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Sportskanonen

01.01.2019

Britta Pfister will in die Ski-Spuren der Schwester treten

Das Ziel heißt Weltcup: Britta Pfister, hier bei der bayerischen Schülermeisterschaft im Slalom.
Bild: Cornelia Schmidt, Paul-Foto

Die 15-jährige Britta Pfister möchte im alpinen Ski-Weltcup mitmischen. Meike Pfister ist bereits da. Ihr Erfolg hilft der Jüngeren. Dennoch ist der Druck groß.

Das öffentliche Augenmerk gilt der älteren Schwester. Immerhin hat Meike Pfister bereits ein paar hübsche Weltcup-Platzierungen erreicht. Doch diesmal geht es um Britta, die jüngere und womöglich nicht weniger talentierte Schwester. Jedenfalls hat sich auch die 15-Jährige als Ziel gesetzt, im alpinen Skisport ganz oben mitzufahren. Da, wo ihre Schwester bereits angekommen ist.

Mit zwei Jahren stand Britta das erste Mal auf Skiern. Anfangs fuhr sie bei ihrem Opa den Berg runter, mit drei Jahren nahm sie dann schon an den ersten Zwergerlrennen teil und gewann in der Folge einige. Ihr erster Meilenstein war der Ziener-Cup für Kinder, in dem sie mit sechs Jahren an den Start ging und auch gewann. Nach vielen guten Jahren nahm Britta Pfister dann an der Allgäuer U12-Rennserie um den Reischmann-Cup teil und hatte so gute Ergebnisse, dass sie sich für den Deutschen Schüler-Cup (DSC) qualifizierte. Seitdem fährt sie in jedem Winter im DSC mit. Mit ihren Erfolgen hat sie sich schon zwei Mal für das Felix-Neureuther-Camp qualifiziert, in das man nur aufgenommen wird, wenn man unter die besten drei eines Rennens kommt. In der zurückliegenden Saison fuhr Britta Pfister zum ersten Mal bei den deutschen Schülermeisterschaften mit.

Internationale Erfahrungen weist die talentierte Jugendliche ebenfalls schon auf. Sie fuhr in mehreren Rennen gegen Kontrahentinnen aus Italien, Österreich, Frankreich und der Schweiz. „Das war eine sehr schöne Erfahrung“, berichtet die 15-Jährige.

Britta Pfister hat sich im Sommer im Training verletzt

In diesem Winter läuft es bislang nicht wie geplant. Die Ursache ist klar auszumachen: Im August verletzte sich Britta Pfister beim Training. Doch trotz dieses Rückschlags will sie es in den kommenden Tagen und Wochen noch mal wissen, ihr Können beweisen, um im nationalen Jugendbereich weiterfahren zu können und ihrer Schwester einen Schritt näher zu kommen.

Um auf diesem Niveau fahren zu können, muss ein Talent viel Arbeit und Zeit investieren. So ist es keine Seltenheit, dass Britta Pfister während der Saison vier bis fünf Tage pro Woche unterwegs ist, um zu trainieren oder an Rennen teilzunehmen. Damit ist es aber nicht getan, da sie auch privat trainieren muss. Und das nicht nur im Winter, wie sie betont: „Im Sommer trainieren wir überwiegend Kondition und Kraft oder haben ab und an Mentaltraining. Außerdem geht es des Öfteren auf den Gletscher.“ Das Ganze hat also auch seine Schattenseiten: „Alles ist sehr zeitaufwendig und ich muss sehr oft sehr weit fahren.“ Und so ganz nebenbei soll die Schulausbildung möglichst wenig leiden, obwohl Britta Pfister teilweise vom Unterricht befreit wird. „Meine Schule und vor allem mein Rektor sind da sehr verständnisvoll, was wahrscheinlich auch an dem Erfolg meiner Schwester liegt“, erzählt die Jugendliche.

Sie wird auch sehr von ihrer Familie und von ihren Freunden unterstützt, obwohl sie wenig Zeit für ein längeres Zusammensein hat. Doch wichtig sind all diese Kontakte, denn: „Die Unterstützung gibt mir Kraft, meine Ziele zu verfolgen.“ Immerhin ist Skifahren im Profibereich sehr hoher körperlicher wie mentaler Druck. Den hält die 15-Jährige aber aus, denn: „Ich entscheide mich bewusst für dieses Leben und würde, selbst wenn ich könnte, nichts anders machen.“

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