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Kommunalwahl: Wahlplakate lösen Diskussionen und Kritik bei Parteien und Bürgern aus

Landkreis Günzburg

Kommunalwahl: So reagiert das Netz auf die Plakatierungsflut

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    Die Parteien und Gruppierungen haben zur Kommunalwahl wieder flächendeckend plakatiert. Im Netz wird die Plakatierung kritisiert.
    Die Parteien und Gruppierungen haben zur Kommunalwahl wieder flächendeckend plakatiert. Im Netz wird die Plakatierung kritisiert. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa (Symbolbild)

    Die Meinungen im Netz sind deutlich: Die allermeisten Userinnen und User, die sich in den Sozialen Netzwerken zu den Wahlplakaten geäußert haben, sind einfach nur genervt von den Wahlplakaten, mit denen aktuell zu den Kommunalwahlen Parteien und Kandidierende für sich werben. Bei den Parteien gibt es Kritik an den Vorgaben, die hier zu erfüllen sind.

    Die Plakatierung trägt bisweilen seltsame Blüten, etwa in der Günzburger Schlachthausstraße, wo teilweise Plakate an den Straßenlaternen schon über die Rundung hochgerutscht sind, weil sich am Masten entlang die Plakate stapeln. Wilhelm Lachmann ist einer derjenigen, der sich darüber ärgert, er schreibt auf Facebook: „Bei jeder Wahl das Gleiche. Wenn man eine Partei fragt, ob es sein muss, so viele Plakate aufzuhängen, dann bekommt man von Parteianhängern immer die gleiche Antwort. Warum nur wir, die anderen Parteien machen es doch auch. Egal, was für eine Stadt oder eine Ortschaft. Warum kann man sich nicht auf ein einheitliches System einigen? Aber es ist immer das Gleiche. Wie viele Wahlplakate bleiben ewig nach der Wahl hängen, und der Bauhof einer Stadt oder Gemeinde muss die Wahlplakate auf Kosten der Allgemeinheit entsorgen. Oder sie werden zerstört und auch die Arbeiter eines Bauhofs müssen die zerstörten Wahlplakate auf Kosten der Allgemeinheit entsorgen. An alle Parteien: Macht euch mal Gedanken darüber.“

    Bürger kritisieren Wahlplakate im Landkreis Günzburg

    Zum Teil stellen die Kommentatoren auch den Sinn der Plakate infrage. „Ich habe noch nie jemanden gewählt, weil ich sein Plakat so toll fand“, schreibt etwa Lisa Wittek. Ähnlich sieht es auch Facebook-User Tom Tänzer: „Vor allem bringt mir als potenzieller Wähler ein Kopf oder Namen auf einem Plakat überhaupt nichts, wenn nicht mal drunter steht, was diese zu wählende Person so besonders macht, um in der Politik sei es kommunal oder auf Bundesebene, mitreden zu dürfen.“ Und ein Nutzer, der unter dem Namen An Derst schreibt, meint: „Jede Laterne wurde zugehängt, da spielt Geld und Nachhaltigkeit keine Rolle. Man weiß doch mittlerweile wer kandidiert, ich finde diese Wahlplakatflut ziemlich unnötig.“

    Die Rahmenbedingungen zum Thema Plakatierungen sind in Bayern gleich, etwa wenn es darum geht, dass Straßenschilder nicht verdeckt werden dürfen oder die Verkehrssicherheit gewährleistet sein muss. Wo die Wahlplakate ansonsten aufgehängt werden dürfen, ob es etwa festgelegte Stellwände gibt, entscheiden im Landkreis Günzburg die Gemeinden selbst. Für die Parteien und Gruppierungen ist das ein Problem, auf das Ruth Abmayr, Kreisvorsitzende der Freien Wähler, bei einer Veranstaltung in Günzburg hingewiesen hat. „Als Kreisvorsitzende, die bei jeder Gemeinde einzeln nachfragen und Genehmigungen einholen muss, wäre mir ehrlich lieber, wenn es eine Plakattafel pro Kommune gäbe.“ Auch die Grünen sprechen das Thema in einem Reel auf Instagram an: „In diesem Landkreis hat jede Gemeinde ihre eigenen Bestimmungen“, heißt es dort. 34 Bescheide mussten eingeholt werden, „das ist ein Verwaltungswahnsinn.“

    Facebook-Nutzerin zeigt Verständnis für Plakataktion

    Doch es gibt auch Menschen, die es gut finden, dass die Parteien und Listen sich öffentlich zeigen: „Ich freue mich über die vielen freundlichen Gesichter, bis auf eine Partei! Sie helfen mir zwar nicht bei meiner Entscheidung, aber ich respektiere jeden Menschen, der sich anstrengt und für seine Leidenschaft einsteht“, so Gabi Fendrik auf Facebook.

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