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Interview

04.08.2018

Comeback mit bekannten Gesichtern

Andreas Weßling ist Trainer der neu formierten TSG Thannhausen II in der B-Klasse.

Was Trainer Andreas Weßling, 52, von der zweiten Fußballmannschaft der TSG Thannhausen erwartet

Herr Weßling, Sie betreuen in dieser Saison die wieder angemeldete zweite Mannschaft der TSG Thannhausen in der B-Klasse West 1. Ist das Ihre erste Station als Trainer einer Seniorenmannschaft in Eigenverantwortung?

Nein. Ich habe in der Saison 2014/15 schon einmal die TSG Thannhausen II trainiert.

Wie kamen Sie jetzt wieder dazu?

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Ich wurde von der TSG darauf angesprochen, schließlich bin ich in Thannhausen kein Unbekannter, habe ich dort doch schon die A- und B-Jugend mehrere Jahre gecoacht. Zudem war ich auch bei der JFG Kammeltal und beim SSV Ulm als Jugendtrainer tätig.

Sie haben es ja mit einer internationalen Truppe zu tun. Die Hälfte der Spieler stammt aus der Türkei, Albanien und dem Kosovo. Ein Spieler hat sogar amerikanische Wurzeln. Die andere Hälfte der Akteure sind Deutsche. Es ist doch sicherlich nicht ganz leicht, daraus eine homogene Truppe zu formen. Wie wollen Sie das schaffen?

Es wird mit Sicherheit nicht immer leicht sein. Aber wir von der TSG Thannhausen stellen uns der Aufgabe und versuchen, eine Integration aufzubauen, die eine Vielschichtigkeit der Mannschaft als Ergebnis haben sollte.

Und dann kommt auch noch der große Altersunterschied innerhalb der Mannschaft dazu. Torwart Rinor Mema ist gerade mal 18 Jahre alt, demgegenüber stehen alte Haudegen wie etwa Florin Neagoe oder Özgür Halavart mit je 39 Jahren. Sehen Sie das als Vor- oder Nachteil?

Unser Ziel ist es, eine junge Mannschaft aufzubauen. Das heißt, wir werden sie nach und nach verjüngen. Momentan wird die zentrale Achse allerdings aus älteren, erfahrenen Spielern bestehen.

In der Saison 2015/16 hat die TSG Thannhausen ihre zweite Mannschaft während des laufenden Spielbetriebes zurückgezogen und dann ein Jahr mangels Spielern gar keine Mannschaft gestellt. Jetzt stehen 19 Akteure im Kader. Wo hat man die jetzt aufgetrieben?

Man hat versucht, ehemalige Spieler der TSG Thannhausen zurückzugewinnen. Bei den Akteuren handelt es sich fast ausschließlich um Fußballer, die bei der TSG Thannhausen ausgebildet wurden und die sich mit der TSG verbunden fühlen. Die jüngeren Spieler hatte ich ja selbst in meiner Tätigkeit als TSG-Jugendtrainer unter meinen Fittichen.

Als Saisonziel gibt die TSG Thannhausen „Oben mitspielen“ an. Aber ist das nicht zu wenig? Wenn die erste Mannschaft in der Bezirksliga spielt, dann sollte der Unterbau doch mindestens A-Klasse oder Kreisklasse spielen.

Ich will es mal so sagen: 2018 ist für uns ein Findungsjahr, mehr nicht. Wir werden versuchen, die Erkenntnisse und Erfahrungen ins Jahr 2019 zu retten und oben mitzumischen. In der darauffolgenden Saison werden wir dann die A-Klasse angreifen. Die Kreisklasse hingegen kann erst in drei bis fünf Jahren unser Ziel sein.

Wie muss man sich die Kommunikation zwischen erster und zweiter Mannschaft vorstellen?

Ich stehe mit Jürgen Brüller, dem Trainer der Ersten, ständig in Verbindung, schließlich trainieren die beiden Mannschaften ja jeweils am Dienstag und Donnerstag gemeinsam.

Wie ist eigentlich die Vorbereitung zum Comeback verlaufen?

Wir haben drei Testspiele bestritten und dabei gegen höherklassige Teams wie Türkiyemspor Krumbach und die SG Kammeltal unentschieden gespielt und gegen Bosporus Thannhausen mit 2:3 verloren. Eine gemischte Mannschaft hat im Pokalspiel gegen den SV Waldstetten eine 0:4-Niederlage hinnehmen müssen.

Gehen Sie optimistisch ins erste Spiel am Sonntag gegen den SV Neuburg II?

Die Entwicklung ist gut, die Spieler sind lernwillig und lernfähig. Aber meine Favoriten sind andere Mannschaften. Ich rechne fest mit dem SV Deisenhausen-Bleichen, der SG Kammeltal II und natürlich mit dem SV Neuburg II. Deshalb wird bereits das erste Spiel in Neuburg für uns gewissermaßen richtungsweisend sein.

Interview: Alois Thoma

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