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Basketball

16.05.2017

Auf dem Sprung nach ganz oben

Klare Ansagen in Wort und Gestik: Rita Quinz leistet beim TSV Wasserburg hervorragende Aufbauarbeit.
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Klare Ansagen in Wort und Gestik: Rita Quinz leistet beim TSV Wasserburg hervorragende Aufbauarbeit.
Bild: Ernst Mayer

Die jungen Wasserburgerinnen schlagen sich unter Bayerns Besten überraschend gut. Der Auftritt vor heimischem Publikum belegt die großartige Aufbauarbeit.

Das ist mal eine Ansage: „Ich würde mich nicht wundern, wenn wir in den nächsten zwei Jahren einen Titel nach Günzburg holen“, formuliert Rita Quinz nach den Bayerischen Meisterschaften der U17-Basketballerinnen. Die fanden am Wochenende in der Bruno-Merk-Sporthalle in Günzburg statt und die Trainerin des TSV Wasserburg-Günzburg landete mit ihrem Team auf dem vierten Platz.

Das allein ist schon ein bemerkenswerter Erfolg unter Bayerns Besten, dann immerhin galt der Schwaben-Meister als krasser Außenseiter, startete als jüngste und körperlich kleinste Mannschaft in diese Titelkämpfe. Da ist eine Halbfinal-Teilnahme aller Ehren wert, zumal sich die Deutlichkeit der Niederlage gegen den späteren Turniersieger TV 48 Schwabach in ehrenvollen Grenzen hielt.

Was die ausgewiesene Expertin auf der TSV-Trainerbank so zuversichtlich stimmt, ist die Summe ihrer Erfahrungen. Seit einigen Jahren bastelt sie nun mit einem engagierten Team um Abteilungsleiter Manfred Mayrhofer daran, aus dem Nichts eine schlagkräftige Basketball-Sparte in der Großen Kreisstadt aufzubauen. Ihre Mädchen spielen teilweise noch gar nicht lange, einige besitzen aber so viel Talent und Einsatzfreude, dass ihnen die Trainerin jetzt schon eine „große Zukunft“ verheißt. Quinz muss es beurteilen können. Sie besitzt die höchste Übungsleiter-Lizenz, die es in Deutschland gibt; in ihrer Laufbahn als Spielerin und Trainerin fuhr sie bereits Unmengen von Erfolgen ein. Kollegen bescheinigten ihr aktuell in Günzburg „unglaubliche“ Aufbauarbeit. Dass ihre U17-Mädchen nun putzmunter im Becken der großen Fische mitschwimmen, kommt also nicht von ungefähr – aber trotzdem einigermaßen überraschend, denn „wenn man das von Grund auf aufbauen muss, ist das langwieriger und demzufolge auch schwieriger“, betont Quinz.

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Ihre Spielerinnen warfen bei Wahnsinns-Stimmung in der Halle (die Begegnungen verfolgten bis zu 250 Augenzeugen, unter ihnen Günzburgs Oberbürgermeister Gerhard Jauernig und Basketball-Nationalspielerin Katharina Fikiel) tatsächlich ihre Herzen aufs Spielfeld, glichen körperliche Defizite immer wieder mit Aggressivität und Athletik aus. Müde, aber glücklich und auch erfolgreich durften sich die Mädels hinterher mit Recht über ein sportlich großartiges Wochenende freuen.

Was den Wasserburger Mädels vielleicht noch fehlt zum ganz großen Wurf, sind ein, zwei richtig große Spielerinnen. Quinz sagt im Rückblick auf die Titelkämpfe: „Da waren Teams dabei, die hatten mindestens zwei 1,90 Meter-Frauen. Unsere Größte ist 1,78 Meter“.

Den Titel holte sich der Mittelfranken-Meister durch ein 36:17 im Endspiel gegen den SC Kemmern aus Oberfranken. Den hatte Schwabach bereits in der Gruppenphase bezwungen. Auffallend im Turnier war, dass die allermeisten Spiele sehr deutlich endeten. Ein Ausreißer in dieser Hinsicht war der 50:47-Gruppensieg des TSV Wasserburg-Günzburg gegen Neumarkt/Oberpfalz.

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