Landesliga

08.01.2018

Abschied aus der Abstiegszone

Gut gemacht: Nach drei Siegen in Folge können die Niederraunauer sehr zuversichtlich in die zweite Saisonhälfte starten.

Niederraunau feiert den dritten Sieg in Folge. Es gibt weitere Gründe, zur Saisonmitte Zuversicht zu zeigen

Mit dem dritten Sieg in Folge haben sich die Niederraunauer Handballer etwas von der direkten Abstiegszone der Landesliga Süd entfernt. Auch wenn 10:16 Punkte nach der Vorrunde alles andere als berauschend sind, gibt die Entwicklung der neuen Mannschaft Anlass, dem restlichen Saisonverlauf optimistisch entgegenzusehen.

Mit dem überdeutlichen 38:21-Erfolg am Münchner Ostbahnhof durften die Schwaben aufgrund des Saisonverlaufs schon rechnen. Der Tabellenletzte TSV München-Ost war absolut chancenlos gegen die vor allem in der ersten Halbzeit überzeugenden Gäste. Welch paradiesische Verhältnisse im Krumbacher Schulzentrum im Vergleich zu manchen Münchner Hallen herrschen, konnten die wieder in großer Zahl mitgereisten Fans erfahren. Einer der größten Sportvereine Münchens spielt in einer Halle ohne jegliche Tribüne und schon der Eingang zum Berufsbildungszentrum versteckt sich mehr als geschickt.

Beeindruckend präsentierte sich Niederraunau in Sachen Zusammenhalt. Zu einer voll besetzten Bank mit einem Kader von 14 Spielern kam Florian Gaedt nach seiner Wunderheilung. Mehrere Brüche in der linken Hand hatten ihm eine Pause verordnet. Gerade vom Gips befreit, machte er schon wieder das Aufwärmprogramm mit. Zudem hat TSV-Coach Udo Mesch mit Björn Egger auch noch ein Supertalent in Warteposition, das nach einem Kreuzbandriss dem ersten Einsatz in der Landesliga entgegenfiebert.

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Mesch hatte seiner Mannschaft sicheres, aber enorm schnelles Rückraumspiel mit permanentem Druck auf die Abwehr vorgegeben. Dazu sollten ein weniger riskantes Abwehrverhalten und ein schnelles Spiel nach vorne kommen. Das alles klappte und da Andres von Kries diesmal nach Belieben traf, besaß das Team wieder gehobenes Landesliga-Niveau. Beim 10:4 (15.) waren schon fünf seiner Kracher im Ostler-Tor eingeschlagen. Man konnte das Staunen der Münchner Torhüter spüren. Und dass Raunau auch in dieser Saison wieder auf seine herausragenden Torhüter bauen kann, ist beinahe Selbstverständlichkeit. Glänzte anfangs Matthias Rogg und danach Armin Hessheimer, so war diesmal Rückkehrer Maxi Jekle der alles überragende Spieler.

Die Münchner waren zu bewundern, dass sie eigentlich nie völlig aufsteckten. Nach 1:8-Rückstand hielten sie bis zum 6:13 mit und auch die Manndeckung gegen von Kries forderte von den Raunauern einige Minuten bis zur geglückten Neuorientierung. Aber jetzt trugen sich die anderen Feldspieler in die Torschützenliste ein und Lukas Konkel verwandelte die Siebenmeter bis zum Halbzeitstand von 9:20 gewohnt sicher.

Mesch konnte dann experimentieren und die Münchner konnten die hohe Niederlage wenigstens einigermaßen in Grenzen halten. Ab der 52. Minute kamen dann auch alle Niederraunauer A-Jugendlichen zum Einsatz, von den Routiniers Mathias Waldmann und Stefan Jordan als Ankerspieler unterstützt. So waren nach Oliver Bösch auch Florian Rothermel und Marcel Gutmann mit weiteren Landesligatoren erfolgreich. (walp)

TSV Niederraunau Hessheimer, Jekle; von Kries (11), Konkel (7/4), Celik (4), Kiebler (3), Waldmann (3), Matzner (3), Sadlo (2), Blösch (2), Jordan (1), Rothermel (1), Gutmann (1/1), Thalhofer

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