Manch einem sind am Dienstag vielleicht die beiden Helikopter aufgefallen, die in der Nähe der B16 in Günzburg kreisten. Während der besucherfreien Tage hatte das Legoland ein anderes Publikum als sonst: Statt Familien mit Kindern waren Höhenretter, Flughelfer und Hubschrauberteams auf dem Gelände unterwegs. Im Freizeitpark trainierten die Einsatzkräfte der Feuerwehren München, Augsburg und Regensburg gemeinsam mit zwei Hubschrauberteams der Bundeswehr und der Polizei München anspruchsvolle Rettungsszenarien in großer Höhe.
Für die Einsatzkräfte bot das Legoland eine besondere Kulisse: Türme, Wald und die ungewöhnliche Umgebung eines Freizeitparks schaffen Bedingungen, die im regulären Trainingsalltag kaum nachgestellt werden können. Die Teams trainierten Abläufe, bei denen jeder Handgriff sitzen muss – von der Sicherung in großer Höhe über klare Funkabsprachen bis zur präzisen Zusammenarbeit zwischen Höhenrettern, Flughelfern und Hubschrauberbesatzungen.
Im Legoland Günzburg haben Höhenretter, Hubschrauber und Flughelfer gemeinsam für den Ernstfall trainiert
Die Übung wurde bewusst während der Schließtage des Parks durchgeführt. So konnten die Einsatzkräfte die besondere Infrastruktur des Resorts intensiv nutzen, um Rettungstechniken zu trainieren und die Zusammenarbeit verschiedener Einheiten weiter zu stärken, teilt die Legoland-Pressestelle mit. Gerade die Kombination aus Höhenrettung, Flughelfern und Hubschraubern machte die Probe besonders anspruchsvoll.
Christian Eisele, ehemaliger Kommandant der Feuerwehr Günzburg und Koordinator am Dienstag, erklärt: „Wir freuen uns sehr, dass wir unter diesen Bedingungen trainieren können. Solche Übungsorte sind für uns enorm wertvoll, weil wir hier Situationen durchspielen können, die sich sonst kaum nachstellen lassen.“
Bei der Übung kam spezielle Ausrüstung zum Einsatz, darunter neue Luftrettungssäcke der Polizei
Die Übung im Legoland Günzburg ist dabei nicht nur auf Freizeitparks übertragbar. Die trainierten Abläufe können auch bei anderen komplexen Einsatzlagen relevant werden – etwa bei Unfällen an schwer zugänglichen Orten, in Waldgebieten, an technischen Anlagen oder bei Hochwasserlagen. Auch spezielle Ausrüstung kam im Rahmen der Übung zum Einsatz, darunter neue Luftrettungssäcke der Polizei.
„Die Einsatzkräfte der Höhenretter und die Fliegerstaffeln der Polizei und Bundeswehr helfen Menschen in Momenten, in denen jede Sekunde zählt und andere nicht mehr weiterkommen“, sagt Manuela Stone, Geschäftsführerin vom Legoland Deutschland Resort. „Wenn wir mit unserem Resort dazu beitragen können, dass sie sich auf diese besonderen Situationen besser vorbereiten können, unterstützen wir das gerne.“ (AZ)
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