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Haldenwanger Schloss vor Umbau – Gemeinderat gibt grünes Licht für Nutzung

Haldenwang

Schloss Haldenwang vor dem Umbau: Gemeinderat gibt grünes Licht für neue Nutzung

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    Das Haldenwanger Schloss: In seiner Sitzung am Mittwoch stimmte der Haldenwanger Gemeinderat dem Antrag auf Nutzungsänderung für Veranstaltungen und Beherbergung zu.
    Das Haldenwanger Schloss: In seiner Sitzung am Mittwoch stimmte der Haldenwanger Gemeinderat dem Antrag auf Nutzungsänderung für Veranstaltungen und Beherbergung zu. Foto: Peter Wieser

    Das Haldenwanger Schloss soll einer neuen Nutzung zugeführt werden. In der Sitzung im Februar hatte sich der Gemeinderat, wie berichtet, mit einem Antrag auf Nutzungsänderung von Wohnen in eine Veranstaltungs- und Beherbergungsnutzung einschließlich brandschutztechnischer Ertüchtigungsmaßnahmen befasst. Die Entscheidung darüber wurde seinerzeit aufgrund nicht vollständig vorliegender Unterlagen zurückgestellt. Man würde gerne näheres wissen, was genau geplant sei und welche Maßnahmen stattfänden, hatte es unter anderem geheißen. Nun stand das Thema erneut auf der Tagesordnung.

    Dem Gremium seien jetzt die Innenraumpläne zugegangen, Parkplätze seien ausreichend vorhanden und nachgewiesen, obwohl der Bauherr dazu gar nicht verpflichtet sei, nachdem der Gemeinderat seinerzeit den Erlass einer Stellplatzsatzung abgelehnt habe, erklärte Bürgermeisterin Doris Egger in der Sitzung. Das Landratsamt habe den Antrag befürwortet. „Wenn wir das nicht genehmigen, dann wird es das gemeindliche Einvernehmen ersetzen“, so die Bürgermeisterin.

    Gemeinderat wünscht Emissionsgutachten für Bauvorhaben

    Kathrin Wiederhut fragte, ob auch ein Emissionsgutachten vorliege und fügte an: Wenn das Landratsamt ohnehin über den Gemeinderat hinweg entscheide, dann brauche man seine Hand nicht zu heben. Bürgermeisterin Egger sagte, dass alles vorhanden sei. Der Zweite Bürgermeister Michael Straub - er wird nach der Kommunalwahl am 1. Mai neuer Bürgermeister der Gemeinde sein - beantragte jedoch, das Thema Emissionsgutachten mitaufzunehmen. So lautete auch der Beschluss: Der Gemeinderat erteilte dem Antrag auf Nutzungsänderung, einschließlich brandschutz- und emissionstechnischer Ertüchtigungsmaßnahmen, das gemeindliche Einvernehmen.

    Ähnlich war dies bei einem Bauantrag für die Sanierung und den Umbau eines Gebäudes in der Hauptstraße zu einem Wohnraum und einem Lokal. Eine entsprechende Anzahl an Parkplätzen wird ebenfalls nachgewiesen, obwohl es nicht erforderlich wäre. Michael Demeter verwies auf die dortige problematische Parksituation und regte an, dem Vorhabensträger eventuell nahezulegen, weitere Parkplätze vorzuhalten, nachdem auf dem Grundstück der Platz vorhanden sei. Bürgermeisterin Egger entgegnete, dass die Vorgaben eingehalten wurden und es nichts zu beanstanden gebe. Maria Granz merkte an: Derartige Baugeschichten sollte der Bauausschuss vorberaten, dann verliefen diese unkomplizierter. Sie hoffe, dass die Ausschüsse künftig regelmäßig tagten.

    Bürgermeisterin Egger sucht Lösungen für Staub am Weg Totenhühle

    Einmal mehr ging es um die Totenhühle – regelmäßig beklagen sich Anwohner über die von dem Weg ausgehenden Staubbelästigungen. Man könne das nicht so hinnehmen, aufgrund dessen habe sie verschiedene Firmen kontaktiert, so Bürgermeisterin Egger. Sie stellte zwei Varianten, eine sogenannte HG-Mix-Decke oder eine Tränkdecke als mögliche Lösung vor. Man müsse das nicht sofort entscheiden, aber im Auge behalten. Die Kosten dafür bewegen sich je nach Ausführung im Bereich von 31.000 bis 78.000 Euro.

    Jürgen Söll merkte an, dass eine Tränkdecke vor allem bei Starkregenereignissen anfallende Wassermengen nicht aufnehmen könnten, welche dann in die Weiher im unteren Bereich einliefen. Der Weg sei bereits vor 50 Jahren staubig gewesen, wer dort gebaut habe, habe gewusst, worauf er sich einlasse. Wenn, dann sollte man die zehn bis 15 Anwohner an den Kosten beteiligen. Dritter Bürgermeister Martin Erber sah das genauso: „Wir können das viele Geld nicht auf die anderen Bürger umlegen, das geht nicht.“ Zudem habe es hierzu im Vorjahr einen Beschluss gegeben, der bis heute nicht umgesetzt worden sei. Einer Tempo-30-Regelung in der Straße „Nachtweide“ stimmte der Gemeinderat nicht zu. Der obere Bereich sei ohnehin eine Sackgasse, zudem werde die Straße vorrangig von Anwohnern genutzt.

    Einmal mehr ging es im Haldenwanger Gemeinderat um die Totenhühle (links) und die damit verbundene Staubbelästigung für die Anwohner in der von-Eisenberg-Straße (rechts).
    Einmal mehr ging es im Haldenwanger Gemeinderat um die Totenhühle (links) und die damit verbundene Staubbelästigung für die Anwohner in der von-Eisenberg-Straße (rechts). Foto: Peter Wieser

    Haldenwangs Bürgermeisterin Doris Egger beendet ihre Amtszeit

    Am Ende der öffentlichen Sitzung sprach Bürgermeisterin Doris Egger den scheidenden Gemeinderatsmitgliedern ihren Dank aus. Diese sind Christian Baumeister (er war ein halbes Jahr als Nachrücker dabei), Jürgen Söll und Richard Weger (sechs Jahre), Sonja Foag (zwölf Jahre), Dritter Bürgermeister Marin Erber (18 Jahre) sowie Maria Granz, die 30 Jahre dem Gremium angehörte. Für Doris Egger selbst war es die letzte Sitzung als Bürgermeisterin der Gemeinde Haldenwang. „Es ist, wie es ist“, so die Bürgermeisterin. Die Bürgerinnen und Bürger hätten so entschieden. Das Amt habe ihr Freude bereitet, und sie habe es mit Leidenschaft ausgeübt.

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