Totopokal

02.05.2017

Burgau gewinnt ein irres Spiel

Pokalsieger: Burgaus Kapitän Patrik Merkle und sein Team setzen an zum Jubel. Zuvor hatte der TSV den SC Eggelstetten in einem irren Spiel mit 6:5 geschlagen und sich damit den Pokal des Kreises Donau gesichert.
Bild: Silvia Izsó

Elf Tore fallen gegen Eggelstetten. Einen Wunschgegner für die Hauptrunde gibt es schon

Oberndorf-Eggelstetten Im zweiten Anlauf hat es geklappt: Der TSV Burgau gewinnt sein zweites Kreispokalfinale und zieht in die Hauptrunde des Totopokals ein. In einem Spiel, das an Spannung und Höhepunkten kaum zu übertreffen war, gewannen die Markgräfler beim SV Eggelstetten nach 90 Minuten mit 5:6 (3:3). Das Wetter hatte keine Gnade mit den Kontrahenten gezeigt. Nur zwei Minuten, bevor die Teams das Spielfeld in Eggelstetten betraten, verwandelte sich das zuvor leichte Tröpfeln in strömenden Regen. Die tapfer im Regen spielende Oberndorfer Trachtenkapelle sorgte für den musikalischen Auftakt, bevor die Teams auf den Platz kamen und die Spielführer gemäß der Aktion des Bayerischen Fußball-Verbandes auf die Wichtigkeit von Organspende aufmerksam machten.

Die erste Chance vor 300 Zuschauern hatten die Hausherren bereits nach zwei Minuten, doch Burgau konnte in höchster Not klären. Keine fünf Minuten waren gespielt, als Marc Sirch nach einem langen Passe zur Führung der Gäste vollstreckte. Der SVE zeigte sich unbeeindruckt: Benjamin Mang setzte sich an der Strafraumgrenze durch und zog zum 1:1 ab (14.). Eggelstetten drängte nun auf den Führungstreffer und Burgau in die eigene Hälfte. Die Gäste blieben jedoch vor allem durch Konter gefährlich. In der 24. Minute gingen die Hauherren in Führung, als Daniel Nolde im Versuch zu klären den Ball über den eigenen Torwart köpfte.

Beide Mannschaften hatten in der Folge ihre Möglichkeiten, wenngleich keine zwingenden. Und die Burgauer zeigten sich nun wieder präsenter. Patrik Merkle spielte sich durch die Abwehr, peilte das rechte untere Toreck an und zwang SVE-Torwart Markus Becht zu einer Glanzparade. Nur eine Minute später nutzte Merkle seine Chance: Er überlupfte den herausgelaufenen Becht und besorgte damit den 2:2-Ausgleich. Nur zwei Minuten später stahl sich Sirch durch die Eggelstettener Abwehr und schob zum 3:2 für Burgau ein. Die Gastgeber hatten nun mit den TSV-Stürmern sichtlich ihre Probleme. Doch kurz vor dem Halbzeitpfiff gelang der Ausgleich: Eine starke Flanke vom Rand der eigenen Hälfte kam direkt vor das Gästetor und Tobias Eubel köpfte zum 3:3 ein.

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Die zweite Hälfte ging so spannend weiter, wie die erste endete. Sechs Minuten nach Wiederbeginn zeigte Schiedsrichter Philipp Ettenreich nach einem Foul im Burgauer Strafraum auf den Elfmeterpunkt und Adrian Bachmayer vollstreckte eiskalt. Kurz darauf erhöhte Merkle mit einem strammen Schuss aus rund 25 Metern auf 5:3 für die Gäste. Sekunden später war der Ball wieder im Eggelstettener Kasten, doch der Linienrichter zeigte Abseits an. Der SVE war nun völlig von der Rolle und Burgau kam fast nach Belieben zu Möglichkeiten – bis der SVE seinerseits einen Elfmeter zugesprochen bekam. Daniel Schneider verwandelte zum 4:5 (58.). Beide Teams hatten weiterhin Chancen und Eggelstetten kam in der 74. Minute zum Ausgleich, als Maximilian Reiner Burgaus Torhüter Luca Mignogna herausragend überlupfte. Die Gastgeber übten nun wieder Druck aus, doch wieder ging Burgau durch Sirch in Führung, der von halb rechts das 6:5 schoss. Eggelstetten steckte nicht auf und hatte in den letzten Minuten einige starke Chancen durch mehrere Ecken, der abermalige Ausgleich blieb jedoch verwehrt und Burgau durfte feiern.

„Für die Zuschauer war es natürlich ein schönes Spiel“, sagte Burgaus Abteilungsleiter Dominik Brenner nach der Partie. Er bemängelte aber, dass sein Team sich selbst das Leben unnötig schwergemacht hatte. Gegen die eine Liga tiefer spielenden Egelstetter hätte man durchaus früher die Entscheidung klar machen können, so Brenner. Umso erleichterter ist er, dass es am Ende doch geklappt hat. „Jetzt freuen uns natürlich riesig auf die Hauptrunde. Ich denke, wir werden uns den FV Illertissen als Gegner auswählen. Dort spielen viele Kicker aus der Region, zum Beispiel auch der ehemalige Burgauer Sebastian Schaller. Das ist für uns das attraktivste Los.“ (mit sial)

TSV Burgau Mignogna, Krolikowsi (67. Hacim), Paulheim, Nolde, Kastrati, Brenner, Bachmayer, Beh, Merkle, Sirch, Okl (14. Schwaiger, 57. Bellaqua)

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