sehen.
    Die neue Ärztliche Direktorin der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik am Bezirkskrankenhaus Günzburg, Prof. Irene Neuner, auf der historischen Treppe im Verwaltungsgebäude. Im Hintergrund sind die Bilder ihrer Vorgänger zu sehen. Foto: Georg Schalk, Bezirkskliniken Schwaben

    Die Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik des Günzburger Bezirkskrankenhauses (BKH) hat mit Univ.-Prof. Dr. Irene Neuner seit dem 1. April eine Ärztliche Direktorin, die mehrere Facharztausbildungen erfolgreich absolviert hat: Die 55-Jährige ist Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie sowie für Neurologie und führt die Zusatzbezeichnung Geriatrie. Zudem hat sie ein berufsbegleitendes Studium an der Universität Erlangen-Nürnberg mit dem „Master of Health Business Administration“ abgeschlossen.

    Auf die Frage, was sie in ihrer medizinischen Tätigkeit am meisten interessiert, antwortet Prof. Neuner wie aus der Pistole geschossen: „Alles rund ums Gehirn.“ Das Gehirn sei ein „spannendes, komplexes und dynamisches Netzwerk“. Sie erzählt: „Mich fasziniert die Komplexität der unterschiedlichen Ebenen innerhalb des Gehirns und das hohe Tempo der Verschaltungen.“ So wirkte sie federführend an einem EU-Projekt mit, bei dem an diagnostischen Möglichkeiten geforscht wurde, um Therapien künftig individueller und damit erfolgreicher zu gestalten.

    Medizinerin übernimmt Leitung in Günzburg nach Thomas Becker

    Aufgrund ihrer Begeisterung für internationale Forschung bleibt sie Leiterin der Arbeitsgruppe „Multimodal Imaging in Clinical Neuroscience“ am Forschungszentrum in Jülich. Diese konzentriert sich auf die Erforschung psychiatrischer Erkrankungen mittels bildgebender Verfahren.

    Die gebürtige Bambergerin studierte Medizin an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Eine Forschungstätigkeit im Rahmen ihrer Dissertation an der Universität von New York schloss sich an. Über Erlangen, wo sie 1998 promovierte, kam sie Ende 1999 als Assistenzärztin an die Klinik für Neurologie nach Wuppertal und 2002 an die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Uniklinikums Aachen. Dort stieg die Medizinerin zur Leitenden Oberärztin und 2021 zur Stellvertretenden Klinikdirektorin auf. Parallel dazu wurde sie zunächst zur außerplanmäßigen Professorin (2015), zwei Jahre später auf die W2-Universitätsprofessur an der Rheinisch-Westfälisch Technischen Hochschule (RWTH) Aachen berufen. In Günzburg ist sie Nachfolgerin von Prof. Thomas Becker, der vor vier Jahren in den Ruhestand ging.

    Neue Ärztliche Direktorin lobt das Klinikteam in Günzburg

    Dass es so lange gedauert hat, bis eine Nachfolge feststand, hat mit dem komplexen Verfahren und mit der länderübergreifenden Kooperation von BKH Günzburg (Bayern) und Uni Ulm (Baden-Württemberg) zu tun. „Prof. Riepe als kommissarischer Vertreter, sein Stellvertreter Dr. Schübel und geschäftsführender Oberarzt Dr. Klug sowie das ganze Team haben die Klinik in dieser Zeit ganz offensichtlich richtig gut geführt. Ich habe jedenfalls eine sehr große, vielfältige Klinik vorgefunden, die sehr qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat, die auf sehr hohem medizinischem Niveau und mit viel Herz arbeiten und ein sehr gutes Miteinander pflegen“, stellt die neue Ärztliche Direktorin fest. Sie sei sehr offen und herzlich aufgenommen worden.

    Die verheiratete Mutter einer Tochter wohnt in Ulm. Die Familie, die derzeit noch in Aachen lebt, soll zum neuen Schuljahr im Herbst nachkommen. Privat reist sie gerne, spielt Alt-Saxofon und Klavier und liest gerne Wochenzeitungen, traditionell auf Papier.

    Prof. Neuner legt nach eigenen Angaben Wert auf guten Austausch und interdisziplinäre Zusammenarbeit, auf generelles Fordern und Fördern und darauf, „dass Dinge so pragmatisch angepackt werden, dass sie im klinischen Alltag gut umsetzbar sind“. „Forschung muss für mich einen Nutzen für die Patienten haben“, lautet eine ihrer Devisen. Sehr bereichernd findet sie ihr Netzwerk an internationalen Arbeitsgruppen. Daran möchte sie festhalten. „Es lohnt sich immer, über den Tellerrand hinauszuschauen.“ (AZ)

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