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Landesliga

27.11.2017

Beton-Abwehr beendet Bergab-Tendenz

Wuchs beim Spiel in Dachau über sich hinaus: Torwart Armin Hessheimer, die „Mauer von Niederraunau“.

Gestützt auf eine grandiose Torwartleistung feiern die Niederraunauer den Auswärtssieg im Kellerduell

Irgendwann musste es ja passieren. Endlich halten die Landesliga-Handballer des TSV Niederraunau nach einem knappen Spiel das bessere Ende in ihren Händen. Im Kellerduell beim ASV Dachau präsentierten sie sich zum ersten Mal in dieser Bergab-Saison in der entscheidenden Phase als clevere Mannschaft und drehten das bereits verloren geglaubte Spiel noch zu einem 27:26 (15:14)-Auswärtserfolg.

Matchwinner war in der Schlussphase und eigentlich im ganzen Spiel Torhüter Armin Hessheimer. Auch das ist neu im bisher so unglücklichen Saisonverlauf. Die Raunauer konnten auch einmal Rückraumwürfe des Gegners zulassen und sich auf den eigenen Keeper verlassen. Die sogenannten „Unhaltbaren“ aus dem Nahbereich sind sowieso eine Spezialität von Hessheimer, dieses Mal verteilte er sein Können auf alle Fachbereiche.

So auch gleich zu Beginn. Zwei Mal hatte er bereits glänzend pariert und Andreas von Kries und Florian Gaedt im Angriff zugeschlagen. In der Folge merkte man der erneut überaus offensiven Abwehrformation der Raunauer aber wieder ihre Abstimmungsschwierigkeiten an. Immer wieder ergaben sich im Abwehrzentrum Lücken. Dachau glich zwischenzeitlich aus, aber von Kries und Gaedt brachten die Raunauer wieder in Führung. Das 8:5 (13.) hielt freilich nicht lange. Die Raunauer Routiniers Mathias Waldmann und Michael Thalhofer vergaben dann ihre Siebenmeterchancen und brachten so die Gastgeber zurück. Vom 9:9 bis zum 12:12 wechselten die Führungen ständig. Und es blieb eng. Immerhin stellten Spielführer Thalhofer und Boris Matzner auf eine knappe Halbzeitführung. Dabei hatten die Raunauer noch Pech gehabt. Ein Heber von Gaedt landete am Pfosten, Hessheimer hatte zwei Mal die Hand am Ball, ohne abwehren zu können und der erneut überzeugende A-Jugendliche Oliver Blösch vergab freistehend. Für ihn war das Spiel dann schon nach 27 Minuten beendet. Für eine Abwehraktion mit Tatort Hals des Gegners erhielt er eine harte Rote Karte. Coach Udo Mesch hatte beim 10:10 auch seine Abwehr auf eine defensivere 6:0-Variante umgestellt. Gerade diese Maßnahme sollte sich noch positiv bemerkbar machen.

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Dazwischen mussten die Raunauer aber wieder hart in die Lehre gehen. Das 16:15 durch Oliver Kiebler war vorerst die letzte Führung für Raunau. Der Rückraum schien sein Pulver verschossen zu haben und so wechselte wieder einmal Waldmann in die Zentrale. Doch trotz seiner Torerfolge hatten die Dachauer einen Lauf, machten aus dem 23:23 ihrerseits eine komfortable Drei-Tore-Führung (54.).

Diesmal freilich steckten die Mittelschwaben die Köpfe nicht in den Sand. Hinten wurde engagiert Beton angerührt. Die Abwehr zwang die Dachauer zu Rückraumwürfen. Die ersten beiden gingen am Tor vorbei. Waldmann und Ferit Celik verkürzten. Anderthalb Minuten vor Schluss glich Gaedt zum 26:26 aus. Dann wieder kein Durchkommen für die Dachauer, Hessheimer parierte einmal mehr glänzend. Und mit eigenem Ballbesitz tankte sich Waldmann unnachahmlich durch, machte das 27. Tor. Dachau hatte noch 25 Sekunden, der Wurf prallte an die Oberkante der Latte und von dort an die Hallendecke. Raunau feierte. (walp)

TSV Niederraunau Hessheimer, Rogg; Waldmann (7/2), Gaedt (5), von Kries (5), Matzner (4), Celik (3/1), Thalhofer (2), Kiebler (1), Jordan, Blösch

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