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Fußball-Bezirksliga

12.05.2018

Am Boden, aber noch nicht abgestiegen

Kilian Danzl kann’s nicht fassen: Alles haben er und seine Offinger Teamkollegen gegeben, am Ende stand die Niederlage gegen Gersthofen. Trotzdem: Noch lebt die Chance auf den Klassenerhalt.
Bild: Ernst Mayer

Offingen und Ziemetshausen stehen dicht vor dem sportlichen Abgrund. Was die Hoffnung auf den Klassenerhalt leben lässt.

Es geht um Sein oder Nichtsein für die heimischen Fußball-Bezirksligisten TSV Offingen und TSV Ziemetshausen. Die Vorgabe „Verlieren verboten“ steht ganz dick an der Kabinentür, wenn sie sich am heutigen Samstag, 12. Mai, auf den Weg in ihre Begegnungen machen. Wenn man’s genau nimmt, hilft zumindest den Offingern nur ein Sieg weiter. Gelassen startet dagegen der SC Bubesheim in die beiden abschließenden Saisonspiele. Wenn nichts Außergewöhnliches passiert, beendet das Team die Runde als Tabellenfünfter.

TSV Ziemetshausen – TSV Bobingen In der Rangliste befindet sich das Team von Trainer Rainer Amann zwar weiterhin über dem Strich, doch insgesamt fünf Teams befinden sich nun dicht an dicht, nur durch insgesamt drei Zähler voneinander getrennt, im Rennen um den Klassenerhalt. Zwei der fünf wird’s am Ende mindestens erwischen, ein weiterer Verein erhält in der Relegation die Chance zum Drinbleiben. Gut möglich, dass am Ende der direkte Vergleich über Sein oder Nichtsein auf der höchsten schwäbischen Spielebene entschieden wird.

Mit Zahlenspielereien beschäftigt sich Amann im Vorfeld des vorentscheidenden Heimspiels gegen Bobingen nicht. Seine Hoffnung auf einen Heimsieg basiert vor allem auf den guten Auftritten der Ziemetshauser in dieser Frühjahrsrunde. Dass es unter der Woche in Heimertingen nicht zum Punktgewinn gereicht hat – ein Betriebsunfall. Jetzt gilt’s. Und das Selbstbewusstsein ist da. Amann sagt: „Vor zehn Wochen hat niemand mehr mit uns gerechnet, jetzt haben wir die beste Ausgangsposition dieser fünf gefährdeten Teams.“ Doch er hat auch ein Personalproblem, denn aufgrund einiger angeschlagener Kicker kann er personell und taktisch nicht mehr so agieren wie noch vor vier Wochen.

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Der Gast wird unterdessen nicht geneigt sein, Punkte-Geschenke zu verteilen. Da Bobingen sein Nachholspiel am Mittwoch verlor, ist das Team ebenfalls noch nicht hundertprozentig gesichert.

Amann hofft für die Partie noch einmal auf echte Heimspiel-Atmosphäre. „Wir werden jegliche Unterstützung auch von außen benötigen, um ein richtiges Spektakel zu praktizieren“, sagt er.

Unterdessen steht der erste Spieler-Abschied fest: Adnan Akyel wird den TSV Ziemetshausen verlassen. Der 31-jährige Mittelfeldakteur geht als Spielertrainer zum SV Obergessertshausen (A-Klasse). Anpfiff: Samstag, 15.30 Uhr

FC Lauingen – TSV Offingen Trotz eines sehenswerten Treffers von Philipp Schönberger verlor der TSV Offingen seine Partie am vergangenen Sonntag gegen den TSV Gersthofen 1:2. Vor allem im spielerischen Bereich offenbarten die Offinger deutliche Schwächen. Auch das Mitwirken der wegen Verletzungen zuvor eigentlich zurückgetretenen Joshua Deubler und Michael Eberle konnte daran nichts ändern.

Jetzt müssen die Offinger also auf einen oder zwei Ausrutscher ihres direkten Konkurrenten, SV Wörnitzstein-Berg, um den Relegationsplatz hoffen. Der Nachfolgeverein des FC Donauwörth 08 hat momentan zwei Punkte mehr auf der Habenseite als die Offinger. Da wird die Luft ziemlich dünn für den Aufsteiger, zumal ja nur noch zwei Spieltage anstehen. Beim FC Lauingen ist ein Sieg für die Offinger also Pflicht. Er sollte auch machbar sein: Die Mohrenstädter sind Vorletzte und stehen neben dem FC Horgau schon als sichere Absteiger in die Kreisliga fest. Gutes Omen: Im Hinspiel gelang dem TSV durch ein Lauinger Eigentor ein knapper 1:0-Erfolg.

Nach der Partie beim FC Lauingen hat der TSV noch das Heimspiel gegen den VfL Ecknach vor der Brust. Konkurrent Wörnitzstein-Berg kickt ebenfalls noch gegen Ecknach sowie zum Saisonfinale gegen den TSV Hollenbach. Sollten die Offinger tatsächlich den 13. Platz erreichen, kommt es für sie zu einem Relegations-Marathon. Drei Partien muss der TSV dann gewinnen, um auch in der kommenden Saison Bezirksligist zu sein.Anpfiff: Samstag, 15.30 Uhr

TSV Nördlingen II – SC Bubesheim Auslaufen unter Wettbewerbsbedingungen lautet die Ansage an die Bubesheimer. Sie müssen auch nicht die Sorge mit aufs Feld nehmen, den sportlichen Charakter zu vernachlässigen, denn für die Gastgeber geht es in der Tabelle ebenfalls um nichts Weltbewegendes mehr; die Reserve des Landesliga-Meisters hat den Klassenerhalt sicher.

Zeit für Abteilungsleiter Karl Dirr, schon mal zusammenzufassen und nach vorne zu blicken. Der momentan erreichte fünfte Platz jedenfalls sei angesichts des monatelang andauernden Verletzungspechs aller Ehren wert, bekräftigt der Funktionär. „Er ist höher einzuschätzen als der dritte in der vergangenen Runde“, sagt er. Für die neue Spielzeit sei es das Wichtigste, dass die Langzeitverletzten endlich zurückkehren. „Dann bin ich überzeugt, dass wir – zusammen mit der einen oder anderen Verstärkung – eine gute Rolle spielen können“, blickt Dirr voraus. Das Gegenteil habe die komplette Mannschaft in dieser Saison erlebt. „Wenn du gleich mehrere verletzte Stammspieler hast, ist alles, was du vorher geplant hast, Schall und Rauch.“ Trotz dieser Erfahrung werde der SC Bubesheim nicht den Weg gehen, auf Teufel komm raus den womöglich kurzfristigen Erfolg anzupeilen. „Wir bleiben beim Versuch, nachhaltig aufzubauen“, verspricht Dirr. Anpfiff: Samstag, 12.15 Uhr

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