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Handball
13.05.2022

Was es für den VfL Günzburg noch zu gewinnen gibt

Auch nach dem kurzen Ausflug in die Dritte Liga wird es aufseiten des VfL Günzburg (hier Trainer Stephan Hofmeister und Michael Jahn) viel zu besprechen geben.
Foto: Ernst Mayer

Die Hausaufgabe des Handball-Drittligisten VfL Günzburg gegen HSC Coburg II ist ein Abschied und weist gleichzeitig in die Zukunft. Es müsste ein gutes Spiel werden.

Es ist ein stolzer Abschied von den eigenen Fans, aber er vollzieht sich auch mit einem weinenden Auge. Und zwei Dinge haben sich die Drittliga-Handballer des VfL Günzburg ganz fest vorgenommen: Sie wollen eine starke Leistung zeigen und sich das Prädikat verschaffen, in dieser Klassenverbleibsrunde kein Heimspiel verloren zu haben. Die Gelegenheit scheint günstig, denn zu Gast beim Vorletzten ist Schlusslicht HSC Coburg II. Anspiel in der Rebayhalle ist am 14. Mai um 19.30 Uhr.

Schwere Starthypothek

Den Vorzeichen nach müsste es ein gutes Handballspiel werden. Sachlich betrachtet, können beide Mannschaften befreit aufspielen, steht für sie doch bereits fest, dass sie sich in der kommenden Saison in der Bayernliga duellieren müssen. Eine weitere Parallele: Es ist das Duell jener Teams, die in die Nichtabstiegsrelegation mit jeweils null Punkten gehen mussten – eine schwere Hypothek in einer nach Ansicht von VfL-Trainer Stephan Hofmeister „machbaren“ Gruppe.

Bei den Schwaben lief es zumindest in heimischer Halle gut. Aus drei Spielen wurden fünf Punkte geholt. Die Franken hingegen blieben erst punktlos, ihre beiden zurückliegenden Heimspiele konnten sie dann jedoch gewinnen. Diese Heimstärke der beiden feststehenden Absteiger wirkt sich auch auf die Tabelle aus. Zuletzt war für die mHSG Friesenheim-Hochdorf das Remis in Günzburg eher ein Rückschlag in Sachen Klassenerhalt. Einen Tag später besiegten sehr starke Coburger den ersatzgeschwächten vorherigen Tabellenzweiten SV Zweibrücken. Hier bestachen die Coburger mit einer aggressiven 6:0-Deckung und klarer Struktur beim Gegenstoßspiel. Besonders der zehnmalige Torschütze Felix Dettenthaler war kaum aufzuhalten.

Das einzige Bayern-Derby

Das einzige Bayern-Derby dieser Gruppe verlief im ersten Aufeinandertreffen zunächst ausgeglichen. Gewechselt wurde bei einem für Günzburger Verhältnisse torreichen 16:18. In der zweiten Halbzeit zogen die Franken schnell davon. Obwohl sich die VfL-Defensive erheblich steigerte, brachte Coburg den Vorsprung sicher über die Ziellinie, siegte verdient 31:27.

Es wartet also wieder eine schwere Aufgabe auf die Günzburger. Zwar steht eine Reserve immer im Schatten ihrer Ersten, dennoch erfüllt Coburg II für die Anschlussförderung nach der dort guten Jugendarbeit eine wichtige Aufgabe. Viele HSC-Talente schaffen über Wettkampferfahrung in der 3. Liga oder in der Bayernliga den Sprung ins Zweitliga-Team. Besser geht das in der 3. Liga, deswegen stellt sich laut Hofmeister auch gleich einer der Favoriten für die kommende Bayernliga-Saison vor.

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Zofka: In der Bayernliga "oben mitspielen"

In derselben Position sehen sich ihrem Selbstverständnis nach auch die Günzburger. Abteilungsleiter Torsten Zofka verwendete unlängst die bei Vereinsverantwortlichen beliebte und unter Fans frei interpretierbare Formel „oben mitspielen“. Weshalb das anstehende Drittliga-Duell womöglich auch schon konkrete Fingerzeige gibt, auf welchen Positionen mehr oder weniger Bedarf für personelle Veränderungen besteht. (AZ)

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