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Leipheim: Drei Blasmusiker marschieren durch verschiedene Stilrichtungen

Leipheim

Drei Blasmusiker marschieren durch verschiedene Stilrichtungen

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    Die Gruppe „Die Fexer“ aus der Oberpfalz eröffnete das diesjährige Festival „Feierabend“ und sorgte für beste Stimmung. Die wahrscheinlich kleinste Blaskapelle der Welt besteht aus Alex Schuhmann (Trompete), Sophie Barth (Flügelhorn) und Daniel Barth (Tuba).
    Die Gruppe „Die Fexer“ aus der Oberpfalz eröffnete das diesjährige Festival „Feierabend“ und sorgte für beste Stimmung. Die wahrscheinlich kleinste Blaskapelle der Welt besteht aus Alex Schuhmann (Trompete), Sophie Barth (Flügelhorn) und Daniel Barth (Tuba). Foto: Martin Gah

    Im vollen Bürgersaal ist im Leipheimer Zehntstadel in dieser Woche das diesjährige Festival „Feierabend“ eröffnet worden. Die musikalischen Gäste „Die Fexer“ waren Rückkehrer. Sie spielten schon 2019 bei dem Festival. Die wahrscheinlich kleinste Blaskapelle der Welt sorgte mit einem musikalischen Cross-Over und harmonischem Gesang für beste Stimmung.

    Die Gruppe besteht aus den Instrumenten Trompete (Alex Schuhmann), Flügelhorn (Sophie Barth) und Tuba (Daniel Barth). Fexer bedeutet im oberpfälzischen Dialekt Ableger. Eine Wirtin verpasste ihnen diesen Namen, weil das Trio ein Ableger der Blaskapelle in ihrem Heimatort Berngau ist. Das liegt in der Nähe von Neumarkt in der Oberpfalz.

    Schon bei den ersten Takten der ersten Polka hörte man Jauchzer aus dem Publikum. Typisch für den Verlauf des Abends waren Schwenks innerhalb eines Stückes von einem Musikstil zum anderen. So ging zum Beispiel die Amsel-Polka von Ernst Mosch in einen Tango über, ein Stück von Herbert Pixner in das russische Volkslied Kalinka, wobei während des Spiels auch eine Tanzeinlage mit Beinschwüngen geboten wurde.

    Doch nicht nur mit ihren instrumentalen Fähigkeiten beeindruckten sie das Publikum, auch gesungene Passagen gehörten zum Programm. Vor allem bei den Refrains von Popsongs zeigten sie perfekt aufeinander abgestimmten dreistimmigen Satzgesang. A Capella brachten sie eine kurze Parodie auf Elvis Presleys „Love me tender“ dar: „Wenn ich auf der Bühne steh, Trockenheit im Mund, die Zunge klebt am Gaumen fest, das ist nicht gesund. Kühles Helles wär mein Traum, endlich bist du da“. Dieses Lied sangen sie so lange, bis sie tatsächlich ein Bier bekamen.

    Im September ist die Band wieder in Günzburg zu hören

    Die Rock-Medleys waren reizvoll gestaltet. So traf bei einer Hommage an Bon Jovi ein Lied aus den Achtzigern (Living on a Prayer) auf einen Titel um die Jahrtausendwende (It's My Life). Auch die Arrangements von Popsongs waren ansprechend. So hat zum Beispiel bei Abbas „Super Trouper“ zunächst das Flügelhorn die Melodie, die Trompete eine Überstimme. In der zweiten Strophe übernimmt dann die Trompete die Melodie. Großen Jubel erntete auch ein Stück mit einem rasanten Tuba-Solo, angeblich mit 14.887 Tönen, aus chromatischen Wellen und Dreiklängen über mehrere Oktaven. Dieses wurde ins Programm genommen, um das Pro-Ton-Honorar von Tuba und hohem Blech wieder auszugleichen, erzählte der Tubist Daniel in einer seiner zahlreichen humorvollen Ansagen.

    „Ich finde es cool, dass sich auch unter der Woche etwas rührt und eine große Bandbreite an Musik geboten wird“, sagte Daniel Barth nach dem Konzert zum Charakter des Festivals. Seine Schwester fügte hinzu: „Ich finde es auch schön, dass es keinen Eintritt kostet. So trauen sich die Leute eher, Musikrichtungen zu hören, die sie vorher noch nie gehört haben.“ Zu der kleinen Besetzung seien sie durch Zufall gekommen. Die Vorteile davon seien, dass man sich nur mit zwei anderen Menschen verabreden müsse. Auch das Problem des Arrangierens werde dadurch vereinfacht: „Man braucht nur eine Melodie, einen Bass und irgendwas dazwischen“, erklärte der Musikstudent Daniel. Ihre Auftritte in der BR-Fernsehsendung „Brettl-Spitzen“ hätten ihnen eine größere Reichweite beschert. Die Fexer pflegen eine Partnerschaft mit der Formation Blechverrückt aus dem Landkreis Günzburg und treten am 21. September bei deren zehnjährigem Gründungsjubiläum im Forum auf.

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