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Handball

13.11.2017

Alle Hände voll zu tun

Hinten dicht machen, vorne treffen: Stephan Jahn (hier im Heimspiel gegen Göppingen) war mit drei Treffern und einer engagierten Abwehrleitung am Günzburger Erfolg beteiligt.
Bild: Ernst Mayer

Wie die Günzburger A-Jugend zum dritten Bundesliga-Auswärtssieg kommt.

Die A-Junioren des VfL Günzburg haben mit einer tollen kämpferischen Leistung den dritten Auswärtssieg der Saison geholt. Im Bundesligaduell bei der SG BBM Bietigheim hieß es am Ende 26:23 für den Günzburger Nachwuchs.

Der Siegeswille war von der ersten Minute an zu spüren. Voll konzentriert nahmen die Günzburger dieses Spiel in Angriff. Vor allem die Abwehr mit einem starken Masin Chikh im Tor war ausschlaggebend für diesen Erfolg. Die Jungs in der Innenverteidigung hatten freilich auch alle Hände voll zu tun gegen körperlich überlegene Gegner. Mit viel Einsatz und schnellen Beinen wurde allerdings dieses körperliche Manko mehr als wettgemacht. So lassen sich die nur 23 Gegentore gegen einen solch starken Gegner erklären. Heiko Seel-Mayer übernahm einmal mehr den defensiven Part, während Lukas Rembold sich offensiv um die Gegner kümmerte. Frieder Bandlow, Stephan Jahn und Johannes Rosenberger machten daneben dicht.

Aber nicht nur in der Abwehr war eine Spitzenleistung gefordert, auch im Angriff war Schuften angesagt. Die Bietigheimer Gastgeber stellten sich mit ihren „Riesen“ sehr defensiv in eine 6:0-Deckung. Die Mittel, über diesen Abwehrblock zu werfen und gegen einen guten Keeper Tore zu erzielen, sind bei den Günzburgern rein körperlich nur eingeschränkt vorhanden. Also mussten sie in mühevoller Kleinarbeit mit viel Tempo und Engagement die kleinen Lücken suchen. Unermüdlich brachte Spielmacher Rembold seine Nebenspieler in Position. Vor allem Bandlow fand immer wieder das Tor, aber auch Jahn und Rosenberger gelang es, einige Male einzunetzen. Sehr schwer hatte es dagegen der sonst so effektive Kreisläufer Nico Ruchti zwischen den defensiven Schwergewichten. Dennoch konnte er sich einige Male durchsetzen. Ein weiterer VfL-Bonus waren Tempogegenstöße, die vor allem Jonathan Stegmann sicher verwandelte.

Anfangs entwickelte sich das Spiel ganz nach Wunsch der Günzburger Trainer Rudi Jahn, Volker Schmidt und Markus Guckler. Die Führung wurde über 2:0 und 6:3 auf 12:6 ausgebaut. Schon etwas müde gespielt, gingen die Weinroten immerhin mit einem respektablen Vier-Tore-Vorsprung in die Halbzeitpause (12:8).

Anschließend dauerte es einige Zeit, bis sie in der Abwehr wieder so gut standen wie zuvor. Die Bietigheimer Jungs, die hoch motiviert aus der Kabine kamen, nutzten diese Eingewöhnungsphase gnadenlos aus und so stand es bald nur noch 16:15 (39.). Sollte sich jetzt eine spielentscheidende Schwächephase einstellen? Doch die mitgristen Fans konnten beruhigt sein, denn die Günzburger fanden über den Kampf zu einer kompakteren Abwehr zurück und bauten ihren Vorsprung wieder kontinuierlich auf 19:15 und 22:17 aus. Einige Pfostenwürfe erschwerten die Endphase des Spiels unnötigerweise. Umso größer war dann der Jubel, als Stegmann kurz vor Spielende einen Siebenmeter zum 26:23 verwandelte und damit der Sieg perfekt war.

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