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Landkreis Günzburg
05.01.2022

Was den Versichertenvertreter der AOK Günzburg freut

Werner Gloning ist nun ein Jahr lang Beiratsvorsitzender der AOK Günzburg.
Foto: AOK Günzburg

Werner Gloning ist nun für ein Jahr Beiratsvorsitzender der Krankenkasse. Die Entwicklung im Pflegebereich stimmt ihn zuversichtlich.

Zu Jahresbeginn wechselt turnusgemäß der Vorsitz im Beirat der AOK-Direktion Günzburg: Werner Gloning, Vertreter der Versicherten, übernimmt vom Arbeitgebervertreter Leonhard Ost für dieses Jahr die Leitung des ehrenamtlichen Gremiums. „Die Pflege bleibt weiterhin ein wichtiges Thema. Wir werden uns auch in 2022 für eine hochwertige Versorgung im Pflegefall einsetzen. Sehr erfreulich ist, dass ab diesem Jahr Pflegebedürftige, die in einem Pflegeheim versorgt werden, einen höheren Zuschuss von der Pflegekasse der AOK erhalten“, so Werner Gloning. Im besten Fall bedeute dies für Betroffene eine Entlastung von 70 Prozent des pflegebedingten Eigenanteils. Zudem steigen in der ambulanten Pflege die Beträge für Pflegesachleistungen. Auch der Betrag für Kurzzeitpflege wird angehoben. „Die Leistungsverbesserungen sind ein wichtiger erster Schritt – jetzt kommt es darauf an, dass die neue Bundesregierung die im Koalitionsvertrag angekündigten zusätzlichen Entlastungen rasch umsetzt“, fordert Gloning.

Ziel der Politik ist es, Eigenanteile in der stationären Pflege abzusenken

Im Koalitionsvertrag haben SPD, Grüne und FDP vereinbart, die Eigenanteile in der stationären Pflege über die jetzt in Kraft getretenen Regelungen hinaus weiter abzusenken. Dazu soll etwa die Behandlungspflege der gesetzlichen Krankenversicherung übertragen werden. Außerdem sollen versicherungsfremde Leistungen wie die Rentenbeiträge für pflegende Angehörige künftig aus Steuern finanziert werden. „Es ist höchste Zeit, die Pflegekassen – und damit Versicherte und Beitragszahler – von versicherungsfremden Leistungen zu entlasten“, sagt Gloning.

Der amtierende Beiratsvorsitzende begrüßt auch die geplante Stärkung der Pflege vor Ort durch quartiernahe Wohnformen sowie die Einführung eines Entlastungsbudgets. Damit sollen Leistungen der Kurzzeit- und Verhinderungspflege zusammengefasst werden. „Nötig wäre auch eine Flexibilisierung der Finanzierungsregeln, um die Sektorengrenzen zwischen ambulanter und stationärer Pflege zu überwinden“, bekräftigt er. „Wir wollen, dass alle Pflegebedürftigen die notwendigen Leistungen noch einfacher und bedarfsgerechter erhalten.“ (AZ)

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