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Trainer

13.04.2015

Der nächste Rücktritt

Marco Henneberg ist nicht mehr Trainer der TSG Thannhausen. Nach dem Spiel gegen Germaringen erklärte er seinen Rücktritt und führte interne Unruhe im Verein als Hauptgrund an.
Bild: Ernst Mayer

Marco Henneberg verlässt die TSG Thannhausen ab sofort. Als Grund nennt er die ständige Unruhe im Verein

Mit 1:1 ist das Fußball-Bezirksligaspiel der TSG Thannhausen gegen den SV Olympia Germaringen zu Ende gegangen. Die Tore fielen in der 71. Minute durch Peter Wahmhoff (SVO Germaringen) und in der 79. Minute durch Yunus Özkan. Doch das Ergebnis wurde schnell zur Nebensache: Denn nach der Partie trat TSG-Trainer Marco Henneberg zurück.

„Mein Rücktritt hat nichts mit dem Tabellenstand oder mit Abteilungsleiter Oliver Baumann zu tun. Mein Entschluss aufzuhören, hat sich über mehrere Wochen hingezogen. Jetzt musste ich für mich persönlich die Reißleine ziehen“, sagte Marco Henneberg. Der Trainer, der vor der Saison bei den Thannhausern die sportliche Verantwortung übernommen hat, ist stolz auf die Auftritte seiner Mannschaft nach der Winterpause: „Wir waren mit jedem Gegner auf Augenhöhe, gegen die Topteams aus Bobingen und Türkspor Augsburg haben wir in der Nachspielzeit verloren.“

Henneberg wollte in Thannhausen gemeinsam mit Abteilungsleiter Oliver Baumann etwas aufbauen und hat dafür auch ein Konzept erarbeitet, bei dem Spieler aus dem eigenen Nachwuchs und aus der näheren Umgebung für die TSG spielen sollten. Daraus wird nun nichts mehr: „Nach dem Rückzug des Konsortiums, das uns finanziell unterstützen wollte, gab es nur Probleme“, sagt Henneberg. In der Winterpause haben dann zehn Spieler die TSG verlassen. „Ich glaube, dass jede andere Mannschaft aus dem Landkreis, nach so vielen Abgängen, untergegangen wäre. Wir haben aber eine ordentliche Hallenrunde und einen guten Start in die Frühjahrsrunde geschafft“, erklärt der scheidende Coach.

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Grund für den Abschied waren diese Abgänge aber nicht. Ihm selbst und Abteilungsleiter Oliver Baumann seien in den vergangenen Wochen und Monaten immer wieder Knüppel zwischen die Beine geworfen worden, sagt Henneberg. „Ich habe versucht diese Probleme von der Mannschaft wegzuhalten, jetzt ging es aber einfach nicht mehr. Es ist mir schwergefallen, aber für mich war dieser Schritt zu diesem Zeitpunkt genau richtig“. Der Trainer wünscht der TSG, dass der Verein in ruhigeres Fahrwasser kommt und dass man vom „reinen Ergebnisdenken“ wegkommt.

Henneberg appellierte am Samstag an die Spieler, die Saison sauber zu Ende zu bringen. „Ich gehe nicht im Streit und kann jedem in die Augen sehen. Ich habe sehr großen Respekt vor Oliver Baumann, er ist wie ich immer wieder gegen Wände gelaufen.“ Marco Henneberg wird kurzfristig keinen neuen Verein übernehmen. Der Trainer wird ein Praktikum beim Zweitligisten Union Berlin absolvieren und sich weiterbilden.

Für Abteilungsleiter Oliver Baumann kam der Rücktritt von Marco Henneberg überraschend. „Ich kann die Entscheidung ein kleines Stück weit nachvollziehen. Ein großes Problem war natürlich der Rückzug der Sponsoren“, sagt Baumann. Zunächst wird U19-Coach Özgür Halavart gemeinsam mit Kapitän Benedikt Richter und Eduard Keil die sportliche Leitung übernehmen. In den nächsten Tagen sollen auch Gespräche mit potenziellen Trainerkandidaten geführt werden. Baumann macht auch klar, dass die TSG den eingeschlagenen Weg mit jungen Talenten aus der eigenen Jugend weitergehen wird.

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