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Leipheim schiebt Zusammenlegung der Kinderkrippen „Sonnenschein“ und „Raupe Nimmersatt“ vorerst auf

Leipheim

Nach Kritik: Leipheim rudert bei umstrittener Schließung von Kinderkrippe zurück

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    Können sich Leipheims Stadträte auf ein neues Datum für die Schließung der Kinderkrippe „Sonnenschein“ einigen?
    Können sich Leipheims Stadträte auf ein neues Datum für die Schließung der Kinderkrippe „Sonnenschein“ einigen? Foto: Alexander Kaya (Archivbild)

    Eigentlich müsste die Kinderkrippe „Sonnenschein“ in der Leipheimer Innenstadt schon seit einer Woche geschlossen sein. Das zumindest war der Plan: kein Weiterbetrieb mehr zum 1. Februar, die betroffenen zehn Kinder wechseln in die Kita „Raupe Nimmersatt“. Die Stadt hatte, wie berichtet, die Zusammenlegung vor allem damit begründet, dass die Anmeldezahlen rückläufig sind und Leipheim sparen muss. Bei Eltern aber kam gar nicht gut an, dass das entsprechende Info-Schreiben erst zwei Wochen vor dem geplanten Ende verschickt worden war. Und auch im Stadtrat löste der Vorgang eine kontroverse Diskussion aus. Im Nachgang war unter anderem von „Bullshit“ die Rede. Jetzt hat die Verwaltung tatsächlich etwas zurückgerudert. Bislang ist die Kita weiterhin geöffnet und nur zwei Wochen nach der letzten Sitzung wird sich der Stadtrat in wenigen Tagen wieder mit der Causa „Sonnenschein“ beschäftigen, wie Bürgermeister Christian Konrad bestätigt. Eine Sache aber schließt der CSU-Politiker nach wie vor aus.

    Konrad nennt gegenüber unserer Redaktion vor allem zwei Gründe, warum die Krippe nun vorerst doch länger offenbleibt: Zum einen gebe es in den verschiedenen Fraktionen des Stadtrats offenbar keine Einigkeit darüber, wann genau die Kitas zusammengeführt werden sollen. Hintergrund ist, dass die Räte den Beschluss wohl lediglich unter der Zeitangabe „schnellstmöglich“ gefasst hatten. Außerdem zeigte offenbar auch ein Elterngespräch wenige Tage vor der ursprünglich geplanten Schließung Wirkung. Die betroffenen Mütter und Väter äußerten dort gegenüber dem Rathauschef ihre Vorbehalte. Ihnen geht es unter anderem darum, dass sie mehr Vorlauf haben für die Ein- beziehungsweise Umgewöhnung. „Ich wollte wissen, wo genau das Problem liegt“, sagt Konrad gut eine Woche nach dem Termin.

    Leipheims Bürgermeister Konrad: Genug Kita-Personal in „Raupe Nimmersatt“

    Zur Debatte stehen ihm zufolge nun zwei Möglichkeiten: Entweder werde die Krippe „Sonnenschein“ zum 1. März, also einen Monat später als geplant, schließen. Oder die Stadt wartet gleich bis zum Ende des Kindergartenjahres am 31. Juli und verteilt die betroffenen Kinder dann erst auf die bestehenden Gruppen der „Raupe“. „Wir würden vom Personal her beides hinkriegen“, versichert Konrad. Das habe die Rücksprache mit der Leitung der Kita „Raupe Nimmersatt“ ergeben.

    Über diese Alternativen sollen sich die Stadträte in der kommenden Sitzung am Donnerstag, 12. Februar, beraten. Laut dem Bürgermeister hat die Verwaltung von mehreren Fraktionen schon Rückmeldungen erhalten, welches Datum bevorzugt wird. „Es gibt aber kein einheitliches Stimmungsbild, das erschwert die ganze Geschichte. Wir müssen das Konsolidierungsprojekt ja datumsmäßig irgendwie festzurren“, so Konrad.

    Spätere Schließung von Krippe „Sonnenschein“ mit Mehrkosten verbunden

    Besagtes Konsolidierungskonzept ist nötig, weil sich das Landratsamt zuletzt um die finanzielle Leistungsfähigkeit Leipheims sorgte. Im konkreten Fall will die Stadt laut dem Rathauschef dadurch Geld sparen, dass in der „Raupe“ pro Gruppe künftig mehr Kinder betreut werden. Außerdem soll im bisherigen „Sonnenschein“-Gebäude in der Von-Richthofen-Straße dann die Nachmittagsbetreuung stattfinden, dafür zahlt die Stadt bislang Miete.

    Würde die Einrichtung noch bis zum Ende des Kitajahres weiterbetrieben, geht Konrad von Mehrkosten von mehreren Tausend Euro aus. „Wir versuchen jetzt einen Konsens zu finden, aber gleichzeitig nicht das Ergebnis des Konsolidierungskonzepts aus den Augen zu verlieren“, so der CSU-Politiker. In einem Punkt zeigt er sich überzeugt: „Die Krippe ‚Sonnenschein‘ gar nicht zu schließen, steht nicht zur Debatte.“

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